Sie haben bestellt und müssen zahlen

Zeche zu prellen ist nicht nur strafbar, sondern auch ungemein unhöflich. Wer etwas bestellt, ist verpflichtet für die gebrachte Leistung zu zahlen. Sich plötzlich umzuentscheiden, ist nicht die feine Art.

Vor ein paar Tagen stand ich mit einem meiner letzten Bekannten aus dem linken, ultraliberalen Spektrum mit einem Bierchen in der Hand und wir unterhielten uns über Politik. Gehörte er 2015 noch zur Fraktion, die zwar nicht erfreut über die Anzahl, aber doch über die Entwicklung an sich war, redet er heute etwas anders. Nicht viel anders, weil er immer noch der Ansicht ist, dass die unendlich individualisierte Gesellschaft der automatisierten Menschen, zusammengepresst in einem Land, vermengt aus allen Kulturen und Ethnien der Welt, der richtige Weg nach vorne ist. Er hat einfach zu viel Star Trek gesehen und glaubt an diese Idee der vereinten Menschheit, die in einer Art Superdemokratie über die Erde verfügen wird. Eine Utopie, die er für erstrebenswert hält und für die man gewisse Opfer bringen sollte.

2015 leugnete er noch die Gefahren, vor denen ich warnte. Insofern ist er heute wenigstens ehrlicher und sagt, dass diese zwar real sind, aber sich mit der Zeit verschwinden werden.  Mir war die Diskussion ehrlicherweise langweilig geworden. Während selbiger Bekannter und Student gewiss ein kluger Kopf ist, habe ich das Gefühl mit einer Wand zu sprechen, sobald es sich um das Thema Migration dreht. Jedes andere Thema lässt sich ja problemlos diskutieren und man hat sogar Freude dran. Nur beim Islam und den Migranten aus Afrika wird plötzlich das Betriebssystem gewechselt und mein Kumpel wirkt wie ferngesteuert.

Am Ende des Abends sagte  er mir, dass ich womöglich Recht hatte und man zumindest eine temporäre Kontrolle der Grenzen in Erwägung hätte ziehen sollen, um zu filtern und zu prüfen, ob nicht Gefährder unter den Migranten sein könnten. 2015 hatte ich also Recht  und er nicht. Dazu gehört Größe und Charakter, wenn man die eigenen Irrungen zugibt.

Gleichzeitig betonte er aber, dass meine Prognosen der Zukunft trotzdem falsch sind und es schon irgendwie gut ausgehen würde. Schließlich atomisierte und zerstörte man die deutsche Patriarchie und die Traditionen  ja auch, sprengte die Familie und das klassische Rollenbild. Das würde auch mit den Muslimen gelingen, so sagte er.

Meine Antwort war kurz und wenig einfühlsam, dafür ehrlich und direkt:

«Wie bestellt, so geliefert. Guten Appetit. Bitte alles aufessen.»

Man sollte den gleichen Fehler nicht zwei mal begehen. Er hat leider nichts verstanden.

 


 

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Geboren in Berlin und aufgewachsen im Wedding und Moabit.
Young German ist der Initiator und Hauptautor unseres Blogs. Ein Vielschreiber mitte 20, dessen Hauptfokus auf Außen- und Innenpolitik sowie militärischen Themen liegt. In seiner Freizeit treibt er gern Sport und verbringt viel Zeit in der Natur, sofern er das als Städter einrichten kann und das Studium es erlaubt. Wie viele seiner Generation sucht er die Entspannung auch gerne mal in Form von Games, SciFi und Fantasy.

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