Endlich – entmilitarisierte Bundesrepublik 2025! Invasion der Vongolaner

Basierend auf einem echten Traum von mir, den ich vor einer Weile hatte.

Berlin, das Jahr 2025. Verzerrte Bilder schwirren über den Fernsehkasten, Nachrichtensprecher versuchen die Bevölkerung zu beruhigen. Frau von der Leyen, mittlerweile an ihrem Sessel festgeklebend, hat den Einsatz der Bundeswehr befohlen, um den Angriff der außerirdischen Vongolaner abzuwehren. Drei Tage nach Beginn der Invasion stehen die Feindkräfte der grünrot gesprenkelten Aliens in Kreuzberg, wo die Bundeswehrverbände der Generation Z sie aufhalten sollen. Major Hasenheide ist der einzige höhere Dienstgrad, der sich nicht im Mutter- oder Schwangerschaftsurlaub befindet.  Zusammen mit seinen Offizieren plant er nun die Verteidigung des Szeneviertels.

«Im Süden hat der Gegner Zossen genommen und stößt nun nach Stansdorf vor», eröffnet Major Hasenheide mit seiner rauen und männlich gegerbten Stimme. Ein Mann, der ein wenig aus der Zeit gefallen ist und eigentlich vor dem Ruhestand, also wirklich Minuten vor der Pensionierung nochmal aktiviert wurde. Die übergeordnete Führung hat ihm kurzerhand eine Kompanie unterstellt.

«Der Feind operiert jetzt auch am nördlichen Stadtrand bei Pankow und bewegt sich von dort über Prenzlauer Berg in Richtung Mitte. Meine Absicht ist es den Gegner hier mit dem vierten Zug an der Skalitzer Straße aufzufangen, die überlegenen Kräfte dann mit einer Verteidigung in der Tiefe zu – »

«Sorry Herr Major, das vierte Zug kann heut nüsch»,  unterbricht ein junger Feldwebel den Major ungefragt. Sein Gesicht ist inmitten des  geölten Combat-Beards 3000 kaum noch zu erkennen, neben ihm riecht es wie in einer pakistanischen Martkhalle.



«Wie, er kann nicht? Erklären Sie!»

«Wallah, is Almanzug! Guckstdu!» Mit einer Hand weist Feldwebel Combat-Beard 3000 auf die sich übergebenden und heulenden Kameraden, die gerade vor dem Gefechtsstand einander umarmen und sich gegenseitig Mut zusprechen. «Können wir das schaffen? Jo wir schaffen das!» schlottert es von dort zum Major hinüber. Wer nicht in Embryonalstellung auf dem Boden liegt, läuft orientierungslos im Kreis und rupft sich die Haare aus, während Laserstrahlen aus vongolanischen Ufos im Hintergrund damit beginnen die veganen Cafés und Halal-Schlachtereien in Asche zu verwandeln, ganze Straßenzüge in orangfarbenes Feuer tauchen. «Heilige Mutter Gottes! Reißen Sie sich zusammen meine Herren! Sie sind Soldaten!»

«Ich bin Karriere-Minus-Bundeswehr!»

«Ich bin Pazifist!»

«Heute ist Feiertag!»

«Melde EINS Kompanie vong SCHWERIGKEIT HER angetreten!»

Einige Soldaten brechen wieder in Tränen aus. Andere haben ihr Gewehr schon weggeworfen und rennen zusammen mit einem Pulk von Zivilisten, Kopftuchomas, bunten Paradiesvögeln, schmalen Hipstern und ungewaschenen Zottelmädels in Richtung Schöneberg. Major Hasenheide hängt der Mund offen, aber Combat-Beard 3000 schließt ihn mit einem sanften Touch wieder. «Mund zu, es stinkt, Major.»

An der Skalitzer Straße beginnt der feindliche Angriff bereits, der zweite Zug, der den Alarmposten besetzten sollte, ist binnen weniger Sekunden aufgerieben. Zwei Soldaten müssen sich ein Gewehr teilen, einer hält die Munition, der andere schießt, dann würfeln sie aus, wer als nächster dran ist mit dem Schießen. Links und rechts werden ihre Kameraden pulverisiert. Ein Hipster verliert sein IPhone 2900XXX, rennt zurück und wirft sich direkt in den Plasmastrahl des vongolanischen Panzers. «Kein Kratzer auf der Hülle!» ruft er noch, bevor er sich in blutige Suppe verwandelt. Das Handy überlebt die Atomisierung unbeschadet, kostet schließlich so viel wie ein guter Gebrauchtwagen.

«Feldwebel! Wir weichen aus und beziehen weiter hinten neue Stellung!» befiehlt der Major, bevor ihn eine Bierflasche am Kopf trifft und taumeln lässt. Eine blonde Dreadlocks-Dame mit so viel Eisen im Gesicht, dass man davon ein halbes Kanonenrohr gießen könnte, kreischt hysterisch und beginnt damit sich die Haare auszurupfen. «SOLDAAAATEN SIND MÖRDDAAAAAA! ALIENS WELCOMEEEEE!»  – dann trifft sie der Laserstrahl der Vongolaner.

«Wallah Habibi, krasser Scheiss Herr Major. Ttschüüüüsssch! Das Laserstrahl hat voll gefetzt…. Major? Major?»

Major Hasenheide streckt sich in seinem Bett. War alles nur ein böser Traum. Erleichtert zieht er die Uniform an, geht entspannt Richtung Kasernentor und grüßt gemütlich. An der Fassade prangt das stolze, rot-orange-grün-blaue Eiserne Kreuz der Truppe. Ein ziviler Bus fährt gerade eine Kompanie zur Übung. «Deine Karriere beim Heer! YOLO!»

«Guten Morgen Frau Oberstleutnant, gut sehen Sie aus heute!» ruft der Major seiner Vorgesetzen zu, die mit Stiernacken und Bartstoppeln an ihm vorbeizieht. «Heute bin ich non binary! Es heißt Xier! Und ich zeig Sie an – wegen sexueller Belästigung!»


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Foto:  Pixabay

Geboren in Berlin und aufgewachsen im Wedding und Moabit.
Young German ist der Initiator und Hauptautor unseres Blogs. Ein Vielschreiber mitte 20, dessen Hauptfokus auf Außen- und Innenpolitik sowie militärischen Themen liegt. In seiner Freizeit treibt er gern Sport und verbringt viel Zeit in der Natur, sofern er das als Städter einrichten kann und das Studium es erlaubt. Wie viele seiner Generation sucht er die Entspannung auch gerne mal in Form von Games, SciFi und Fantasy.

5 thoughts on “Endlich – entmilitarisierte Bundesrepublik 2025! Invasion der Vongolaner

  1. Denkt nicht zu hart über diese Bundeswehr in Major Hasenheides Traum. Immerhin kämpft sie im Rahmen der Möglichkeiten ihrer Soldaten gegen eine feindliche Invasion. Das ist schon mal besser als eine Invasion zu unterstützen.

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