Das ungeliebte deutsche Proletariat – der linke Ekel vor dieser Wählerschaft

 

In einem Artikel der NYT(Workers of Germany, Unite: The New Siren Call of the Far Right) oder wie ich sie nenne: das linksextreme Propagandablatt der US-Demokraten, wurde ein guter und interessanter Einblick in die Person von Guido Reil gegeben, der für die AfD in Essen, also im Ruhrgebiet, große Erfolge erzielen konnte. Und das obwohl der Ruhrpott eigentlich das sozialdemokratische Herz unseres Landes war und sich die SPD nicht wirklich bemühen musste, um die Wählerstimmen der Arbeiter einzufangen.  Dort sind die Gewerkschaften traditionell stark, die Sozialdemokratie kriegt man quasi mit der Muttermilch ins Blut und wählt eigentlich bis an sein Lebensende, wenn man nicht zu der besserverdienenden Bürgerschicht gehört, nur SPD oder vielleicht Linke.  Umso erschreckender muss es für die SPD gewesen sein, als der Wähler ihr im letzten Jahr das Vertrauen entzogen hat und plötzlich begann die rechte AfD in Massen zu wählen. In Essen holte Guido Reil, der Kohlekumpel aus dem Volk, sogar knapp 15% der Stimmen für die Partei.

Das ist vor allem dadurch möglich, weil die SPD schon lange nicht mehr für den kleinen Mann aus dem Volke einsteht und schon gar nicht für den kleinen deutschen Mann. Den Volksbezug hat man ja bereits im Landtag entfernen lassen, rühmt sich als Mosaik der Völker der Welt und schaut beschämt weg, wenn einstige Juwelen deutscher Industriestädte wie Essen und Bottrop vor die Hunde gehen. Geschlossene Zechen, abgesperrte und verfallene Industrieparks, leere Einkaufsstraßen am Samstag in der Essener Innenstadt und die Explosion von Kriminalität im öffentlichen Raum, interessieren die Genossen der Sozialdemokraten selbstverständlich nicht. Der moderne Sozialdemokrat ist kein Arbeiter mehr, von denen es ja eh immer weniger gibt.  34% aller Arbeiter holte die AfD in der letzten Bundestagswahl – ein Wert, der doppelt so hoch ist wie bei der SPD, die mit Eurokraten und Bonzenfiguren wie Martin Schulz, einer alternden Aggro-Emanze namens Andreas Nahles und einem Ralf Stegner so etwas wie das Trio des Todes für den deutschen Proletarier darstellen dürfte. Abgehoben, volksfremd und keinen einzigen Tag im Leben so gearbeitet, wie das Klientel das man vorgibt zu vertreten.



Angestellte im öffentlichen Sektor hingegen, vor allem vermutlich dort, wo die SPD mit der Kasse draufsitzt, wählen die Sozialdemokraten. Lehrer, Beamte und alle, die derzeit an den Futtertrögen der Altparteien gut versorgt sind. Meine ganze Lehrerschaft aus dem Gymnasium tickte rot bis dunkelrot, wählte SPD, wohnte aber am Stadtrand in guten Halbvillen und war gut genug abgesichert, um nicht zum Proletariat zu gehören. Die neuen Sozialdemokraten sind die satten Gutmenschen aus den Städten, die ihre Kinder auf Privatschulen schicken, soziale Gerechtigkeit predigen und sich beim Wahlkampf nicht in die Bezirke der deutschen Arbeiterschicht trauen, weil diese entweder vor Kriminalität überlaufen sind oder aber wirklich von diesen alten Kumpeln bewohnt werden. Die moderne Linke hasst nämlich die deutschen Proletarier, die Einheimischen, weil viele von ihnen verstanden haben, dass es einen direkten Zusammenhang zwischen Einwanderung, Sozialsystem und Wohlstand gibt, der für sie nicht positiv ist. Dass sie das auch mal in «Berliner Schnauze» artikulieren, stößt den Linken in der Regel übel auf und gefällt ihnen nicht. Für den deutschen Bauarbeiter, mit dem ich im Berliner Wedding und Reinickendorf (MV) öfter das Vergnügen hatte, stellt es sich eben ungefähr so dar: «Ick hab nix gegen Ausländer, aber des sind zu viele!».  Das will der Abgeordnete der SPD nicht hören und meidet dieses Klientel, weil ihm der Große Austausch wichtiger ist, als die Interessenvertretung bei sogenannten den DEAD-WHITE-MEN. So bezeichneten einige US-Demokraten und ihre Anhänger in den urbanen Gebieten der Ost- und Westküste diejenigen Wähler im mittleren Westen, die sie zu den Verlierern der Globalisierung zählen. Also alle diejenigen, die nicht in einem Bankgebäude, einer Redaktion oder einem hippen Start-Up arbeiten können, sondern ihr Geld beim Holzhacken, Ernten und im Bergbau verdienen. Also die Industriegebiete, die im Niedergang begriffen sind, aber immerhin dafür sorgen, dass die hippen Redakteure  der NYT vegane Wurst für ihr glutenfreies Sandwich kriegen können.

Glaubt denn irgendwer, dass eine Figur wie SPD Bürgermeister Michael Müller seine deutschen Arbeiter im Berliner Wahlvolk mag? Das ist für ihn bildungsferner «Abschaum», wie Sigmar Gabriel es formulieren würde. Die ewiggestrigen alten Männer und Frauen, die einfach nicht akteptieren wollen, dass sie im großen Spiel der sozialen Umverteilung die Abgehängten sind, weil sie womöglich die falsche Hautfarbe haben oder einfach nicht die Qualifikationen mitbringen, um in der schönen neuen Welt Erfolg zu haben. Im Deutschland, wo die Besserverdiener gut und gerne leben, ekelt man sich vor den deutschen Arbeitertypen, die sich einfach nicht kultiviert genug ausdrücken können, wenn sie versuchen ihre Zuwanderungsbedenken zu erklären. Ein Harry Lehmann aus’m Pott kann eben keine 15-seitige Abhandlung in Beamtendeutsch darüber verfassen, warum der hohe Anteil an geringqualifizierten Zuwanderern, Kriminellen und die Dysfunktionalität des Sozialsystems ihm persönlich als Bürger Schaden zufügt.

Harry sagt eben beim Bier mit seinen Kumpels, dass  «für die Ausländer plötzlich ganz viel Geld da ist, für uns aber nie!». Wenn man sich die 100 Milliarden ansieht, die unsere Bundesregierung für die Bewältigung der ersten Wogen der Flüchtlingskrise in die Hand nimmt, dann könnte an dieser Aussage etwas dran sein. Jeder Abgeordnete der SPD oder der LINKEN flüchtet sich natürlich beim Anblick dieser rustikaleren Wählerschicht mit biodeutschen Nicht-Migrationshintergrund, die das goldene Kalb  der Linken (die Migrationspolitik) anfeindet, hinter seine zwei Leibwächter in den Porsche. «Hilfe, Hilfe! Die Arbeiter sind jetzt auch Nazis!»

Die AfD wird, wenn sie die soziale Frage nicht vernachlässigt, ganz gewiss noch mehr Erfolg bei den deutschen Arbeitern erzielen können. Bestes Beispiel dürfte meine eigene Familie und ihr näherer Umkreis sein, die fast alle von ehemals SPD-Wählern zu treuen Anhängern der AfD geworden sind(bis auf einen sturen Bock, der lieber gar nichts wählt), weil die Zuwanderungsfrage eben nicht von der sozialen Frage getrennt werden kann. Thorben Malte von der Antifa am Uni-Campus, der sein Leben lang noch keine Werkstatt besucht hat und mit 28 bei Papi und Mami in Frohnau wohnt, versteht das natürlich nicht.

Multikulti ist schön, weil er ja mit dem schwulen, arabischen Hipster aus Kreuzberg befreundet ist, statt mit den libanesischen Clans, die den Wedding regieren und Leuten am Kiosk Pistolen an den Kopf halten.


 

Foto: Pixabay


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Geboren in Berlin und aufgewachsen im Wedding und Moabit.
Young German ist der Initiator und Hauptautor unseres Blogs. Ein Vielschreiber mitte 20, dessen Hauptfokus auf Außen- und Innenpolitik sowie militärischen Themen liegt. In seiner Freizeit treibt er gern Sport und verbringt viel Zeit in der Natur, sofern er das als Städter einrichten kann und das Studium es erlaubt. Wie viele seiner Generation sucht er die Entspannung auch gerne mal in Form von Games, SciFi und Fantasy.

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