“Niemand hat die Absicht, die Geschichte der Europäer umzuschreiben”

Würden die Afroamerikaner es für richtig befinden, wenn man die Martin Luther King in einem Spielfilm von einem weißen Südstaatler darstellen lassen würde? So einen blonden Kerl mit Brille, Scheitel und Shorts. Oder was würden wohl die  Bantu sagen, wenn plötzlich Nelson Mandela in einem Geschichtsbuch als weißer Bure dargestellt werden würde? Wahrscheinlich würde keine der genannten Gruppen das tolerieren und auf die Barrikaden gehen. Sie würden sagen, dass man mit ihrer «Geschichte» keinen Unfug treiben dürfe, dass die genannten historischen Personen alle keine Europäer waren, sondern dunkelhäutige Afrikaner und man dies auch heute noch achten müsste. Vielleicht würden sie ja sagen, dass man durch eine solche Darstellung die Geschichte nachträglich umschreiben oder eine bestimmte Menschengruppe dieser Erde erziehen will.

 

Im BBC wird in Kooperation mit Netflix  seit Jahren etwas unternommen, was sich als «blackwashing» der Geschichte im englischsprachigen Netzdiskurs etabliert hat. Denn der BBC scheut keine Mühen, um die derzeit real gewordene multiethnische und multikulturelle Gesellschaft Großbritanniens auch in Film und Fernsehen zu repräsentieren. Ungeachtet der Tatsache, dass diese oder jene historischen Figuren klar und sehr spezifisch bestimmten Ethnien und Nationalitäten zugeordnet werden können, dementsprechend gewisse biologische und kulturelle Merkmale haben, baut der BBC deren Geschichte um.  So wird in «Troy – Fall of a City» der in den griechischen Quellen der blond haarige und hellhäutige Achilles von einem afrikanischen Schauspieler gespielt. Ähnlich erging es auch Zeus, der vom Gott der Griechen zu einem griechisch angezogenen Zentralafrikaner wurde, der Englisch spricht und ein Skript runter leiert, das womöglich von einem Dreijährigem geschrieben wurde.

Dass es sich dabei nicht um Einzelfälle handelt, zeigt auch die Schul- und Webserie für Kinder, die sich mit der britischen Geschichte befasst und sowohl Römer, als auch Kelten als multiethnische und multikulturelle Völker dargestellt werden. Obwohl es bei den Römern hier und dort afrikanischstämmige Legionäre gab, erscheint die mutwillige Falschdarstellung der europäischen Kelten als Afrikaner nicht nur als seltsam, sondern als ideologisch motiviert. Hier soll nachträglich eine Realität der heutigen britischen Gesellschaft auf die Vergangenheit projiziert werden, um den Narrativ des multikulturellen Englands zu stützen, das «immer schon ein Einwanderungsland war». Letzterer Satz, der immer wieder in den Diskurs von solchen Leuten geworfen wird, die ein Interesse an der Multikulturalisierung und ethnischen Zersplitterung haben, ist vielfach widerlegt worden. Zuletzt vielleicht durch den prominenten britischen Autor und Journalisten Douglas Murray, der das Märchen vom «Einwanderungsland England» in seinem Buch und in Kommentaren für die Presse untersuchte und zerlegte. Trotz normannischen Invasionen und Hugenotten, waren die britischen Inseln kein Einwanderungsland, wie das heute der Fall ist. Tatsächlich ist es sogar so, dass Zuwanderung der letzten vier Jahrzehnte eine historische Anomalie darstellt, wie es sie vorher in Europa einfach nie gab.



 

 

Und weil die massive Zuwanderung aus Afrika und Asien in England und ganz Westeuropa eine Realität, die multikulturelle und ethnisch durchmischte Gesellschaft faktisch erwiesen  sind und ihre Folgen immer ersichtlicher werden, scheint bei den Produzenten und Köpfen des BBC der Wunsch nach nachträglicher Klitterung der Geschichte zu bestehen. Ähnlich wie die DDR und die Sowjetunion die Geschichte lediglich durch die Linse des Klassenkampfes sehen konnte und Filme, Romane und Kunsterzeugnisse diesem Narrativ des «Arbeiter- und Bauernkampfes» folgen mussten, so zeigt sich im Vereinigten Königreich, dass dort ein ganz ähnlicher Gedankengang dieser Entwicklung zu Grunde liegt. Die Geschichte wird ideologisch mit den Augen von Globalisten und Multikulturalisten betrachtet, die sich ein England wünschen, das heute in Ansätzen existiert, aber in der Vergangenheit nicht vorhanden war. Und Historiker werden wissen, wie wichtig die Geschichte auch für die Gegenwart und Zukunft ist. Wer die Geschichte für sich vereinnahmen kann, bestimmt maßgeblich über den Zeitgeist der eigenen Gegenwart und der Zukunft. So versuchten alle Regime, egal ob freiheitlich oder nicht, die Geschichte in ihrem Sinne zu deuten.
Neu ist mir nur, dass jetzt nachträglich Margarete von Anjou, eine in der Geschichte Englands bedeutende Frau, eine alternde Afrikanerin war. Oder dass Bruder Tuck aus Robin Hood zum Commonwealth Bürger aus den Kolonien gemacht wird, während Guinevere aus der Arthus-Saga zur orientalisch-afrikanischen Jungfer umgestaltet wird.
Mit dem Blick eines Globalisten ist dies natürlich kein Problem, weil dahinter der Gedanke steht, dass es keinerlei ethnische Identität gibt, dass Völker im Grunde Fantasien sind und kulturelle Eigenheiten nicht über die Andersartigkeit der lokalen Küche hinausgehen. Dass es «Volk» nicht gibt und nur der Ausgrenzung dient, wie Robert Habeck von den Grünen sagt.

Derlei Klitterungen der Geschichte, die soweit gehen, die eigene ethnische Identität zu verleugnen, gibt es jedoch weder in Asien noch in Afrika. Damit bleibt nur Europa und der europäische Westen als Räume, die von dieser Art der Selbstzensur erfasst werden, die soweit geht, die eigene europäische Abstammung aus der eigenen Geschichtsschreibung zu tilgen. Denken wir diesen Narrativ bis zu seinem Ende, dann bedeutet dies in letzter Konsequenz, dass es keine Europäer und keine Weißen gibt, sondern nur noch Menschen.  Dann spielt es ja keine Rolle, ob Bruder Tuck afrikanisch oder europäisch ist, weil wir alle gleich sind, obwohl wir es offensichtlich optisch und kulturell nicht sind.



Aber würde das dann nicht das Konzept von Multikulturalismus unnötig machen, wenn sowieso alle gleich sind?  Tatsächlich ist diese Thematik wohl ein schwieriges Thema und zumindest wir würden noch sagen, dass wenn eine Französin mit Eltern aus Afrika und Europa, Johanna von Orleans auf einem Straßenfest darstellen will, wie das jüngst in Frankreich geschah, dann davon das Abendland nicht untergeht. Solange sie tatsächlich kulturell in Europa sich selbst verankert sieht, kann man das als Erfolg der kulturellen Integration verbuchen. Aber in Film, Fernsehen und Geschichtslehrmaterial, das Millionen Menschen des eigenen Landes präsentiert wird, das eigene Volk nachträglich zu multikulturalisieren und die eigene Geschichte zu verändern, ist ein Angriff auf die Identität der europäischen Völker als weiße Völker, weil der Versuch unternommen wird, die eigene Geschichte von den Völkern an sich zu trennen und wie Mosaikbruchstücke durch den Raum irrer Fantasten fliegen zu lassen.

Wir müssen nicht gleich den Untergang des Abendlandes beschwören, wenn eine Französin mit afrikanischer und europäischer Abstammung sich ihrer Heimat verbunden und Johanna von Orleans bei einem Straßenumzug spielen möchte.

Aber Sorgen sollte man sich machen, wenn bald Gemälde der Mona Lisa übermalt werden, ihre Hautfarbe von Künstlern nachträglich verdunkelt wird oder aber eine ARD-Dokumentation über Friedrich den Großen ausgestrahlt wird, in dem die Hauptrolle von einem Fischer aus Benin gespielt wird, der gestern erst an den Küsten von Italien an Land gespült wurde.

In diesem Sinne: es gibt genug afrikanisch- und asiatischstämmige Staatsbürger in Europa, die gerne die Geschichte der Europäer mit ihnen weiterschreiben und dazu gehören wollen. Mit ihnen möge man die Zukunft gemeinsam gestalten, statt die Geschichte nachträglich verunstalten.


 

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Geboren in Berlin und aufgewachsen im Wedding und Moabit.
Young German ist der Initiator und Hauptautor unseres Blogs. Ein Vielschreiber mitte 20, dessen Hauptfokus auf Außen- und Innenpolitik sowie militärischen Themen liegt. In seiner Freizeit treibt er gern Sport und verbringt viel Zeit in der Natur, sofern er das als Städter einrichten kann und das Studium es erlaubt. Wie viele seiner Generation sucht er die Entspannung auch gerne mal in Form von Games, SciFi und Fantasy.

7 thoughts on ““Niemand hat die Absicht, die Geschichte der Europäer umzuschreiben”

  1. Im TV sah ich letztens auch eine Sendung in der Briten über ihre Vorfahren vor paar Jahrhunderten sprachen,darunter ein Schwarzer…klar!

  2. Das Problem bei diesem ganzen “Blackwashing” ist, das es so ein verflucht gefährlich heißes Eisen ist, an dem man, wenn man nicht aufpasst, ganz schnell in die Ecke der Deppen, die in Bettlacken gekleidet um ein brennendes Jesuskreuz tanzen, gestellt wird.

  3. So eine Art “Blackwashing” gab’s als Obama Präsident wurde. In den US bejubelte die schwarze und weiße umgekrempelte Masse den “ersten schwarzen US-Präsidenten” (immerhin ist Obama genau 50/50 weiß/schwarz).

    Hier in Südafrika brach auch großer Jubel aus. Kapstadt hat ihm den Schlüssel der Stadt verliehen, den sich der geehrte und veehrte “erste schwarze US-Präsident” selbst nie abholte.

    Weiße und Europäer dürfen sich nicht durch die vorgeschriebene politische Korrekheit in Ketten legen lassen. Es wird aller höchste Zeit, daß jeder von uns seine Identität und Nation verteidigt und den von seinen Vorfahren bewohnten und geprägten Boden ganz offen verteidigen.

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