Visegrad bleibt standhaft: “Jene die die Masseneinwanderung nicht stoppen wollen, werden von ihr verschlungen werden”

Im März hielt Viktor Orbán eine eindringliche Rede, die wir hier für Sie in Teilen aus der englischen Übersetzung ins Deutsche übersetzt haben. Zum 15. März 2018 versammelten sich Hunderttausende Ungarn, um der Revolution von 1848 zu gedenken, in welcher die Ungarn für ihre nationale Unabhängigkeit von der Habsburger Monarchie kämpften.

 

Ein herzliches Willkommen an alle Anwesenden auf den Feierlichkeiten der ungarischen Freiheit! Ich begrüße die Teilnehmer des Friedensmarsches! Ganz besonders begrüße ich unsere polnischen Freunde! Unsere Zusammengehörigkeit ist natürlich, unser Zusammenhalt ist ein Quell der Kraft.

«Ungarn und Polen sind zwei ewig lebende Eichen, die einen eigenen Stamm haben wachsen lassen, doch ihre Wurzeln sind miteinander verflochten. Deshalb ist die Existenz und die Kraft des einen die Voraussetzung für das Leben und die Gesundheit des anderen.» Daran hat sich bis heute nichts geändert. Wenn Polen stark ist, dann kann auch Ungarn nicht verloren gehen. Wenn wir stark sind, dann können wir unseren polnischen Freunden helfen. Deshalb ist der Friedensmarsch jetzt auch kein einfaches Zusammenkommen für die Sache der Heimat, sondern auch ein Engagement für Polen. Respekt für Polen! Respekt für Ungarn!

Wenn Polen stark ist, dann kann auch Ungarn nicht  untergehen. Wenn wir stark sind, dann können wir unseren polnischen Freunden helfen. Deshalb ist der Friedensmarsch jetzt auch kein einfaches Treffen für die Sache der Heimat, sondern auch ein Engagement für Polen. Respekt für Polen! Respekt für Ungarn!

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Wir sind die Nachfahren der Revolutionäre und Freiheitshelden von 1848! Daher müssen wir heute, genau wie vor 170 Jahren, direkt und ehrlich reden. Wenn wir nicht klar aussprechen, was mit Ungarn geschieht, und warum das passiert, dann wird dies niemand verstehen.[…]

(Zitat von Sándor Petőfi, ungarischer Nationalheld) :«Sollen wir Sklaven sein oder Freie?» Jeder versteht es und ein jeder weiß, wie die Antwort auf diese Frage lauten muss! Wir haben schon vieles im Laufe der vergangenen dreißig Jahre gemeinsam vollbracht,  wir haben viele große Kämpfe, und viele erinnerungswürdige Schlachten gemeinsam ausgefochten, doch steht uns die größte Prüfung, die wir in unserem Leben werden vollbringen können, die größte Schlacht, die wir gemeinsam werden ausfechten können, noch bevor.

Es spricht alles dafür. Die Situation ist die, meine lieben Freunde, dass man uns unser Land wegnehmen will. Nicht mit einem Federstrich, wie vor 100 Jahren in Trianon. Jetzt will man, dass wir Ungarn im Laufe einiger Jahrzehnte freiwillig anderen übergeben sollen, die von anderen Kontinenten kommenden Fremden, die unsere Sprache nicht sprechen, unsere Kultur, unsere Gesetze und unsere Lebensform nicht respektieren. Man will, dass ab jetzt  nicht mehr wir und unsere Nachkommen hier leben sollen, sondern irgendwelche andere Menschen. Hierbei ist nichts übertrieben. Täglich sehen wir deutlich, dass große westeuropäische Völker und Nationen Schritt für Schritt, von Bezirk zu Bezirk, von Stadt zu Stadt ihr Land verlieren. Die Situation ist glasklar, dass jene, die die Masseneinwanderung an ihren Grenzen nicht stoppen wollen, von ihr verschlungen werden. Sie werden langsam aber sicher absorbiert. All dies wollen uns äußere Kräfte und internationale Mächte mit Hilfe ihrer Handlanger hier in Ungarn aufzwingen […]

 



 

1848 lehrt uns: Ungarn muss ein freies und souveränes, ja ein ungarisches Land sein. […] Wir Ungarn sind an einem weltgeschichtlichen Wendepunkt angekommen. Noch niemals haben sich die nationalen und globalistischen Kräfte so offen bekämpft. Hier auf der einen Seite haben wir die national gesinnten Millionen und auf der anderen Seite eine kleine Clique von elitären Weltbürgern. Da die Nationalstaaten, Grenzschutz, Familienwerte, der Glaube an harte Arbeit und auf der drüben die Begrüßer der offenen Gesellschaft ohne Grenzen, mit neuartigen Familien, wertloser Arbeitsklaven, kontrolliert von einer Armee abgehobener Bürokraten, die von keiner Instanz zur Verantwortung gezogen werden können. Es ist ein Kampf zwischen den nationalen und demokratischen Kräften und den übernationalen und antidemokratischen Kräften. […]

[…]

Ich weiß, dass dieser Kampf für alle schwer ist. Ich verstehe auch, wenn einige Angst haben.

Das ist verständlich, da wir mit einem Gegner kämpfen müssen, der uns unverständlich ist, weil er nicht mit offenem Visier kämpft, sondern  sich versteckt. Er ist nicht direkt, sondern listig, nicht ehrlich, sondern bösartig, nicht national, sondern international, er glaubt nicht an die harte Arbeit, sondern spekuliert mit dem Geld, er hat keine eigene Heimat, da er das Gefühl hat, die ganze Welt gehöre ihm. Es ist nicht großzügig, sondern rachsüchtig und er attackiert immer das Herz und die Seele, besonders dann, wenn diese rot, weiß und grün sind.

Aber, meine lieben Freunde, wir haben immer schon gewusst, dass hier nicht um Murmeln gespielt wird. Die ungarische Geschichte hat uns daran gewöhnt, dass wir auch um Dinge kämpfen müssen, die bei glücklicheren Völkern eine Selbstverständlichkeit sind. Bei uns reicht eine einzige Unsicherheit aus, es reicht eine ungeschickte Regierung, ein schlechtes Wahlergebnis, und schon schwimmt alles weg, wofür wir hart und über Jahre hinweg gearbeitet haben. Dies hier ist ein sehr instabiler Fleck der Welt, wo die Geschichte uns keine Pausen gewährt. […] Unsere Vorfahren haben sehr richtig gesagt: «Ein feiges Volk hat keine Heimat» und deshalb haben wir unseren Mut zusammengenommen, wenn es sein musste. Es war nie einfach, das stimmt!

Schauen Sie  nur auf die Skulpturen hier auf dem Platz. Andrássy wurde vom Kaiser in Wien zum Tode verurteilt. Rákóczi starb in der Verbannung. Kossuth wurde von den Österreichern vertrieben und István Tisza erschossen die Kommunisten. Es war nie einfach, doch am Ende haben trotzdem immer wir gesiegt! Am Ende haben wir den Sultan mit seinen Janitscharen nach Hause geschickt, den habsburgischen Kaiser mit seinen Soldaten, die Sowjets mit ihren Genossen und jetzt schicken wir auch Onkel Gyuri zusammen mit seinem Netzwerk nach Hause.

Es ist geradezu ein Mysterium, wie wir es nach so vielen Notlagen immer wieder geschafft haben uns über Wasser zu halten. Wie kann es sein, dass wir nach tausend Jahren noch immer hier sind?

Vielleicht, weil wir immer gewusst haben, dass unsere Existenz einen Sinn außerhalb unserer Selbst besitzt. Wir haben immer gewusst: Hier gibt es eine Kultur, eine Seele und einen Geist, die über Jahrhunderte hinweg die Herzen erhaben gemacht haben, die Menschen getröstet haben und die auch uns am Leben erhalten.

Wir besitzen noch ein gemeinsames Ideal, wir haben noch unsere nationale Selbstachtung. Wir sind noch nicht so weit vom Christentum abgekommen, dass unsere Wurzeln gerissen wären. Natürlich wird der Glaube auch bei uns manchmal erschüttert und auch der Nationalstolz kriegt hier und dort Dellen, aber  haben wir diese Dinge nie aufgegeben. Deshalb sind sie auch nicht verlorengegangen und deshalb erleben  sie wieder und immer wieder ihre Auferstehnung, strömen aus und erobern unsere Herzen.

[…]

Ungarn! Die Fahnen hoch! Steht und kämpft! Es lebe die ungarische Freiheit, es lebe die Heimat! Vorwärts zum Sieg!

 

 


 

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Geboren in Berlin und aufgewachsen im Wedding und Moabit.
Young German ist der Initiator und Hauptautor unseres Blogs. Ein Vielschreiber mitte 20, dessen Hauptfokus auf Außen- und Innenpolitik sowie militärischen Themen liegt. In seiner Freizeit treibt er gern Sport und verbringt viel Zeit in der Natur, sofern er das als Städter einrichten kann und das Studium es erlaubt. Wie viele seiner Generation sucht er die Entspannung auch gerne mal in Form von Games, SciFi und Fantasy.

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