“America alone” – Auflösung der westlichen Dominanz und das Ende Europas – von Mark Steyn

 

 

Mark Steyn, gebürtiger Kanadier und mittlerweile US-Amerikaner, schrieb bereits 2006 sein Buch “America Alone, The End of the World as we know it” (Amerika allein: Das Ende der Welt, wie wir sie kennen) und wurde selbstverständlich für sein «islamophobes Werk» von der linken Mainstreampresse zerissen, von den Konservativen begrüßt und von einigen Liberalen heimlich gefeiert. Eine nationale Begutachtung des globalen Westens als politisches Konzept geht dem Buch als Grundlage voraus. Man kann es nicht verstehen, wenn man den Westen nicht als liberal-demokratische Einheit anerkennt, die einem islamischen Resurgenten gegenübersteht, der sich als «demographische Massenvernichtungswaffe» darstellen könnte. Für Mark Steyn ist Demographie so ziemlich alles, sowohl Wurzel als auch Krone des Baums. Wer nicht versteht, was Demographie für Auswirkungen auf Gesellschaften hat, besonders auf Demokratien, die auf Wählerblöcke angewiesen sind, kann das Buch sein lassen. Ihm kann Mark Steyn nicht helfen.

Demographie ist Schicksal

Steyn erwähnt in der Mitte seines Buches die Anekdote vom Weihnachtsfrieden 1914, wo britische und deutsche Soldaten über die Gräben des Weltkrieges hinweg zueinander fanden, Weihnachtslieder sangen und die Humanität im Gegenüber wiederentdeckten.  Dass dies mit dem Islam möglich sei, schließt Steyn quasi aus. Nicht weil er sich das so wünscht, sondern weil es von höchster Stelle des sunnitischen Islams so verkündet wurde – Kein Frieden auf Erden, ehe nicht die ganze Welt das Wort des Propheten gehört hat.

Der Westen (Nordamerika, Australien, Neuseeland, West- und Mitteleuropa) der durch Aufklärung und Liberalismus derzeit eine Blüte und gleichzeitig einen Untergang erfährt, irrt in der Annahme, dass es zwischen Riad und Washington oder zwischen Berlin und Kairo eine ähnliche humane Aussöhnung geben könnte, wie 1914 in den Gräben Europas. Das Mindset, die Geisteshaltung in der islamischen Welt, sei grundverschieden und die klare Antithese zum Westen, der auf Humanismus, Liberalismus und Dialog fußt. Europäische Demokratien würden sich selber ganz demokratisch in theologische Diktaturen verwandeln, zumindest am Ende ihres Lebens, wenn die muslimischen Bevölkerungsanteile groß genug sind, um die Demokratie gegen sich selbst zu wenden und letztendlich zu zerstören. «Ethnic vote» heißt das Stichwort, wo linke, tendenziell einwandererfreundliche Parteien um die Stimmenanteile der Zuwanderer buhlen, immer mehr von ihnen ins Land holen müssen, weil sie bei der angestammten Bevölkerung durch genau diese Migrationspolitik an Zuspruch verlieren. Ein absurder Teufelskreis entsteht: mehr Migranten sind nötig, die schnell Wahlrecht und Einbürgerung bekommen müssen, um die Mitte und Links-Mitte-Parteien an der Macht zu halten, weil sich Widerstand von Rechts formiert und Wählerstimmen bei den Autochonen wegbrechen. Das führt zur Entfremdung bei den angestammten Europäern, die sich von der Masse an Migranten eingeschüchtert fühlen, Angst um Wohlstand und ihre Zukunft haben und sich dann anderen Parteien zuwenden. So entsteht ein Wettrennen in den westeuropäischen Nationen. Wie schnell kann man die Europäer austauschen, bevor sie sich an der Wahlurne gegen die Austauscher wenden? Die Neubürger müssen daher immer schneller und in größer Anzahl zugeführt werden, weil die Pro-Immigrationsparteien ansonsten die Wahlen und damit ihre Macht verlieren würden.



Dschihad für Allah vs. McDonalds für Cindy

«Warum sollten wir weinen? Es ist wie ihr Hochzeitstag, der glücklichste Tag in ihrem Leben.» – Antwort einer palästinensischen Familie auf die Frage, ob sie den Tod ihrer Tochter betrauern, die sich in einem jüdisch-arabischen Café im Jahr 2003 in der Stadt Haifa in die Luft gesprengt hat. 19 Gäste starben, als die etwa 20-jährige sich dort in die Luft sprengte und nur ihr abgerissener Kopf übrig blieb. Das interessante an diesem Stück Kopf war, dass es nicht die verschleierte Islamistin war, die man erwartete, sondern eine junge Frau mit Make-up und westlichem Haarstyling sich dort für Allah in die Luft gejagt hat.  Dass Enthauptungsvideos bei pakistanischen Männern zu den beliebten Medien auf ihren Smartphones gehören, ist ein weiteres Detail in diesem globalen Weltkrieg der Ideologien, der den meisten Politikern in Westeuropa entgeht. Zu glauben, dass sich Dschihadisten und westliche Bobos in die Arme fallen würden, wenn alle Grenzen abgeschafft und alle Nationen aufgelöst sind, sei zwar naiv, aber ein weit verbreiteter Wahnsinn unter den Entscheidungsträgern bei Medien und Politik. «Imagine, imagine there are no borders!» riefen die Linken in New York bereits 2004 und 2005 zum Ende der Ära Bush, als immer mehr illegale Migranten aus Mexiko in die USA drängten. Dass damit auch die Barbarei der Kartelle einwandern könnte, interessierte sie nicht. Und so kam es ja auch, was man an der Popularität des Films Sicario(wir haben ihn hier rezensiert) nachträglich, über zehn Jahre später sehen kann. Die Menschen, die zu uns kommen, bringen auch ihre Ideen und ihre Probleme mit sich. Es beschränkt sich nicht nur auf ihre Körper und daher ist es grundlegend falsch davon auszugehen, dass enthauptete mexikanische Polizisten, die im Rio Grande vermodern, nicht auch bald zur Normalität in den USA gehören. Der Drogenkrieg hat mittlerweile auch die Bundesstaaten der USA erreicht, die der südlichen Grenze am nächsten sind.  Die Vorstellungskraft der linken Weltverbesserer, die mit dem FREE TIBET Aufkleber auf ihrem Fahrrad durch New York und Kalifornien trudeln, gehe nicht über die Wahl des besten Chia-Samenproduktes hinaus. Die Möglichkeit, dass unsere Zivilisation sehr zerbrechlich sein könnte, werde von den meisten Menschen im Westen nicht mehr als Wahrheit akzeptiert.

Enthauptungsepidemien in Mexiko sind dann eben bald auch das Problem der USA, wenn man Europas Selbstauflösung nachahmen will. Dass sich Europa auflöst, sagte Steyn bereits 2006 mit einem Blick auf Einwanderungspolitik und Demographie. Die Tatsache, dass Angela Merkel seine schlimmsten Prophezeiungen sogar noch überflügelte und die Zerstörung des Kontinents beschleunigte, ahnte auch Steyn nicht und zeigte sich sichtlich schockiert, aber irgendwie zufrieden in den sozialen Medien. Wenigstens behielt er Recht.

 

@MarkSteynOnline

 

«Amerika alleine» bedeutet, dass Mark Steyn im Jahr 2006  unser Europa bereits abgeschrieben hat. Der Kontinent würde sich in den nächsten 100 Jahren, das ist simple Mathematik, selber islamisieren und als Verbündeter für die USA, wenn sie nicht selber diesen Irrweg gehen, wegfallen. Steyn ist Advokat einer neokonservativen Weltpolizei unter Federführung der USA und warnt hinsichtlich der Entwicklung hier auf dem Kontinent vor einer zu laschen Einwanderungspolitik. Für Westeuropa sei es zu spät! Doch Nordamerika könnte sich noch selber retten, wenn es nur die richtigen Lehren aus dem Untergang des letzten Europas ziehen würde. Dass es das «letzte Europa» sein wird, das diesen Namen noch verdient, bezweifelt Steyn im Jahre 2018 wirklich nicht mehr. Nordamerika muss alleine bestehen und wird die letzte Bastion westlicher Zivilisation in einem neuen Dunklen Zeitalter, einem geistigen «Dark Age» sein. Europas letzte Zuckungen würden brutal und blutig sein, während die islamischen Länder durch die Demographie allein mit  2 Milliarden Menschen, Tendenz steigend, Eurasien und Afrika kontrollieren werden. Rückzug auf den nordamerikanischen Kontinent sei  dann vermutlich die einzige Option, die dem Westen als politisches Konstrukt noch bleibt.

Weiterführend:

Douglas Murray: der seltsame Tod Europas – Immigration, Identität und Islam

 


 

Hat dir der Beitrag gefallen? Wir auf YOUNG GERMAN stecken viel Arbeit und Herzblut in unsere Artikel und wollen uns dauerhaft als alternatives Medium etablieren. Du kannst dich bei uns bedanken, indem du auf Facebook, Twitter oder Minds.com dein “Like” hinterlässt, uns einen Kaffee spendierst oder ein monatlicher Unterstützer auf Patreon wirst. Mit deiner Hilfe wollen wir wachsen und ein unabhängiges alternatives Medium zu den Massenmedien anbieten!


Buy Me A Coffee at Ko-Fi.com

https://www.patreon.com/Younggerman https://www.facebook.com/TheYoungGerman https://www.minds.com/Younggerman

 



Geboren in Berlin und aufgewachsen im Wedding und Moabit.
Young German ist der Initiator und Hauptautor unseres Blogs. Ein Vielschreiber mitte 20, dessen Hauptfokus auf Außen- und Innenpolitik sowie militärischen Themen liegt. In seiner Freizeit treibt er gern Sport und verbringt viel Zeit in der Natur, sofern er das als Städter einrichten kann und das Studium es erlaubt. Wie viele seiner Generation sucht er die Entspannung auch gerne mal in Form von Games, SciFi und Fantasy.

One thought on ““America alone” – Auflösung der westlichen Dominanz und das Ende Europas – von Mark Steyn

Schreibe einen Kommentar

Kommentareingaben werden zwecks Anti-Spam-Prüfung an den Dienst Akismet gesendet. Gespeicherte IP-Adressen werden nach 7 Tagen gelöscht. Weitere Informationen zur Verarbeitung Ihrer Angaben und Hinweise zum Widerrufsrecht finden sich in der Datenschutzerklärung.