Das kleine Dorf auf dem Land: “Hier kann uns doch nichts passieren!”

Maria saß mit ihrem Hund in der Sonne eines sommerlich warmen Nachmittags. Der Juni war gekommen und hatte den letzten Atem des Winters, der noch in den Nächten nachhing, verjagt. Mittlerweile hatte sie sich an die Stille und Einsamkeit hier im Dorf gewöhnt, obwohl sie doch als Stadtmensch geboren wurde. Erst vor zwei Jahren war sie mit ihrem Mann Friedrich ins Dorf hier in Brandenburg gezogen, etwa eine Autostunde von Berlin entfernt. Hier, so wusste sie, würde sie den Rest ihres Lebens in Frieden verbringen können.

Von der Veranda aus betrachtete sie angenehm umspielt von der Sonne ihre Kinder, Mia und Susanna, beide vier Jahre alt, beide Zwillinge und ihr ganzer Stolz. Ihretwegen war sie aus Berlin herausgezogen, damit die Kinder es mal besser haben sollten. «Susanna, nicht so doll schubsen bitte!» rief sie der größeren von beiden Schwestern zu, bevor sie sich neuen Kaffee einschenkte. Hier im Dorf, so wusste sie, würde sie von den Unruhen in der Stadt verschont bleiben.

Friedrich kam heran geschlurft , der leichte Wohlstandsbauch drückte durch den grauen Pullover hindurch auf seinen Gürtel.

Ihr Mann, ein Anwalt, setzte sich neben sie an den Tisch, bediente sich ebenfalls am Kaffee und lächelte. Mit 45 hatte ihn der Stress und das Karriereleben frühzeitig altern lassen. Das Blond seiner Haare war schnell grau geworden. Aber sie liebte ihn  für seine ruhige Art, auch wenn es nicht immer einfach war. Früher in ihrem Leben hatte sie andere Männer bevorzugt, die stürmischer und unzähmbarer waren. Jetzt hatte sie sich jedoch mit diesem Leben arrangiert. Friedrich nahm eine Zeitung hervor, schlug sie vor sich auf und seufzte. Nach wenigen Sekunden legte er sie wieder entnervt weg.




«Nur schlechte Nachrichten.» Seine Worte klangen so bitter, wie der Kaffee schmeckte. Seit den Unruhen hatte er keine Kunden mehr, konnte seiner Arbeit in der Stadt nicht nachgehen. Die Kanzlei in Berlin Mitte war während einer Demonstration irgendwie ins Kreuzfeuer der Parteien geraten und zusammen mit einem Supermarkt und einer Drogerie in Brand gesteckt worden. Die Versicherung meldete sich nicht. Auch auf Anrufe reagierte man bei Sichert & Söhne nicht mehr und Maria vermutete, dass sich die Inhaber ins Ausland abgesetzt hatten. Vielleicht, so dachte sie kurz, hätten sie das auch tun sollen. Aber Friedrich hatte lange für das Haus im Dorf gespart, hatte es vor vier Jahren renovieren lassen. Käufer fand man nicht in diesen Zeiten und so kam es eben, dass sie hierher gezogen waren. Charlottenburg, wo sie früher gewohnt hatten, war nicht mehr sicher.

Sie las die obere Schlagzeile der Zeitung: 08. Juni 2045: «Loyalisten ergeben sich in Spandau, ISD-Kämpfer stürmen Rathaus.»

Friedrich, immer aufmerksam, bemerkte ihren Blick. «Das ist weit weg Schatz. Hier kann uns nichts passieren. Berlin …»

«Ist eben Berlin. Ein Fall für sich, sagst du immer.» Maria nickte, versteckte ihre Sorge ob dieser Entwicklung jedoch, indem sie einen tiefen Schluck aus dem Kaffeebecher nahm. Die Hitze ließ kleine Schweißperlen an ihrer Stirn herabsinken.  Berlin war anders! Eben die Großstadt. Hier war alles noch in Ordnung, hier auf dem Dorf. Die Töchter gingen in einen christlich-evangelischen Kindergarten, obwohl Maria selber zwar getauft, aber seit ihrer Schulzeit nicht mehr gläubig war. Aber so war das eben hier.  Dreihundert Menschen lebten in dem kleinen Ort hinter dem Wald, nah an einem See. Das Dorf war abgelegen, kaum bekannt und hier gab es nicht viel zu holen, glaubte sie zumindest.

Von den Plünderungen in den Städten hatte sie natürlich gehört. Das ging schon seit mehrere Jahren so und fing an, als die ersten Unruhen in Duisburg und Essen ausbrachen. Andere Städte folgten, die Polizei kollabierte, die Armee war nicht in der Lage die Unruhen zu verhindern und beschränkte sich nur darauf ihre eigenen Kasernen zu schützen. Dann, vor etwa zwei Jahren, explodierte eine Bombe unter dem Wagen des amtierenden Bürgermeisters von Berlin. Danach? Chaos. Sie räumte damals  alle ihre Sachen im Büro zusammen und fuhr sofort hierher, wie es ausgemacht war. Die Kinder waren vor ihr da, wurden von den Großeltern abgeholt. Man hatte sich abgesprochen was man tun würde, wenn so ein Fall eintritt. Binnen einer Stunde war dann der Ausnahmezustand verhängt worden, die Polizei von Berlin ging gegen gigantische Mobs vor, die ganze Straßenzüge in Schlachtfelder verwandelten. Sie fuhr mit hohem Tempo durch die Stadt, sah brennende Autos am Straßenrand, Motorradfahrer mit abgerissenen Gliedmaßen im Rinnstein. Ansonsten? Totenstille. An jenem Tag war es erstaunlich ruhig geblieben, weil die meisten Menschen in den eigenen vier Wänden blieben oder aber die Stadt verließen, genau wie sie. Nur hier und dort kämpfte die Polizei in der Innenstadt.

Seither hörte man viel sich widersprechendes aus Berlin, viele chaotische Meldungen, die kaum Sinn ergaben. Kämpfe, UN-Truppen, Milizen – alles ging durcheinander. Friedrich hatte sie vor ein paar Monaten zur Universität Potsdam gefahren, um dort vielleicht eine Stelle zu finden. Geld spielte immer noch eine Rolle. Aber als sie ankamen war die Tür des Personalbüros aufgebrochen, die Angestellten lagen tot in ihrem Blut. Noch vor wenigen Stunden hatte sie mit Frau Peters telefoniert und einen Termin vereinbart. Potsdam, so rief  ein vorbeifahrender Mann ihnen im Auto zu, sei «an den ISD gefallen!». Die christdemokratische Regierung hatte die Stadt kampflos aufgegeben unter der Bedingung, dass man sie schonen würde. Niemand wusste was aus ihnen wurde. Plünderer und Milizen aller Farben und Loyalitäten hatten sich der Stadt bemächtigt.

Deshalb war Maria ja so froh, wenn sie über die Felder des Dorfes blickte und nur selten ein paar Autos vorbeiziehen sah. Niemand machte sich die Mühe dieser kleinen Ortschaft einen zweiten Blick zu schenken. Das war schon so, seit sie hergezogen waren. Hier waren sie isoliert und sicher. Berlin war weit weg. Manchmal reflektierte sie zurück auf ihre Jugend und dachte daran, ob man nicht etwas hätte anders machen sollen. Ob man das hier nicht hätte kommen sehen sollen? Aber derlei Gedanken führten bei ihr zu nichts. Sie hatte sich erst für Politik interessiert, als die Politik ihr die Wohnungstür drohte einzurennen. Sie nahm noch einen weiteren Schluck von dem lauwarmen Gebräu.

Kurz bevor der Kaffee kalt wurde, erschien ihr etwas am Horizont. Gegen die sinkende Sonne zeichneten sich heftige Staubwolken ab,  die sich wie ein brauner Lindwurm durch die märkische Sandbüchse bewegten. «Was ist das?» Ihre eigene Stimme kam ihr seltsam entfremdet vor. Friedrich schüttelte den Kopf. «Ich weiß es nicht, aber sieht aus wie…Fahrzeuge?»

Es waren Fahrzeuge. Weiße Toyota Pickups, die mit Maschinengewehren beladen waren und etliche maskierte Männer mit Waffen auf den Ladeflächen trugen. Beim Anblick der rollenden Kolonne fuhr ihr das Blut aus den Adern und sie fühlte, wie ihre zittrigen Hände die Kaffeetasse in einem Anfall von Panik fallen ließen. «Friedrich – » Ihre Stimme war ein heiseres Krächzen. Ihr Mann, geistesgegenwärtig, hatte längst den Tisch verlassen und die Kinder von der Spielwiese genommen.

Dann waren sie auch schon heran, stießen durch die breite Dorfstraße zur Mitte der Ortschaft hindurch. Keiner hielt sie auf. Nur die verängstigte  Gesichter völlig verstörter und verängstigter Nachbarn zeigten sich an den Fenstern, ehe auch schon die ersten Männer von der Ladefläche sprangen und wild einige Schüsse in die Luft abgaben. Sie sprachen alle Sprachen der Welt. Deutsch, gebrochenes Englisch, Russisch und sogar Arabisch.

Maria fühlte, wie sich ihr Mann neben sie stellte und so sie und die Kinder mit seinem Körper schützte. Mehr war nicht zu machen, ehe die bewaffneten Männer sie auch schon im Garten stehend entdeckt hatten. Einer, ausgerüstet mit einer Kalaschnikow, sprach zuerst. Seine wulstige Stirn wirkte übergroß und deformiert unter der schwarzen Sturmhaube. «To the Church! Zur Kirche!» herrschte er die Familie an und machte eine auffordernde Bewegung mit der Waffe. Das Gleiche spielte sich überall im Dorf ab. Dutzende Maskierte trieben die Bewohner zur Kirche in der Dorfmitte, bewacht von nur zwei Männern, während die anderen sich Zugang zu den Häusern verschafften, Türen aufbrachen und Fenster einschlugen. Dann begann auch schon das große Plündern.

«Mami!» hörte sie eine Kinderstimme sagen. Dann verstummten alle panischen Rufe der Dorfbewohner abrupt, als einer der Maskierten wieder mehrfach in die Luft schoss. Maria zuckte jedes Mal zusammen, wenn ein Geschossknall die Luft erfüllte. Sie hatte in den letzten Jahren öfter Schüsse hören müssen, aber nie aus nächster Nähe. «Ganz ruhig Schatz, alles wird gut», flüsterte ihr Mann ihr zu, nahm ihre Hand und hielt die Kinder mit dem anderem Arm fest an seinen Körper gedrückt. Seine Stimme klang nicht ganz so entschlossen und überzeugt, wie sie sich das gewünscht hätte.

«Hands up!» befahl er in gebrochenem Englisch. «Alle, Geld auf Boden! Jetzt!» fuhr er in undefinierbarem Akzent fort, begleitet vom Rascheln und Klimpern des von ihm verlangten Geldes, als die versammelten und verschreckten Dörfler ihre Geldbörsen auf den Boden legten. «Wer seid ihr? Was wollt ihr von uns?» brachte ein älterer Herr hervor, der zu den Alteingesessenen im Dorf gehörte und der einzige Dorfpolizist war. Er gestikulierte mit der Hand über die Dächer der Häuser. «Hier gibt es doch nichts zu holen! Nothing to steal for you bandits!»

«We are not bandits!» rief eine Stimme vom Fahrersitz eines Toyota. Die Tür ging auf, ein Mann trat hervor, der die Körpersprache eines Kommandanten hatte und sich direkt vor die versammelte Dorfgemeinschaft stellte. In seiner rechten Hand hielt er eine Pistole, in der linken eine qualmende Zigarette. «Wir sind die Armee der göttlichen Erlösung, keine Banditen.» Sein Deutsch war ausgezeichnet, die olivfarbenen Hände führten die Kippe zum Mund, welcher der einzige Part seines Gesichtes war, der nicht von einer Sturmhaube verdeckt war.  Er inhalierte lange und genüsslich, atmete langsam aus und schnippte die Zigarette dann gegen die Brust des alten Mannes, der zuerst gesprochen hatte. Dann knallte es auch schon – BANG, BANG. Marias Ohren klingelten vor Schmerzen und Pulverdampf stieg ihr in die Nase. Sie merkte gar nicht, dass ihr Mann sie von der Szene abgewandt und zusammen mit den Kindern hinter sich geschoben hatte. Aber auch von hier sah sie die zuckende Hand des Polizisten außer Dienst, dessen Blut sich in einer Pfütze der maroden Straße sammelte, Blasen schlug und wolkenähnliche Formen im Wasser entstehen ließ.



Danach ging alles sehr schnell.

Kolben gingen zwischen sie, Schläge fuhren auf ihren Körper und die der anderen nieder. Sie fühlte noch, wie ein Schlag ihr Handgelenk brach und sie zum Schreien brachte, was in dem Chaos nicht mehr zu hören war, selbst für sie nicht, weil Dutzende Menschen aufschrien und panisch um Gnade flehten. Einige trieb man in die Kirche hinein, andere, vor allem die Männer, wurden von ihren Familien getrennt. Als sie die festen Hände ihres Mannes auf ihrer Schulter spürte und wie sie dann langsam losließen, fortgerissen wurden unter dem Gebrüll der Milizen, wusste sie, dass dies wohl Abschied für immer war.

Nach über 30 Jahren ohne Glauben erwischte sie sich heute dabei, wie sie ein Stoßgebet gen Himmel richtete.


Anmerkungen zum Text:

Ich halte es für grundlegend naiv zu glauben, dass die Sicherheit und den Frieden, die wir für selbstverständlich halten, ewig andauert. Vor allem wenn nichts dafür getan wird, um selbigen Frieden und selbige Sicherheit weiter zu gewährleisten. Die Ukraine, Syrien und der Irak sind nicht so weit weg, wie man denken mag. Wer glaubt, dass er den Problemen unserer Zeit auf ewig davonlaufen kann, irrt womöglich. Auch die letzten Komfortzonen schmelzen dahin, wie Butter in der Sonne, wenn die Temperatur nur etwas weiter ansteigt. Die Sicherheit in Europa ist ein Privileg, geschützt von der dünnen blauen und grünen Linie und angewiesen auf kluge Politik.

Die Geschichte ist inspiriert von den vielen Überfällen auf christliche Dörfer in Syrien, dem Irak, Nigeria, aber auch von den Vorfällen in der Ukraine, die nicht weit von hier ist. Viele die sich auf dem Land und abseits der Städte in Sicherheit gewogen haben, wurden eines Besseren belehrt, als maskierte und bewaffnete Männer innerhalb weniger Autostunden gerade die ländlichen Regionen heimgesucht haben, die nur spärlich von der Polizei bestreift werden. Motiviert durch religiösen/politischen Extremismus oder einfach nur Gier nahmen sie sich dort alles, töteten viele und hinterließen nur Schutt und Asche.  Zu glauben, man sei von dem Rad der Geschichte völlig ausgenommen, ist ein Irrtum.

Historiker David Engels: “Wir haben keine Chance, einen Bürgerkrieg zu vermeiden”

http://www.huffingtonpost.de/2017/02/01/david-engels-buergerkrieg_n_14546506.html

 

Titelbild: Pixabay


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Geboren in Berlin und aufgewachsen im Wedding und Moabit.
Young German ist der Initiator und Hauptautor unseres Blogs. Ein Vielschreiber mitte 20, dessen Hauptfokus auf Außen- und Innenpolitik sowie militärischen Themen liegt. In seiner Freizeit treibt er gern Sport und verbringt viel Zeit in der Natur, sofern er das als Städter einrichten kann und das Studium es erlaubt. Wie viele seiner Generation sucht er die Entspannung auch gerne mal in Form von Games, SciFi und Fantasy.

7 thoughts on “Das kleine Dorf auf dem Land: “Hier kann uns doch nichts passieren!”

  1. Jugoslawien ist auch so ein Beispiel. In Sarajewo belagert zu werden war gefährlich, aber die Überlebenschance war besser als auf dem Land drumrum. Städte werden zumindest manchmal verteidigt, die Dörfer sind dafür zu unbedeutend.

    Auch ohne Krieg ist bei einer echten Krise auf dem Land nicht so toll. Argentinien 2001, Der Staat hat kein Geld die Polizei zu zahlen. Kriminalität wird zu einem echten Problem. Auf dem Land mehr als in der Stadt, weil auf dem Land eben gar keine Polizei ist, in der Stadt zumindest ein bischen. Die Ordnung wurde auch in den Städten zuerst wieder hergestellt.

  2. Nun ja, mit dem obigen Artikel sind wir wieder beim Preppern wenn man es rein Praktisch betrachtet.
    Eine politische Umkehr sollte jetzt passieren, kann aber sein das die nicht kommt und Deutschland zu einer Diktatur ver-kommt. Die ist bereits klar erkennbar, die deutsche Politik ähnelt immer mehr derjenigen der DDR damals.

    Viele Prepper glauben, dass das erste ist was man tun sollte, …..das flüchten aus der Stadt sei.
    Nun ja, wenn es um einen Krieg geht ist das richtig, denn dabei werden Städte immer zu Brennpunkten. Allerdings funktioniert das nur wenn Prepper eine kleine Minderheit bleiben, sollten viele flüchten verlagert sich das Problem nur.

    Hier ein Link zu einem Mann der weiss wovon er spricht.

    https://www.rusfunker.com/2017/02/uberleben-wahrend-eines-kriegs.html

    Allerdings spricht er ein Kriegsszenario an, was im obigen Artikel von YoungGerman nicht dargestellt wird.
    Dort handelt es sich um einen Bürgerkrieg. Ich bevorzuge dafür das Wort “Bandenkrieg” denn hierbei geht es nicht darum das der ein Volk spaltet, sondern das eine Ideologie oder Teilgruppen davon das Land beherrschen möchten.
    Im Bericht des “Russfunkers” zeigt aber sehr schön auf wie Soldaten und deren Kombattanten im rechtsfreien Raum eines Kampfgebiets zu Göttern mutieren.
    Ja die müssen es beinahe werden weil sie ja auch überleben wollen.
    Niemand traut mehr irgend jemandem.

    Extrem gefährlich für jeden ….der noch was besitzt.

    ———————————————–

    Wenn wir aber vom Bandenkrieg ausgehen liegt die Sache etwas anders.
    Da sind reguläre Truppen durchaus ein Notfluchtpunkt.
    Allerdings nur wenn es keine Berufssoldaten sind, die sind erst einmal immer als Feind zu betrachten. Die wurden trainiert um alles und jeden zu bekämpfen, sind schon zu weit vom Zivilleben entfernt, sind womöglich die einzigen Truppen die man in der Krise noch mobilisieren konnte, beziehungsweise die noch als Einheit da waren.
    Beim Bandenkrieg und da kommt Momentan fast nur der Islam in Frage, liegt die Sache etwas anders.
    Da ist man auf dem Dorf gut aufgehoben, denn dort gibt es Bauern mit Tieren, Milch usw. Die Bauern haben Maschinen wie Motorsägen, Traktoren und auch mal einen Bagger.
    Allerdings, im Dorf wird man erst nach Jahren heimisch, zu Freunden der Bauern, entsteht guter Zusammenhalt, wer in der Krise kommt muss was mitbringen.
    Aber hat man die Zugehörigkeit erlangt, gibt’s Möglichkeiten.
    Für den Fall denke ich, ist die folgende Beschreibung besser geeignet den Menschen zu zeigen was alles passieren könnte.

    https://viefag.wordpress.com/2015/11/27/bosnienkrieg-ein-jahr-in-der-hoelle-35-prepper-ausreden/

    Wenn es also um Banden geht, ist Kämpfen besser ……denn deren Ideologie ist Knallhart und die Islam-Konvertiten schonungsloser wie alles andere.
    Da ist nur noch totale Unterwerfung angesagt, ja da kann man gleich zum Islam übertreten.
    Aber damit kommen wir nicht mehr zu einer freien Gesellschaft zurück wie wir sie lieben.
    Da hilft nur das Kämpfen.
    Wer jung genug ist, hat Zeit sich vorzubereiten.
    Sollte die Politik nicht endlich geändert werden, jetzt wo das System noch halbwegs funktioniert, wird der Kampf, ….alternativ ….die Unterwerfung kommen.
    Wer sich nicht unterwerfen will, der muss sich auf den Kampf einstellen.
    Der ist auch darum besser weil die Leute die das überstehen dafür sorgen können das es anschliessend wieder eine Demokratie gibt.
    In Deutschland ist ja Momentan recht deutlich zu sehen dass das Land in eine DDR 2.0 abdriftet,
    das die Diktatur schon am Horizont aufscheint.

    Für jede Truppe ist es ein Alptraum eine Stadt erobern zu müssen, und es ist auch für jede Bande schwer eine Stadt zu beherrschen, es sei denn die Bewohner haben nichts zum Kämpfen.

    ————————————————————–

    New-Orleans in den USA.

    Die Stadt war ja ein sehr gutes Beispiel wie Behörden reagieren angesichts des Ausnahmezustandes.
    Die wollen nur eines. sich und ihren Apparat, die Hoheit über die Menschen zu erhalten.
    Um das Wohl der Menschen geht es dabei nicht.
    In New-Orleans versuchte man nämlich von Seiten der Polizei beim aufziehen der Katastrophe die registrierten Waffen einzuziehen.
    Viele Hausbewohner aber konnten ihre Habe nicht evakuieren uns harten aus um die Sachen zu beschützen. Die Polizei jedoch zog deren Waffen ein, setzte sie damit also sofort einer echten Gefahr aus.
    Denn die “Banden” hatten illegale Waffen und kamen meist aus den Slums wo kaum jemand etwas von Wert besass. Diese plünderten sofort wenn die Polizei nicht mehr vor Ort war.
    Nur die hierzulande so oft geschähte NRA ( National-Riefle-Organisation ) setzte sofort ihre Anwälte nach Washington in Marsch und stoppte das illegale treiben der Polizei von New-Orleans.

    Ich habe einiges gelesen von der Flutkatastrophe.
    Es gab einen Bericht in dem ein Mann schilderte wie er die Sache erlebte.
    Er besass vor der Stadt in sicherem Gebiet ein Haus mit viel Land.
    Dort gab er den Leuten die mit Camper oder Zelt aus New-Orleans flüchteten eine Möglichkeit um 2-3 Wochen zu bleiben.
    Nach wenigen Tagen aber beurteilte er jeden der kam genau, ob er Vorräte mitbrachte, Handwerklich geschult war, einen medizinischen Beruf hatte und eine Waffe besass.
    Wer nichts von dem hatte musste weiterziehen.
    Waffe und Munition erachtete er als sehr wichtig, denn nur das schützte sie und ermöglichte das funktionieren der Notgemeinschaft.
    Die Polizei konnte man nicht rufen, die waren anderweitig voll ausgelastet.
    Aber Waffen sind eben zweischneidig. Wer Familie hatte wurde aufgenommen, wer alleine mit Waffe war …..abgewiesen.
    Der Mann hat ausführlich beschrieben was Menschen in ihre Autos laden. Beziehungsweise wie unfähig sie sind …..in der Not das richtige mitzunehmen.
    Viele Wagen kamen an mit allerlei, aber nichts was man brauchte. Fotoalbum, aber kein Spirituskocher, kein Werkzeug, kein Grill.
    Der neue Fernseher im Auto gerettet, aber nicht daran gedacht das auch vor der Stadt in keinem Geschäft mehr was Essbares zu haben war.
    Kein Benzinkanister vorhanden, kein Wasser oder Wasserfilter, keine Medikamente ….denn die kauft man ja in der Apotheke….(((-:
    Viele nahmen also mit was Geldwertig war aber das überleben in der nächsten Woche nicht ermöglichte.
    Ohne Benzin kam niemand aus der Stadt, wer nicht rauskam landete womöglich in einem Stau und blieb stecken. Wer die Nebenstrassen nahm kam zwar raus, aber 100 km vor der Stadt gabs auch nichts und …………..?
    Leider finde ich den Link nicht gerade, aber ich such ihn noch…….

  3. Karl…………..

    Auf dem Land hat man praktischer Menschen und eine bessere Gemeinschaft.
    Auch findet man dort immer was zu Essen und sauberes Wasser.

    Aber die abgelegene Fluchtburg wie sie viele Prepper beschwören, die ist gefährlich.
    Denn ich selber würde mir genau so eine suchen und ausnehmen.
    Denn dort wären kaum viele Menschen, ich könnte unbeobachtet agieren, in ruhe Beute machen.
    Wer also eine Fluchtburg hat, dann sollte er mindestens 10 wehrfähige Personen haben um über Wochen eine 24 Stunden Wache aufziehen zu können.
    Ansonsten ist die Fluchtburg ein sehr gutes Ziel und wer glaubt die werde nicht gefunden, der ist Naiv.
    Natürlich gibt es solche Habitate, aber die kosten sehr viel und sind in Europa offiziell kaum zu bauen.
    Hier in der Schweiz gibt es aber viele Leute die einen WK-2 Bunker haben und die sind hier noch voll eingerichtet.
    Also WC, Luft, Wasser, Licht, 2 Panzertüren und 3 M Beton aufm Dach und 1.5 -2 m an den Seiten.
    Damit kann man dann natürlich alles erst mal aussitzen.

  4. Ein Zahn&Krallenloser Tieger kann sich halt nicht verteidigen…man hat es in der deutschen Politik gut umgesetzt das Volk zu entwaffnen und ihm das Recht auf Selbstschutz abzusprechen und zu verwehren,ja sogar das Recht auf Notwehr einzuschränken.
    Jedenfalls wird’s in Deutschland noch richtig lustig werden…immer mehr Stadtgebiete sind von militanten Ausländerclans beherscht die vor unseren Behörden und Gesetzen weder Respekt noch Angst haben. Die haben ihre Kanäle um sich zu bewaffnen…dem Deutschen bleibt da nur Messer&Gabel…auf dem Dorf allenfalls ne Forke.

      1. Mach ich nicht Triarius…gehöre selbst dazu und weiß das wohlige Gefühl einer kleinen Gemeinschaft in der jeder jeden kennt zu schätzen.

    1. Ich kenne ja einige Deutsche seit langen Jahren.
      Und gegenüber einem Schweizer sind sie lockerer…… haben mehr Vertrauen.
      Darum sage ich, kommt es zur akuten Krise, werden sehr viele alte Waffen aus dem Nirwana auftauchen.

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