Kreis Segeberg und der Flaschengeist

«Wir schaffen das!» riefen viele Bürgermeister zu ihrer Kanzlerin hinauf und boten sich an, die von ihr ins Land geholten Migranten in den eigenen Kommunen zu versorgen. Selbstverständlich ohne vorherige Befragung der Bevölkerung. Und wer nicht freiwillig Hilfe anbot, bekam eben zugewiesen. Wussten Sie, dass Bürgermeister nach der Größe ihrer Kommunen bezahlt werden? Also umso größer die zu verwaltende Kommune, umso mehr Geld erhält der Bürgermeister.  Wenn die eigene Stadt plötzlich durch den Zuzug bzw. die Einquartierung von einigen Hundert oder Tausend Migranten wächst und auf einmal über einem bestimmten Zahlenwert liegt, klingelt es in der Kasse und der jeweilige Bürgermeister kann sich über seinen Sprung in die nächste Besoldungsstufe freuen.



Möglicherweise ist der Bürgermeister von Boostedt was diesen Trick angeht unschuldig. Beklagen tut er sich jetzt über die ihm zugewiesenen Migranten bzw. angeblichen Flüchtlinge, die ganz und gar nicht dem Ideal entsprechen, für das junge, blonde Mädchen vor zwei Jahren noch Teddybären geworfen haben. Hartmut König, CDU-Bürgermeister des ca. 6600 Seelen Städtchens, darf sich nämlich um ca. 1200 neue Atomphysiker, Ärzte und Steinmetze kümmern, die jegliches Ehrenamt haben «zusammenbrechen» lassen und die Hilfe der Einwohner nicht würdigen. Die Flüchtlingsliebe ist daher verflogen, nachdem die Boostedter einen genaueren Blick auf diese Männer aus Nordafrika und Kleinasien werfen durften. Weder Konfetti noch Teddys fliegen durch die Luft. Höchstens Bierflaschen, wenn die Goldstücke wieder für Ärger sorgen und König zwingen sich beim Land und der Regierung zu beschweren. Denn so habe er sich das nicht vorgestellt, nein, nein!

“Unsere Gemeinde wird mit einer Klientel von Flüchtlingen belastet, mit der sich ein großer Teil der Bevölkerung nicht mehr identifizieren kann.“ – Hartmut König

Herr König hat als guter CDUler natürlich nur insofern Mut, als dass er vorschlägt die Flüchtlinge doch woanders zu verteilen, weil man das ja nicht alleine schaffen könne. Da möchte man den Bürgermeister wirklich nur schütteln und tröstend umarmen, weil so viel Naivität sicher Schmerzen bereiten muss. Ob er denn schon weiß, dass seit 2015 ca. 320.000 via Familiennachzug gekommen sind und weitere folgen werden? Nicht nur die 1000 pro Monat, die man als Sau durch die Medien jagt. Denn dabei handelt es sich um eine Trickserei mit den Begrifflichkeiten. Pro Monat dürfen subsidiär geschützte Flüchtlinge EBENFALLS 1000 monatlich nachhholen. Von den anerkannten Flüchtlingen, die mit den subsidiär geschützten Flüchtlingen nichts zu tun haben, redet keiner. Die dürfen weiter wie bisher ohne Nachweis bezüglich Wohnraum und Einkommen ihre Familien nach Deutschland holen. Dass diese Migranten kaum noch in den Medien erwähnt werden, hat womöglich System.

Herr König darf sich warm anziehen, auch wenn es gerade Hochsommer ist. Denn seine kleine Stadt wird bald wachsen und wachsen – und noch bevor er seinen Ruhestand richtig genießen kann, wird der nächste Bürgermeister, der auf ihn folgt, seinen kleinen Spießergarten womöglich abreißen lassen, um dort Platz für das nächste Containerdorf zu schaffen. Denn die nächste Ladung Menschen steht bereits in den Startlöchern. Da bleibt auch Boostedten nicht verschont.

Kennt Sie noch den Zauberlehrling? Der Geist ist aus der Flasche, die Magie ist entfesselt und es geht jetzt erst richtig los.

Simsala Bim, Hex, Hex! Migratum Maximam! Oh Schreck! Es hört ja gar nicht mehr auf!

Foto: Pixabay

 


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Geboren in Berlin und aufgewachsen im Wedding und Moabit.
Young German ist der Initiator und Hauptautor unseres Blogs. Ein Vielschreiber mitte 20, dessen Hauptfokus auf Außen- und Innenpolitik sowie militärischen Themen liegt. In seiner Freizeit treibt er gern Sport und verbringt viel Zeit in der Natur, sofern er das als Städter einrichten kann und das Studium es erlaubt. Wie viele seiner Generation sucht er die Entspannung auch gerne mal in Form von Games, SciFi und Fantasy.

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