Nützliche Alltagsausrüstung – “Every Day Carry / EDC”

Als kleinen Exkurs im Rahmen meiner Preppingreihe werde ich hier auf Alltagsausrüstung eingehen – also Ausrüstung, die man tatsächlich häufig oder immer mitführt. Man kann mit geringen finanziellen Mitteln und wenig Aufwand seine Alltagsausrüstung um einiges praktischer machen und auch die eigene Kampfkraft steigern. Hier also ein paar Anregungen:

Der Inhalt des Geldbeutels

Klingt trivial, aber ist es nicht wirklich. Verschiedene Inhalte bzw. der Verlust derselben hat unterschiedliche Konsequenzen für Träger und Geldbeutel selbst – wer zum Beispiel weniger schwere und harte Gegenstände mitführt, hat länger etwas von seinem Geldbeutel. Der Geldbeutel bleibt immer am Mann, nicht etwa in den Rucksack! Wenn man lustig ist kettet man den Geldbeutel an. Die Trageweise ist auch nicht unwichtig – hat man den Beutel in der Hosentasche, trägt er zwar mehr auf, aber kann nicht so leicht geklaut werden. Gilt insbesondere für enge Taschen. Bevor man den Geldbeutel auspackt sollte man sich auch noch vergewissern, dass ihn keiner stehlen will.

Personalausweis: Kann man mitführen, muss man aber nicht generell (für manche Berufsgruppen schon). Es kann je nach Situation vor- oder nachteilhaft sein, sofern z.B. die Polizei Dinge von einem will. Allerdings ist es in vielen Geschäftssituationen wichtig, dass man ihn mitführt.

Führerschein: Siehe oben.

Krankenversicherungskarte: Immer gut  – auch eine Auslandskrankenversicherung ist sinnvoll.

Impfpass: Immer gut! Notfälle passieren gern mal und im Zweifelsfall kriegt man noch eine extra Tetanusspritze.

Organspendeausweis: Immer mitführen. Von meiner Tante weiß ich,  dass die Ärzte um das Bett von vermeintlich Hirntoten rumgeiern und die Sekunden runterzählen, bis sie diese endlich verwerten können. Woher weiß man denn genau, ob die immer nach bestem Wissen und Gewissen bei solchen Dingen arbeiten?

Geld: Kupfergeld gleich aussortieren. Evtl. auch das Messinggeld.

Geldkarten: Sollte man streng genommen daheim lassen. Bei Verlust sofort die Nummer 116116 anrufen und sperren lassen!

Fahrzeugpapiere: Zulassungsbescheinigung, Servicekarte und Kärtchen der Versicherung für einen selbst und Unfallgegner kommen immer gut.

Der Schlüsselbund

Es bietet sich an, für kleines Geld ein Multitool am Schlüsselbund zu verbauen. Auch ein Beatmungsbeutel macht sich gut am Schlüssel. Der Schlüsselbund kann zur Waffe werden, sofern man die Schlüssel zwischen die Finger nimmt. Dazu sollte die Schlüsselspitze etwa einen Zentimeter vorne reinschauen und die Schlüsselhinterseite so liegen, dass sie eine Verlängerung des Armes darstellt.

Das Handy

Für die Meisten ein treuer und oft nerviger Begleiter. Die Grundfunktionen sind sehr nützlich, aber der Rest ist bis auf die Fotofunktion für die Meisten vernachlässigbar. Wichtige Dinge regelt man vorzugsweise persönlich oder per Telefonat!

Wer beruflich drauf verzichten kann, sollte über ein Tastenhandy nachdenken – der Social Media Kram bleibt einem unterwegs erspart (Situationsbewusstsein! Nicht nur taktisch, sondern auch wegen Verkehrsunfällen! Ich hasse Smombies!), der Verlust wird weniger wahrscheinlich und weniger schmerzhaft. Zudem ist die Wahrscheinlichkeit abgehört zu werden geringer.

Das Telefon bleibt ebenfalls in der Tasche, wenn es nicht gebraucht wird!

Der Gürtel

Kann je nach Ausführung als Waffe gebraucht werden oder als Befestigung für Holster dienen.

Eine schwere Metallschließe an einem elastischen Gurt ist eine hervorragende Waffe, um sich gegen Messerstecher zu verteidigen.

Um Holster zu tragen sollte der Gürtel hingegen möglichst stabil sein.

Der Tactical Pen [ Affiliate Link: http://amzn.to/2FU5Gpb ]

Günstig, praktisch, schmerzhaft. Für ein paar Euro erhält man einen bruchsicheren Stift, mit dem man Scheiben und Gegner zerschlagen und sogar schreiben kann. Kleiner Scherz am Rande, aber ein griffbereiter Stift bewährt sich tatsächlich im Alltag! Habe es mir abgewöhnt, Dinge in Mobiltelefone einzutippen. Lieber aufs Papier oder zur Not auf die Hand.

Das Pfefferspray [ Affiliate Link: http://amzn.to/2ppthHc ]

ist nicht unbedingt ein echter EDC-Gegenstand. Das Führen desselben sollte aber dennoch geübt werden. Die Benutzung seperat daheim immer mal wieder üben (und sei es nur trocken.. in meinem Fall ein defektes Gehäuse mit einer verbrauchten Patrone, beides in blau eingefasst um Verwechslungen zu vermeiden), aber auch das Führen muss ins Blut übergehen. Dabei ist es zu beachten, dass das Pfefferspray bauartbedingt aufträgt – im ÖPNV bleibt es gern man an Dingen hängen und man hat je nach Trageweise und Kleidung entweder eine ordentliche Ausbuchtung oder gar einen gut sichtbaren Klotz in der Hose. Alternative Trageweisen sind z.B. auf der Innenseite einer schwarzen Einkaufstasche.

Der Jackeninhalt

Die Jacke nebst Inhalt stellt eine Ergänzung zur normalen EDC-Ausrüstung dar, die insbesondere bei kalter Witterung und im Nachtleben gute Dienste leisten.

Sobald es etwas kühler wird ist man mit einer Mütze und Handschuhen sehr gut beraten. Die Mütze wird während der Fahrradfahrt aufgezogen oder sobald man steht. Wenn man sich wieder bewegt, dann wandert sie zurück in die Tasche.

Immer gut sind auch Taschentücher – sei es nun für die Nase, für den Arsch oder um Dinge aufzuwischen.

Ein stabiler Klappregenschirm schützt nicht nur gegen die Witterung, sondern je nach Ausführung auch gegen fiese Burschen.

Absolut lebenswichtig ist jedoch vor allem Situational Awareness – Immer aufmerksam durch den Tag gehen und potenzielle Gefahrensituationen erkennen, abschätzen und wenn nötig vermeiden!


Titelbild: http://www.navy.mil/view_image.asp?id=26547


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Triarius – der junge Geschichtsstudent diente mehrere Jahre in infanteristischen Verwendungen bei der Bundeswehr. Seine Freizeit verbringt er bevorzugt in der Natur, betreibt aber auch leidenschaftlich gerne Motorsport.

4 thoughts on “Nützliche Alltagsausrüstung – “Every Day Carry / EDC”

  1. Übrigens Pfefferspray……………..

    Die guten sind hier für ca. 13 Franken beim B&T Shop in Wallisellen bei Zürich zu haben.
    Das ist der den die Polizei hier meistens benutzt. Kosten ca. 13 Franken.
    In den deutschen Kaufhäusern gibt’s vor allem Mist.
    Die Menge an Capsaicin ist wichtig, also das halbe oder ganze % mehr an Capsaicin entscheidet massgeblich über dessen Wirksamkeit.
    Natürlich darf man in Deutschland damit nur Hunde und Flöhe abwehren, aber auch bei “Ratten” und “Zecken” ist er überaus wirksam.
    Aber, nehmt nicht den Gelspray, auch wenn er ständig empfohlen wird.
    Das Gel haftet im Gesicht und wirkt dann besser, ….Richtig.
    Nur muss man in der Aufregung das Gesicht aber erst mal treffen.
    Am Arm nützt Gel nichts.

    Hat man den klassischen Pfefferspray kann man damit auch eine ganze Gruppe einnebeln.
    Und sogar wenn man nicht trifft, die Wolke bleibt noch 4-5 Sekunden im der Luft, ja vergrössert sich dabei noch.
    Wenn also einer auf euch zustürmt gerät er trotzdem noch in die Wolke und schon hat man eine Wirkung erzielt.
    Man kann damit auch eine Flucht abdecken.
    Einfach vor der letzten Türe noch mal kräftig den Spray leeren und Türe zu……

    Natürlich Türsteher benutzen gerne mal das Gel, denn sie sind solche Situationen meist gewohnt, bleiben dabei ruhiger.
    Die blasen eine Handvoll Pfeffergel in die eigene Hand, schlängeln sich durch die Menge zum Störer und klatschen das dem ins Gesicht…. perfekte Wirkung, unbeteiligte aussen vor gelassen und nur “den einen” erwischt, ausser Gefecht gesetzt.

    Übrigens, Pfeffersprays die abgelaufen sind, die funzen faktisch immer noch und sind meist auch nach 5-6 Jahren noch gut. Nur Garantie ist dann nicht mehr.
    So alte kann man durchaus mal zum üben benutzen.

    Üben :
    Beim B&T Shop gibt’s extra solche Sprays die kein Capsaicin drin haben, nur um damit zu üben.
    Sehr zu empfehlen………

    Brügger & Thomet ist in der Schweiz und Weltweit einer der renommiertesten Lieferanten für Polizei und Behörden. Vor allem seine Schalldämpfer sind sehr bekannt, aber auch seine anderen Ausrüstungen. Seine Maschinenpistolen MP-9, MP-5 usw, sowie seine Schallgedämpften Scharfschützengewehre.
    Ein Besuch dort lohnt sich also immer mal.

    —————————————————————————-

    Capsaicin :
    Capsaicin, also der scharfe Bestandteil des Chillis, den kann man im Chemiehandel “rein” erwerben. Aber 1 Kilogramm kostet ca. 4000 Franken.
    Das Material hat 16 Millionen Scoville, das ist der Schärfegrad der quasi 100% entspricht, also schärfer gehts nicht mehr.
    Scoville hat man entwickelt weil man Schärfe die die Menschen unterschiedlich wahrnehmen, irgendwie definieren musste.

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