Wehret den Anfängen? Von wegen!

 

Heuchelei über Heuchelei

Die Berliner Landtagsabgeordneten verabschiedeten kürzlich eine Resolution, in der sie sich mit den üblichen Floskeln von Toleranz, Miteinander, Liebe und dem ganzen Bla Bla gegenseitig einschmierten, wie die Swinger mit der Sahne auf der Sexparty. Dabei gab es gar keinen Grund zum Feiern, weil diese Resolution so schwammig und inhaltsleer ist, dass sie kaum den Wert des Papieres aufwiegt. Es wurde in keiner Silbe erwähnt, von wem eigentlich der Judenhass in dieser gewaltätigen Dimension in Deutschland ausgeht, wer hier wen verprügelt hat und wer «Hamas, Hamas, Juden ins Gas!» auf den Straßen ruft. Ein entsprechender Änderungsantrag der AfD wurde abgelehnt, der die Tätergruppe um muslimische Judenfeinde erweitert hätte. Das magische Wort an der Sache ist das auch und nicht das ausschließlich! Auch! Auch!



Der entsprechende Aktionismus (Kippa tragen als Nichtjude) ist natürlich Augenwischerei und die jüdische Gemeinde in Berlin sollte sich davon nicht blenden lassen und darauf einstellen, dass ihnen französische Verhältnisse bevorstehen. Die angeblichen Mutbürger der liberalen Mitte werden nicht da sein, wenn jüdische Synagogen und Schulen attackiert und Kippa-Träger vermöbelt werden. Warum kann ich das sagen? Weil es in Frankreich auch nicht über den aktionistischen Solidaritätsschmarn hinausgegangen ist. Die Geschichte um den verprügelten Kippa-Träger und den gigantischen Empörungssturm ist bedauerlicherweise sowieso Heuchelei.

Für Mia aus Kandel oder Maria aus Freiburg gab es nicht den gleichen Sturm der Entrüstung aus dem Etablissement. Obwohl sie auch einen verdient hätten, ähnlich wie Tuğçe Albayrak, die in Offenbach zu Tode geschlagen wurde, weil sie Zivilcourage zeigte. Dort war es den deutschen Regierenden einfach sich solidarisch zu zeigen. Warum wohl?  Es gibt eine Hierarchie der Opfer, eine Wertigkeit und damit auch einen gänzlich anderen Umgang mit diesen. Gedenkmärsche für Mia werden als rechtsextrem bezeichnet und von der Antifa attackiert, während sich kein Schwein mehr an Mireile erinnert, Opfer eines Ehrenmordes durch ihren afghanischen Freund, der sie brutal abstach. .  Dass auf einem Gedenkmarsch in Kandel auch ein Glatzkopf mit Nasenring und Reichsflagge rumlief, ganz am Rand, reicht dann um den gesamten Pulk der versammelten Bürger als Nazis zu diffamieren. Totales Schweigen von den Empörungselite, die für einen leicht verletzten Juden zu Tausenden in Berlin auf die Straße gehen kann, aber in Hamburg versucht mit allen Mitteln  den bestialischen Mord an einem Baby und einer deutschen Mutter durch einen Flüchtling, der das eigene Kind fast enthauptete, zu vertuschen. Die Achse des Guten berichtete. Ansonsten schwieg die deutschsprachige «Qualitätspresse».

Verstehen Sie mich nicht falsch. Ich kritisiere hier einen doppelten Standard bei der Moral. Hier wird mit zweierlei Maß gemessen, hier gibt es Opfer erster und Opfer zweiter Klasse. Jährlich sterben in Deutschland wohl ein gutes Dutzend Frauen durch Ehrenmorde, Messerangriffe auf Einheimische sind epidemisch geworden und unzählige Vergewaltigungen addieren sich dazu. Aber da sieht man von der politisch-medialen Elite hier im Land nicht einmal ein müdes Zucken mit den Wimpern. Es wäre schön, wenn wir in einem Land leben würden, wo der Mord an Mireile die gleiche Empörung hervorrufen würde, wie der Tod von Tuğçe oder womöglich der baldige Mord an Juden, der nur noch eine Frage der Zeit ist, weil wir hier bald französische Verhältnisse haben.  Manch einer mag jetzt sagen, dass ihm die Juden egal sind und es ihn nicht stört, wenn sie Opfer von Angriffen werden.

Gut, okay. Aber wenn wir sagen, dass wir den Anfängen wehren wollen, dann müssen wir uns bewusst machen, dass die Verfolgung 1933 bei den Juden nicht aufhörte, sondern sich ausweitete auf immer mehr Leute, die dem Regime unlieb geworden waren, erfasste. Der neue und nach Europa durch Masseneinwanderung importierte Judenhass hat zumindest das Potenzial zur Reichskristallnacht zu mutieren. In Paris (Sarcelles), dem kleinen Jerusalem Frankreichs, stürmten 2014 mehrere Tausend arabische Jugendliche die Straßen, zerstörten jüdische Geschäfte und riefen das uns mittlerweile sehr bekannte «Allahu Ackbar», das natürlich nichts mit dem Islam zu tun hat.  Die einen werden jetzt sagen, dass das mit Gaza allein zu tun hat, nur die Israelis in Frankreich trifft und sich die europäischen Christen, Ahteisten und Heiden sich deshalb nicht um diese Anfänge kümmern müssen.



Aber wie war denn eigentlich der Stand der Dinge für Nicht-Muslime aller Arten in der islamischen Welt? Richtig! Katastrophal. Es findet sich, wenn dem Geschwür weiter erlaubt wird zu wachsen, auch ein passender Anlass für die Radikalen innerhalb der Massen sich ein neues Opferlamm zu suchen. Gestern die Juden, bis sie alle fort sind! Und nächste Woche eben die Christen, die Schwulen, die Hipster und Heiden oder Atheisten, die sowieso schlimmer sind «als Tiere», wenn man sich so auf den Straßen in der Türkei umhört. Oder wie Hamed Abdel Samad sagt (und er wird sicher langsam müde sich zu wiederholen): dem Muslim wird erzählt, dass um Mensch zu sein, man Muslim sein muss. »

Ein gewaltiges Integrationshindernis und genau die Art von Überlegenheitsfantasie, die dem Nationalsozialismus mit seiner rassischen Ideologie zu eigen war.  Diese Art von Extremismus richtet sich auch leicht gegen die eigenen Leute. Wer guter Muslim ist und wer nicht, sieht man derzeit auch wieder in der islamischen Welt. Wenn alle anderen unterhalb der eigenen Gruppe stehen und keinerlei Rechte genießen, fällt das Töten eben wesentlich leichter. In diesem Zusammenhang möchte ich nochmals erwähnen, dass hier ein fundamentaler Unterschied in der Bewertung des menschlichen Lebens und dem Akt des Tötens zwischen westlicher und islamischer Welt herrscht.

Walid Sheikh Mohammed, ein Terrorist, äußerte sich einmal auf die Frage hin, ob es ihm schwer gefallen war, Daniel Pearl, einen amerikanischen Journalisten, in Pakistan zu enthaupten. Der ihn verhörende US-Agent, James Mitchell, meinte damit natürlich, ob es moralische Bedenken für Walid gab, einem anderen Menschen den Kopf abzuschneiden und ihn so brutal zu töten. Die Frage könnte man auch dem Manchester-Bomber stellen, der kleine Mädchen in Stücke sprengte oder den Attentätern von Bataclan, die Behinderte im Rollstuhl abgeknallt haben und jungen Frauen den Kopf mit Kugeln durchsiebten, während diese um Hilfe flehten. Oder in Beslan in Russland, als Dschihadisten dort HUNDERTE Kinder massakrierten.

Aber Walid Sheikh Mohammed antwortete sinngemäß, dass es ihm nicht schwer fiel, weil er genau wisse in welchem Winkel er das Messer ansetzen müsse, dass die Klinge sehr scharf sein muss und dann würde es sehr leicht sein den Kerl zu enthaupten –  also überhaupt nicht schwer.

Der Islamist verstand die Frage nach der Moral überhaupt nicht. Nur wahre Ideologen können reuelos töten.

Wenn wir den Anfängen wehren wollen, sollten wir jetzt damit anfangen.

 

Mehr zum Thema: hier und hier (klick!)


Foto: Bundesarchiv, Bild 146-1970-083-44 / Friedrich, H. / CC-BY-SA 3.0


 

Hat dir der Beitrag gefallen? Wir auf YOUNG GERMAN stecken viel Arbeit und Herzblut in unsere Artikel und wollen uns dauerhaft als alternatives Medium etablieren. Du kannst dich bei uns bedanken, indem du auf Facebook, Twitter oder Minds.com dein “Like” hinterlässt, uns einen Kaffee spendierst oder ein monatlicher Unterstützer auf Patreon wirst. Mit deiner Hilfe wollen wir wachsen und ein unabhängiges alternatives Medium zu den Massenmedien anbieten!


Buy Me A Coffee at Ko-Fi.com

https://www.patreon.com/Younggerman https://www.facebook.com/TheYoungGerman https://www.minds.com/Younggerman

Geboren in Berlin und aufgewachsen im Wedding und Moabit.
Young German ist der Initiator und Hauptautor unseres Blogs. Ein Vielschreiber mitte 20, dessen Hauptfokus auf Außen- und Innenpolitik sowie militärischen Themen liegt. In seiner Freizeit treibt er gern Sport und verbringt viel Zeit in der Natur, sofern er das als Städter einrichten kann und das Studium es erlaubt. Wie viele seiner Generation sucht er die Entspannung auch gerne mal in Form von Games, SciFi und Fantasy.

8 thoughts on “Wehret den Anfängen? Von wegen!

  1. Den Anfängen zu wehren, wäre vor ein paar Jahren vielleicht noch möglich gewesen. Inzwischen ist es dazu zu spät. Die Auseinandersetzung mit den Moslems wird den Europäern nicht erspart bleiben, den Juden in Europa auch nicht. Vor diesem Hintergrund stellt sich schon die Frage, ob und warum sich Europäer schützend vor die Juden in Europa stellen sollten. Die Antwort, dass nach den Juden die nächste Gruppe in Europa der Verfolgung durch Moslems ausgesetzt sind, überzeugt mich nicht. Denn in einem Konflikt schaue ich, wer gehört zu mir? Wer sind meine Freunde, wer meine Verbündeten?

    Von meine jüdischen Mitbürgern habe ich noch keine Forderungen nach “Grenzen dicht!” oder “Remigration” gehört. Im Gegenteil offizielle Stellungnahmen betonen die Forderungen nach offen Grenzen, “bunt” und ethnischer Vielfalt. Also, wenn sich ein europäischer Mann schützend vor Leute stellt, die muslimische Zuwanderung propagieren, macht er das Problem nicht kleiner. Er stellt nur sicher, dass es weiter wachsen kann.

    Konkret gesagt, wenn jemand mit “Refugees welcome” T-shirt von Migranten zusammengeschlagen wird, werde ich ihm nicht helfen. Er soll ruhig seine Erfahrungen machen. Vielleicht lernt er ja was draus und fordert in Zukunft auch “Grenzen dicht!”. Mit den jüdischen Gemeinden in Europa ist es m.E. dasselbe. Sollen sie ihre Erfahrungen mit den Moslems machen, vielleicht lernen sie etwas daraus.

    Im Abendland wäre durchaus auch Platz für Juden, aber eben nur als eine Gruppe, die das Abendland verteidigt. Wenn ich Juden mal auf einer Demo sehe, wo sie “Grenzen dicht” fordern, dann werde ich Juden gegen Moslems verteidigen. Vorher sind sie Teil des Problems.

    1. @Karl : Hmmm…was soll ich denn jetzt noch schreiben,eigendlich stimme ich deiner Aussage voll zu…bliebe höchstens noch zu erwähnen das man aufhören sollte ständig das”Jude” als Alleinstellungsmerkmal hervor zu heben das man Deutschland seit 45 permanent und all zu gerne um die Ohren haut…erst dann könnte evtl was gemeinsames daraus entstehen. Ich persönlich halte eh nichts von Glauben und Religion…wozu Das benutzt wird,zeigt dieser Artikel und das Verhalten/Wirken deutscher Politiker nur all zu deutlich.

    2. Ich würde auch jemandem mit “Refugees welcome”-T-Shirt nach Kräften helfen, denn wer Hass von den einen und Beistand von den anderen erfährt, für den sollte es noch leichter fallen, zu wissen, auf welcher Seite er in Zukunft steht.

  2. “Änderungsantrag der AfD wurde abgelehnt, der die Tätergruppe um muslimische Judenfeinde erweitert hätte. Das magische Wort an der Sache ist das auch…”

    Es kann halt nicht sein,was politisch nicht sein darf…seit 1945 wird Deutschen 24/7 eingebläut das Antisemitismus und Judenhass nur von Deutschland und der deutschen Bevölkerung ausgeht. Ein probates Mittel um Biodeutschen eine Generationenschuld und Sippenhaftung zu implimentieren,ohne die man den ewigen Aderlass Deutschlands vor der Bevölkerung nicht rechtfertigen könnte…eingefädelt,unterstützt und immer wieder neu befeuert durch die immer noch so beliebten transatlantischen Scheinfreunde USA.

    “”Verstehen Sie mich nicht falsch. Ich kritisiere hier einen doppelten Standard bei der Moral. Hier wird mit zweierlei Maß gemessen, hier gibt es Opfer erster und Opfer zweiter Klasse.””…
    Da gibt’s nix falsch zu verstehen,denn genau das ist der springende Punkt deutscher Politik und Gesetzgebung…Ein Staat dessen Regierung das Wohl von Minderheiten im Land über den des eigenen Staatsvolkes stellt, disqualifiziert seine Biobevölkerung zum Menschen zweiter Klasse…entweder sind vor dem Gesetz alle gleich oder alle nicht gleich,ansonsten gibt’s Zoff im Land.

    “”Manch einer mag jetzt sagen, dass ihm die Juden egal sind und es ihn nicht stört, wenn sie Opfer von Angriffen werden.””…

    Richtig…ist mir auch egal, ich unterscheide dabei nicht nach Religionszugehörigkeit…solang mir der Staat aber vorschreiben will wen ich zu bedauern habe und wen nicht, huscht mir bei der Meldung “Jude vermöbelt” oder Muslim vermöbelt” nur’n müdes Lächeln übers Gesicht . Auch wenn ich deinen Blog mag,wegen der doch durchgängig guten Artikel,reitest du mir hier zuviel auf dem Judenschutz rum…in erster Linie sind sie Menschen wie du und ich, was Glaube und Religion dann draus macht steht auf nem anderen Blatt und sollte gesondert in Erwägung gezogen werden. Ich habe es satt das Judentum und Islam hier einen Sonderschutz zugestanden wird und immer nur als Opfer bezeichnet werden…schafft Religionen ab und viele Probleme lösen sich in Wohlgefallen und Rauch auf.

    1. @Sven: Wenn Religionen abgeschafft werden, bilden sich neue Religionen. Die Menschen glauben immer irgendetwas. Red mal mit einem überzeugten Grünen, der glaubt an Gleichheit, Feminismus und Genderkunde mit einer Inbrunst, wie seine Vorfahren an den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist. Die moderne Welt hat sich eine neue Religion geschaffen – eine Religion ohne Gott, aber diese Religion wird gelebt, ihr werden Opfer gebracht und ihre Gebote werden streng in allen Lebensbereichen befolgt.

      1. @Karl: Japp…das ist leider die Krux an der Sache, und recht verwunderlich das man im 21. Jahrhundert noch was braucht zum anbeten.
        Kann ich jedenfalls nicht nachvollziehen…für mich zählen Tatsachen&Fakten und keine Mythen die man sich durch irgendwelche Religionen zusammen fabuliert.
        Feminismus und Genderwahn sind die grössten Pestilenzen der
        Neuzeit und fähig ganze Gesellschaften zu zerstören…absolute Gleichmacherei- ein Wunschtraum Linker und Grüner Aktivisten- es war nie alles Gleich und wird es nie sein,und das ist auch gut so…leben und leben lassen.

        Mit nem Grünen red ich mal lieber nicht…könnte passieren das er letztendlich heult 😉
        Religion darf nie das Zusammenleben einer Gesellschaft bestimmen oder beeinflussen…das schafft aber keine Religion,nichtmal die Christliche hält sich aus Staatsangelegenheiten raus.
        Aus diesem Grund sind Religionen für mich nur Ideologieen mit mehr oder weniger politischem Einfluss und gehören deshalb verboten.
        Langes Thema…kann man elendig drüber diskutieren…Fakt ist eines,am Ende landen wir alle 1,80m tief unter der Erde-was also bringt dann Religion/Ideologie/Glaube…….

  3. Guter Beitrag, kann ich voll unterschreiben. Seit 2015 ist die CDU auch unwählbar geworden – Gruß, ein ehemaliger CDU-Wähler aus Brandenburg. Der wachsende Judenhass und die deutschenfeindliche Stimmung an Schulen beweist leider, dass unser Integrationsmodell gescheitert ist. Vernünftige Politik wäre eine andere gewesen! In diesem Sinne: Merkel muss weg!

Schreibe einen Kommentar

Kommentareingaben werden zwecks Anti-Spam-Prüfung an den Dienst Akismet gesendet. Gespeicherte IP-Adressen werden nach 7 Tagen gelöscht. Weitere Informationen zur Verarbeitung Ihrer Angaben und Hinweise zum Widerrufsrecht finden sich in der Datenschutzerklärung.