Berlin 24/7 im Mai, Teil III – Berlin ist, wenn Hipster und Islamist nebeneinander sitzen und am Ende irgendwie alles gut wird

 

Morgens auf dem Weg zur Arbeit. Ein geistig verwirrter Mann in abgewetzter Kleidung im S-Bahnzug wird immer wieder laut und murmelt: «Ihr seid Scheisse seid ihr, Scheisse sag ich!» Das Berliner Verkehrssystem brummt und dröhnt, stöhnt unter der schweren Belastung, wenn sich Hunderttausende Menschen aus dem Raum Brandenburg-Berlin ins Stadtzentrum vorkämpfen wollen. In der sich ankündigenden Sommerhitze glühen die Motoren der Autos vor dem Alexanderplatz und der bunte Lack der Fahrzeuge schillert im Sonnenlicht. Von der Bahn aus bei der Station Janowitzbrücke kann man gut beobachten, wie sich die Unglücksseeligen im Stau bis zu ihren Arbeitsplätzen quetschen, warten und jauchzen. Berlin wächst und wächst. Nicht so sehr durch die Geburten der Deutschen, sondern mehr durch Zuwanderung und den Kindersegen der Zuwanderer.  Afghanen bekommen 4,79 , Syrer 5,09 und Iraker 4,33 Kinder pro Frau. Die Deutschen siechen bei 1,38 Kindern pro Frau vor sich hin, was man auch im Stadtbild gut erkennen kann, wenn man nicht mit Tomaten auf den Augen durch die Welt läuft. Afrikanische Mütter, meist sehr beleibt, schieben Doppelkinderwagen durch die Gegend, telefonieren lautstark mit der schwarzafrikanischen Heimat und sehen aus, als würden sie gerade in Bamako auf den Basar gehen wollen.

 

Jeder Dritte Bewohner in Mitte ist Ausländer

Auffällig ist dabei das Geschlechterverhältnis: Während bei den neu hinzugekommenen deutschen Einwohnern Männer 65 Prozent ausmachen, liegt ihr Anteil bei den neuen nichtdeutschen Einwohnern bei 51 Prozent, Quelle Berliner Morgenpost

Die Geschlechterdiskrepanz ist hier ähnlich wie in Schweden, wo ja die Mehrheit der Teenager mit einem Verhältnis von 123 Männern zu 100 Frauen leben muss. Was ich 2014 schon kommen sah, bestätigte nun der BBC, obwohl derlei Gedankengänge wohl auch zur Ketzerei erklärt worden wären, hätte ich sie lauter geäußert. Denn 80% der Asylbewerber dort sind Männer und die meisten davon im wehrfähigen Alter. Der Zuzug von diesen Männern aus dem Nahen Osten und Afrika hat die Balance der Geschlechter zerstört, was am Ende bedeuten wird, dass eine ganze Menge junger Kerle keine «Action» kriegen werden und leer ausgehen. Noch mehr Frust für den Frustgott! Malmö erlebte in den letzten Monaten ja eine regelrechte Epidemie der Gruppenvergewaltigung von eben genau solchen jungen Burschen, die von den Schweden so wohlwollend aufgenommen wurden.  Derlei Jungs sieht man jetzt auch in Berlin sehr häufig, wo die Asylanten aus Eritrea, Ghana und Afghanistan durch die Stadt stromern und das Glück suchen, das ihnen versprochen wurde, als Merkel Tür und Tor Europas für diese Massen öffnete. Und wenn sie es hier nicht finden, sinken sie nach unten in den tiefen und frustrierten Bodensatz der Gesellschaft und bilden dort die explosiven Gase, aus dem sich wohl so manch ein linker Theoretiker die Revolution der Zukunft erhofft. Ein Heer von abgeschlagenen und unzufriedenen Muslimen am untersten Ende der Gesellschaft – eingepfercht zwischen Hipstern und Hauptstadtjournalisten. Was für eine geniale Mischung!

In der S-Bahn sieht man häufig allerlei Menschen. Ich sage gerne von mir, dass ich eigentlich eine gute Beobachtungsgabe habe und Menschen aus Neugier in der Öffentlichkeit betrachte. Berlin ist dann, wenn in der S7 ein orientalischer Muslim lautstark die arabischen Nasheeds hört und mit Säbel-Halskette keine fünf Meter vom grauhaarigen Hipster  entfernt sitzt, der sich mit 40+ noch so kleidet, als wäre er 20.  Vor wenigen Wochen, das mag noch im April gewesen sein, kam mir ein anderer Mann entgegen, der mit rot gefärbten Henna-Bart seine islamische Tapferkeit demonstrieren wollte. Eigentlich etwas, was vor allem die Afghanen machen. Abgesehen von diesem feuerroten Barthaaren war jedoch wenig Islamisches an dem Gangster, der mit seiner pechschwarzen Haut und den modischen Turnschuhen wie ein amerikanischer Teenager aussah. Nur das kleine muslimische Statement war eben nicht zu übersehen. Am Ende hat er ein Stück Identität im Islam gefunden.

 

Naturerlebnisse

Natur am Stadtrand ist etwas sehr angenehmes. Ich verbringe Zeit mit meiner Freundin im Osten der Stadt, wo es schon Richtung Brandenburg hinaus geht. Hier entstehen Eigentumswohnungen, weil diese Megacity in alle Himmelsrichtungen expandiert. Berlin wächst und wächst und wächst! Bald wird die Agglomeration Berlin halb Brandenburg erobert haben und damit auch die letzten Refugien derjenigen erschlossen haben, die glauben vor der Stadt fliehen zu können. Wir genießen das Leben am See, trinken Wein und unterhalten uns über die schönen Themen des Lebens. Vor allem über die Kinderzeit, die wir noch relativ unbeschwert verbringen durften. Dass sich etwas verändert in unserem Land, versteht sie auch langsam. Zukunftsangst soll ja angeblich vor allem unter Anhängern der AfD verbreitet sein. Ich könnte dem zustimmen, würde es aber eher Realismus nennen.  Für eine Weile lasse ich den Trott des Alltags von mir abfallen und entspanne. Vögel singen und  kleine Enten stöbern neugierig im Gras um uns herum, ob wir nicht etwas zum Naschen dort liegen gelassen haben.



Einen Tag später stehe ich an der British Chamber of Commerce, der britischen Handelskammer in Berlin, und warte auf einen Bekannten. Er arbeitet im Finanzsektor, ist ein kluger Kopf und wir haben uns zum Kaffee in der gemeinsamen Mittagspause verabredet. Einer von denen, die FDP und AfD gewählt haben, eigentlich wohlhabende Weltbürger sind und vor allem Deutschlands Zukunft durch den Euro und andere finanzielle Details bedroht sehen, die ich kaum verstehe. Mein deutsch-britischer Bekannter vergleicht Berlin beim Tee und Milchkaffee mit London und sagt mir, dass wir hier den gleichen Weg in Richtung kosmopolitischer Weltstadt gehen werden und daran kein Weg vorbeiführen wird. Es sei denn, so fügt er hinzu, die Eurozone breche in den nächsten Jahren zusammen. Denn er persönlich spekuliere ja auf eine große Wirtschaftskrise, wie sie die westliche Welt seit Beginn des letzten Jahrhunderts in den 20ern wohl nicht mehr gesehen hat. Daher habe er schon all seine Finanzen in Übersee gebracht oder in festere Werte investiert. «I feel sorry for your generation» murmelt er, als sein Blick aus dem Kaffeehaus raus auf die Straße wandert, wo die Massen Neu-Babylons sich in endlosen Touristenströmen über den grauen Asphalt ergießen. Ich nicke nur und höre mir seine Ausführung an. Widersprechen will ich nicht, weil ich die selbe Ahnung habe. Er glaubt, dass meine Generation die jetzt gerade anfängt zu leben oder mitten im Leben steht, ihrer ökonomischen Zukunft beraubt wird. Alles läuft nur auf Pump, Firmen wildern nur noch, der Mittelstand siecht dahin. So in etwa beschreibt er die Situation in der Europäischen Union.  Kurz sprechen wir noch über Enoch Powell, dessen prophetische Rede sich ja kürzlich gejährt hatte.

Und auch wir sehen bereits, wie der Fluss Tiber vor Blut überschäumt.

 

Später im Mai:

Babylon hat sich neu erfunden, findet seine Verwirklichung im Berlin des 21. Jahrhunderts, das jetzt wahrscheinlich ca. 3,6 Millionen Einwohner haben dürfte.  Hinzu kommen ja noch die ganzen Obdachlosen und nicht angemeldeten Menschen, die überall in der Stadt zu sehen sind. Als ich am Hauptbahnhof aussteige, steht unten beim Ditsch, kurz vor der Apotheke, ein junger Mann(?) mit offener Flecktarnjacke der Bundeswehr, bunten Strümpfen und zotteligen Haaren vor mir und schaut auf sein Handy. Die Jacke ist offen und entblößt seine gepiercten Brustwarzen auf dem nackten Oberkörper.  Die blutunterlaufenen Augen treffen sich kurz mit den meinen, ehe wir getrennte Wege gehen.

Nahe dem Hauptbahnhof komme ich an einer Bushaltestelle vorbei, die regelmäßig und vor allem am Abend von Obdachlosen, Rotationseuropäern und betrunkenen Osteuropäern als Sammelpunkt benutzt wird. Kotzflecken sind überall, halb ausgetrunkene Flaschen liegen am Straßenrand. Müll und Uringeruch, die volle Ladung von der hässlichen Seite Berlins.  Als ich etwas später im Osten der Stadt bin, kommen meine Dame und ich an ein paar ausgebrannten Autowracks vorbei. Die Linken haben wohl wieder gezündelt, heißt es in der Lokalpresse.  Ein weiterer Sieg gegen den Kapitalismus und die Gentrifizierung! Darauf einen Macha-Latte!



 

Königin Luises Mausoleum

Mit einem Leser des Blogs traf ich mich am Anfang des Monats in Charlottenburg. Gemeinsamen begingen wir den schönen Schlosspark und besuchten das Grab unserer ewigen Königin Luise, die dort versteinert begraben liegt. Sie wirkt echt und so, als würde sie immer noch lebend dort liegen und nur schlafen.  Mit dem werten Leser hatte ich ein wundervolles Gespräch an diesem Tage, an dem wir die vielen versteckten Schätze Berlins erkundeten.

Ich bin die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt.



«Meine Hoffnung ruht auf der Verbindung von allem, was den deutschen Namen trägt. » Dieser Satz wird ihr zugeschrieben und ich erinnerte mich an diese Worte, als wir vor ihrem weißen Körper standen. Der Besuch bei Königin Luise spendete Kraft und ich verließ ihr Grab tief bewegt. Es hilft, wenn man sich in Erinnerung ruft, in welcher Tradition von Menschen und Persönlichkeiten man als Teil der deutschen Nation steht.

Auf dem Heimweg schaue ich auf mein Handy und sehe den Status einer alten Freundin, die sich wohl gerade von ihrem langjährigen Freund getrennt hat.

«Am Ende wird alles gut und wenn noch nicht alles gut ist, dann war es noch nicht das Ende!»

Hoffen wir mal, dass sie Recht hat.

 

Am 22. Mai telefonierte ich erstaunlich lange, beinahe zwei Stunden, mit einem unserer (seltenen) Autoren, den man hier als Märzkämpfer kennt. Es war ein Gespräch, dass sowohl anspruchsvoll, als auch erheiternd war. Es tut gut mit Menschen zu reden, die sich weder selbst aufgegeben, noch den Glauben an eine bessere Zukunft in Deutschland im Laufe dieser langen Jahre des Verfalls verloren haben. Deutschland lebt in uns, solange es noch Menschen wie Märzkämpfer und die vielen anderen gibt, die sich für Deutschland einsetzen wollen. Ohne blinden Hass, mit viel Herz und noch mehr Verstand.

Es lebe unser deutsches Vaterland!

Das ist Deutschland

Ruhm für das schöne Video geht an DrLudwig auf Youtubehttps://www.patreon.com/arminius1871https://www.youtube.com/channel/UCSCTl_YRo_oHFI27qwV0y0w

Posted by Young-German on Sunday, May 6, 2018

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Geboren in Berlin und aufgewachsen im Wedding und Moabit.
Young German ist der Initiator und Hauptautor unseres Blogs. Ein Vielschreiber mitte 20, dessen Hauptfokus auf Außen- und Innenpolitik sowie militärischen Themen liegt. In seiner Freizeit treibt er gern Sport und verbringt viel Zeit in der Natur, sofern er das als Städter einrichten kann und das Studium es erlaubt. Wie viele seiner Generation sucht er die Entspannung auch gerne mal in Form von Games, SciFi und Fantasy.

5 thoughts on “Berlin 24/7 im Mai, Teil III – Berlin ist, wenn Hipster und Islamist nebeneinander sitzen und am Ende irgendwie alles gut wird

  1. Mir gefällt der vorsichtige Optimismus in dem Artikel.

    Das Video ist sehr schön – ich war vor Kurzem in Südeuropa und fand, dass manche Orte im Ausland gegenüber einem durchschnittlichen deutschen Ort fast schon banal sind..

  2. Ich finde es gut wie ihr es schafft euch die Lebensfreude in diesen Zeiten zu erhalten. Ich arbeite seit zwanzig jahren und mehr in einer staatlichen Behörde….(wir haben viel mit Geistig verwirrten zu tun)…die Zahl an menschen nimmt zu, die krank und einsam sind. Immer mehr leute rutschen durch das System durch und können nicht mehr aufgefangen werden. Ich habe ja viele viele Jahre die LINKE gewählt, bevor ich verstanden habe was deren eigentliche Absicht ist. Die würden unsere Scheunentore für die Welt öffnen…und das kann niemals funktionieren. Wir sind jetzt schon am Limit des Machbaren. Bleibt euch treu

  3. In Berlin sind die negativen Auswirkungen der offenen Grenzen wohl am deutlichsten zu sehen. Trotzdem wählen dort -mehr noch als in anderen Städten- die meisten Wähler eine der Weiter-So-Parteien.

    Kann das jemand aus Berlin erklären?

    Wenn eine Oma vom Land die Problem nicht sieht und deshalb halt weiter CDU wählt, kann ich das verstehen. Genauso wenn jemand in einem Villenvorort keine Probleme mitbekommt und dann halt weiter Grün wählt. Aber in Berlin müsste doch eigentlich jeder täglich sehen, auf was wir da zu steuern?

    1. Kognitive Dissonanz? Immerhin hatten wir in Berlin aber auch 20+ Prozent oder so für die AfD in einigen Bezirken. Auch in einigen Bezirken im Westen der Stadt. Auch sage ich, dass sich viele Menschen eben gut abnabeln können vor den Auswirkungen ihrer Denke – eben durch Verschickung der Kinder in Privatschulen am Stadtrand. Und manche, nicht wenige sogar, lieben Multikulti insofern, als dass sie den Spaß und den Schmutz in den Kreuzberger Sommernächten genießen können. Man darf nicht vergessen, dass Berlin auch solche Leute anlockt, die sich ein Deutschland nach Muster von Kreuzberg wünschen (Hipster-Zuzug und Studenten)

      1. Kognitive Dissonanz bei Wählern der Weiter-So-Parteien ist nicht auf Berlin beschränkt und erklärt deshalb nicht warum gerade Berlin mit überdurchschnittlich deutlichen Problem mit außereuropäischen Zuwanderern überdurchschnittlich viele Wähler der Weiter-So-Parteien hat.

        Zuzug von Multi-Kulti-Gläubigen kling als Erklärungsansatz schon besser. Dann sollte das auffällige Wahlverhalten auf die neu zugezogen Berliner beschränkt sein, während die alteingesessene Berliner wegen der deutlich sichtbaren Probleme relativ mehr AfD-Wähler stellen als der Bundesdurchschnitt. Ist da so?

        Sind die angestammten Berliner heute bei der AfD-Demo oder bei den Gegendemos?

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