Berlin 24/7 im Juli – Was Gunnar Heinsohn mit Köpenick zu tun hat

Ein kleines Tagebuch für Berlin, wo ich erzählerisch und rückblickend zusammenfasse, was mir so im Alltag hier passiert, wenn es  subjektive Relevanz für das Politische und Gesellschaftliche hat. Da diese leicht autobiographischen Texte von den Klickzahlen immer recht gut angekommen sind, habe ich mich entschlossen das zur Regelmäßigkeit zu machen und extra dafür Notizen zu führen. Mehr Unterhaltung, als fundierter Sachartikel. –> Berlin 24/7 auf dem Blog


Wenn man am Abend durch die Köpenicker Altstadt spazieren geht, fühlt man sich in der Zeit zurückversetzt. Preußische Soldaten könnten jeden Moment um die Ecke kommen, locker ihre Streife um das Rathaus abgehen, während Schankwirte und angetrunkene Arbeitergesichter hinter dem Milchglas der Schenken sich köstlich amüsieren und besaufen. Im Schein der gelb leuchtenden Laternen tanzten die Schatten einiger Menschen an der Fassade eines Hauses. Es handelte sich aber nicht um Arbeiter oder Wachleute, sondern um eine Gruppe junger Männer. Viele junge Männer, knapp zwölf an der Zahl, die sich hinter der Bushaltestelle nahe am Wasser lautstark unterhielten, rauchten und so taten, als hätten sie diesen Platz soeben für die afghanische Armee eingenommen.

Ich war soeben mit einem Bekannten ausgetreten und wir hatten uns mit einem Bier in unseren Händen nach draußen gestellt. Knapp oberhalb des Ratskellers, nicht weit von unserer Schenke. Einer meiner Autoren sagte mir kürzlich, dass ich vielleicht eine sehr selektive Wahrnehmung habe, da mir solche Details in der Umgebung sofort auffielen, anderen aber entgehen würden. Ich musste beim Anblick der jugendlichen Männer vor mir an Gunnar Heinsohn denken, der vor den entrechteten und nach Geltung gierenden Männern warnte, vor den jungen Männern ganz besonders, von denen jetzt so viele nach Deutschland und Westeuropa gekommen sind. Der «Youth Bulge» der sich entwickelnden Welt, die ungewollten Söhne und wenn ich ganz gemein sein will, der biologische Ausschuss Nordafrikas und Kleinasiens. Sprengstoff für jede Gesellschaft.

Meinem Kumpanen entwich ein leises, eher fluchendes Gemurmel. Er, Fwdl12 als Funker, ist keinesfalls die Gloria der Infanterie. Aber wohl ein junger und halbwegs sportlicher deutscher Kerl anfang 20. Wählte leider FDP mit einer Stimme.

Worauf will ich nun hinaus?

Es war auch ihm nicht entgangen, dass es in unserer Alterskohorte eine unglaubliche Diskrepanz gibt. Witzigerweise sprachen wir kurz zuvor über genau dieses Thema, nämlich das Ungleichgewicht der Geschlechter in Schweden, wo jetzt in der Altersgruppe der 19-29 Jährigen die schwedischen Männer erstens in fast Unterzahl sind ( Mark Steyn -“America Alone”) und zweitens es zu einem Gezanke um die wenigen verfügbaren Frauen im gleichen Alter geben dürfte(BBC – “Why does Sweden have more boys than girls?”) . Das man mag jetzt für politisch unkorrekt oder nicht halten, ändert aber nichts an der real existierenden Verteilungsproblematik in einer monogam orientierten Gesellschaft. Einige Männer werden nicht zum Schuss kommen.

Angesichts dieser Entwicklung empfinde ich manchmal eine gewisse Ohnmacht. Auf die andere Straßenseite zu gehen und den sich noch friedlich verhaltenden Afghanen Stress zu machen, bringt nichts und wäre auch moralisch falsch. Die Männer da drüben haben mir noch nichts getan und es gibt keinen Grund einen Streit wegen einer übergeordneten politischen Angelegenheit vom Zaun zu brechen, den ich sowieso von hier aus nicht beeinflussen kann und den ich auch vermutlich haushoch verlieren würde. Dass die uns aufgebürdete Massenmigration von mir und meinem Trinkkumpanen jedoch nicht gewollt, ja fundamental abgelehnt wird, können wir nur in der Wahlkabine und auf Demos oder mit unserer Geldbörse zum Ausdruck bringen. Denen da drüben auf der anderen Seite will ich schließlich auch nichts Böses, wenn sie selber nicht Böses tun, außer illegal einreisen, was aber Systemfehler ist, nicht unbedingt der ihre. Der Ermöglicher dieser Einreise sitzt ja in der Regierung.

Am nächsten Tag gehe ich erstmals wieder joggen, nachdem meine Fußverletzung nun langsam verheilt scheint. Die Ertüchtigung tut gut, belebt den Geist und bringt auf andere Gedanken. Ein Freund ruft mich über einen Online-Telefondienst an, während ich am Wasser stehe.




Gute Neuigkeiten: die AfD steigt auf 17,5% in der Wählergunst. Wir freuen uns über den Erfolg, an dem wir vielleicht einen kleinen Anteil haben durften. An diesem Morgen blicke ich positiv in die Zukunft und erinnere mich an die Worte eines Lesers, der eine optimistischere Perspektive für die nächsten Jahre zeichnen konnte. Sinngemäß würde natürlich Deutschland langfristig an dieser Fehlpolitik zunächst zu Grunde gehen. Aber solange man selber noch da wäre, Ankerzentrum für die vom Glauben abfallenden Menschen ist, die durch die Umstände «ge-Redpilled» werden, würde sich alles zum Besseren wenden. Da bleiben, stehen bleiben, Vernetzungsarbeit betreiben und versuchen die Republik zu retten – meistens vor sich selbst. Nur nicht total verausgaben, sondern maßvoll das Leben genießen. Das wäre auch mein Ratschlag für alle, die sich in Frust und Elend durch die Wochen und Jahre dieses Landes schleppen. Man sollte das Leben vorleben, das man sich für die eigenen Kinder wünscht und als erstrebenswert für die Zukunft erachtet. Traditionell, konservativ, Familie gründen und am Leben bleiben für die Zeit nach Merkel und Co.

Dennoch empfinde ich die letzten Jahre wie einen Boxkampf gegen die Schatten. Ein Schattenboxen gegen unsichtbare Feinde. Wenn sich denn wenigstens die Islamisten oder Deutschlandabschaffer zu einer Entblößung durchringen könnten, statt durch beständige Subversion an den Fundamenten dieses Staates zu nagen. Wenn denn nur morgen früh ein IS-Kämpfer auf offener Straße auf mich zurennen, den üblichen Lärm machen und mich angreifen würde. Das wäre mir deutlich lieber, als dieses scheinbar endlose Ringen mit den unerklärten, aber heimlichen Feinden dieses Landes.  Ein offener Kampf hätte eine befreiende Wirkung, würde viel Last von den Schultern nehmen, die sich in den letzten Jahren aufgebaut hat. In einem offenen Kampf wüsste ich wenigstens, wohin die ganze Energie zu richten und was zu tun ist. Lieber mit «glühenden Waffenrohren» ausbrennen, statt langsam verglühen.

Hier allerdings gestaltet sich das Leben als zehrende Materialschlacht, als Entbehrung und ewiger Krieg im Schatten. Subversion und Infiltration. Leute, die Demokratie und Teilhabe sagen, aber Koran und Dschihad meinen. Linke, die mehr Multikulti fordern, aber die Auflösung Deutschlands als Nation wünschen. Auch Rechte womöglich, die von Volkswille sprechen, die Diktatur des Einzelnen aber vorziehen würden, wenn sie nur in ihrem Sinne wäre und damit am Ende vielleicht die nächste Katastrophe provozieren.

Es gibt ein Buch namens «die offene Gesellschaft und ihre Feinde», das zumindest erkannte, dass die offene Gesellschaft Feinde hat. Derzeit scheint die offene Gesellschaft vor so viel Offenheit und Toleranz ganz und gar verdrängt zu haben, dass es das Konzept von «Feind» überhaupt gibt.

Einige Tage später bin ich wieder in den BVG-Verkehrsmitteln unterwegs und beobachte die Fahrkartenkontrolleure. Einer davon trägt wieder eine goldene Halskette in der Form eines gekrümmten Schwertes mit arabischen Schriftzeichen in der Gravur.

Ähnlich Abbildung

Derlei habe ich bereits öfter beobachtet und ich erinnere mich an einen Kontrolleur der BVG, der eine ähnliche Halskette trug. Es ist schon eine andere Aussage, wenn man das Schwert des Propheten als Anhänger, statt das Kreuz von Christus am Halse trägt.  Das eine ist ein Symbol von Opfer, Sühne, aber auch Frieden und Erlösung. Wenn ich aber ein Schwert sehe, denke ich an keine netten Dinge, sondern höchstens an das Potenzial zur Gewalt oder vielleicht das Massaker an den andersgläubigen Stämmen auf der arabischen Halbinsel, ausgeführt vom Propheten des Islam selbst.

Schwerter stehen für Krieg, Macht, Raub und Männlichkeit. Der Islam ist eine männliche Religion und eine kriegerische, was sie wahrscheinlich wesentlich lebensfähiger und vitaler macht, als das siechende Christentum, das die eigene Sühnelehre mittlerweile an die Spitze getrieben hat und sich selbst kanibalisiert.

 


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Geboren in Berlin und aufgewachsen im Wedding und Moabit.
Young German ist der Initiator und Hauptautor unseres Blogs. Ein Vielschreiber mitte 20, dessen Hauptfokus auf Außen- und Innenpolitik sowie militärischen Themen liegt. In seiner Freizeit treibt er gern Sport und verbringt viel Zeit in der Natur, sofern er das als Städter einrichten kann und das Studium es erlaubt. Wie viele seiner Generation sucht er die Entspannung auch gerne mal in Form von Games, SciFi und Fantasy.

2 thoughts on “Berlin 24/7 im Juli – Was Gunnar Heinsohn mit Köpenick zu tun hat

  1. Ich fühle mit dir. Ich hoffe ja, dass sich der ganze Spuk mal entlädt, sobald auf Seite der Deutschlandfeinde ihrer Meinung nach eine “kritische Masse” erreicht ist. Islamisten und Sozialisten offen Hand in Hand im Angriff auf Deutschland.. ohja, das wär lustig. Dann könnte ich endlich mal meine Trümpfe ausspielen, dieses Vorkampfgedöns und Partisanenkrieg ist auch nicht so meins.

  2. Rharberbarbara, das hier ist ein Doppelpost.

    Erinnerst du dich an Tet ’68? Die NLF war militärisch zerschlagen, der Krieg wurde an der US-Heimatfront verloren. Vielleicht spielt sich ja demnächst Ähnliches ab.. gut, wenn wir dann einen ähnlichen Vorgang verhindern könnten.

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