Ritualisierte Randale von erlebnisorientierten Jugendlichen oder Vorboten bürgerkriegsähnlicher Zustände?

Gastbeitrag von „Ruben“

Es gibt in Berlin unabhängig von politischen Ereignissen mindestens zwei Termine im Jahr, an denen man verlässlich mit Ausschreitungen im Kreuzungsbereich der Schöneberger Potsdamer Str./Pallasstr. rechnen kann. In der Silvesternacht und an Halloween treten dann wie verabredet Kinder, Jugendliche und Heranwachsende, in der Regel ausschließlich mit Migrationshintergrund, und in einer mindestens zweistelligen Mannstärke in Erscheinung, welche im vermeintlichen Schutz der Anonymität der großen Menschenmenge das staatliche Gewaltmonopol des Staates herausfordern.

Zu Silvester werden traditionell im o.a. Kreuzungsbereich regelrechte Gefechte, die an kriegerische Auseinandersetzungen erinnern, ausgefochten. Als Gegner fungieren entweder zufällig vorbeifahrende Busse, Privatfahrzeuge und auch völlig enthemmt, Polizeifahrzeuge, die mit legalen und illegalen Feuerwerkskörpern beschossen werden. Falls diese Gegner nicht verfügbar sind, beschießen sich diese Jugendlichen gegenseitig über die Fahrbahn hinweg.

Je dreister und «mutiger« die Attacke, desto größer der zu erwartende Ruhm. Einzelne Polizeifahrzeuge, die attackiert werden, haben die Order, nicht zu intervenieren, was auch einem Selbstmordkommando gleich käme. Also muss auf Verstärkung gewartet werden und bis dahin ein taktischer Rückzug erfolgen, der von den erlebnishungrigen Jugendlichen natürlich wie ein Sieg gefeiert wird. Nach vielen Jahren jährlicher Silvesterrandale in diesem Kreuzungsbereich kommt seit wenigen Jahren nun
auch die Halloween-Randale hinzu.

Zu Silvester werden seit einigen Jahren vorsorglich starke Polizeikräfte mit Schutzausrüstung (Bereitschaftspolizei) eingeplant und nur durch dauerhafte Präsenz von behelmten Einsatzkräften gelang es die beiden letzten Jahre, größere Ausschreitungen bereits im Keim zu ersticken. In der Regel findet ein Katz und Maus-Spiel statt und nach einem Angriff mit pyrotechnischen Erzeugnissen wird dann bei einem Vorrücken der Einsatzkräfte Reißaus genommen und die zahlreich vorhandenen Fluchtwege über Hinterhöfe genutzt.
Resolutes Vorgehen kann die Lage kurzfristig beruhigen, aber auch nur dann, wenn ausreichend Bereitschaftspolizisten am Ort sind und auch verbleiben. Aus dem Hinterhalt erfolgen aber auch dann einige Attacken.

Falls aufgrund anderer Einsatzlagen an anderen Orten die Polizeikräfte abgezogen werden müssen, bricht jedoch Chaos aus.

In diesem Jahr gab es als Steigerung sogar einen Angriff mit einem Molotowcocktail auf ein besetztes Polizeifahrzeug. Der Brandsatz verfehlte das Polizeifahrzeug jedoch. Ein zweiter vorbereiteter Brandsatz konnte aufgefunden und sichergestellt werden. Von der knap 40 köpfigen Personengruppe konnten 7 Personen festgesetzt werden.
Im gesamten Verlauf der Halloween-Randale wurden dieses Jahr insgesamt 65 Personen durch die Polizei festgenommen bzw. überprüft. Alle befanden sich im Alter zwischen 12-16 Jahren.
Der Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei Berlin, Norbert Cioma, fand hierzu deutliche Worte: «Es kann nicht sein, dass wir für den Bereich Pallasstraße jedes Jahr Pressemitteilungen lesen müssen, die sich mittels copy and paste bereits Tage vorher fast komplett vorbereiten lassen. Seit Jahren gehen dort überwiegend Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund auf die Straße, um mit immer gewalttätigeren Aktionen zu zeigen, wer am wenigsten Respekt vor staatlichen Institutionen und einem Menschenleben hat. Diese Gewaltspirale darf nicht erst ein Ende haben, wenn dort ein Mensch durch einen Böller oder andere Geschosse sein Leben verliert. Unsere Kollegen können Straftaten ahnden und werden das auch in Zukunft unter Einsatz ihrer eigenen Gesundheit entschlossen tun. Die Entwicklung in den letzten Jahren zeigt aber, dass das allein nicht reicht und es endlich auch eine breite Unterstützung durch Politik, Bezirk, Justiz und Gesellschaft braucht.»

Während der regionale Sender des öffentlich rechtlichen RBB in einem Facebook-Beitrag über die Halloween-Ausschreitungen berichtete, natürlich unter Verschweigen des Migrationshintergrundes der Protagonisten, fanden die Vorkommnisse in der abendlichen TV-Nachrichtensendung Berliner Abendschau keine Berücksichtigung. Dabei erschien für einige Sekunden hinter der Moderatorin die eingeblendete Schlagzeile «Randale zu Halloween». Vermutlich wurde der geplante Bericht darüber kurzfristig verworfen. Ein Angriff mit einem Brandsatz auf ein besetztes Polizeifahrzeug scheint also nicht einmal ein Ereignis von «regionalem Interesse» zu sein.

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One thought on “Ritualisierte Randale von erlebnisorientierten Jugendlichen oder Vorboten bürgerkriegsähnlicher Zustände?

  1. Nun ja…… diese Polizisten sollten mal ihre Waffen einsetzen, deren gebrauch sie vorher aber fleissig geübt haben…….
    ….…. und Wetten, nächstes Jahr ist das selbe Schauspiel nicht mehr zu erwarten.

    Das so etwas stattfindet ist dem versagen der Politik geschuldet die den eigenen Staat wehrlos macht, die „Ordnungshüter“ auf GEZ-Verweigerer loslässt, aber brutale Schläger nicht mit Waffengewalt stoppen lässt.

    Ich habe nichts übrig für Polizeigewalt oder Willkür, aber in diesen Fällen sollte eine „Zweiklassen“-Gesellschaft und Justiz zur Geltung kommen.
    Wer Migrationshintergrund hat und sich so verhält, muss sofort in Ausschaffungshaft und auch abgeschoben werden, die Polizei solche Exzesse unterbinden.
    Nötigenfalls so wie in Israel, die Familien der Täter in die Massnahmen mit eingebunden werden, also alle abgeschoben, der Deutsche Pass so vorhanden, entzogen werden.

    Dazu sollte man anfangen solche Ausschreitungen auch mit massivstem Einsatz zu beenden.

    Oder aber, die Bürger Deutschlands nehmen das alternativ in die Hand und zwingen den Staat zur Reaktion….. Sprichwort Bürgerwehr.

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