Yascha Mounk oder wie man sich ein Eigentor schießt

 

Herr Yascha Mounk, Politikwissenschaftler, äußerte sich in den Tagesthemen mit einer sehr interessanten Aussage.

 

http://www.ardmediathek.de/tv/Tagesthemen/tagesthemen/Das-Erste/Video?bcastId=3914&documentId=50202134

 

“Wir wagen hier ein historisch einzigartiges Experiment und zwar eine monoethnische, monokulturelle Demokratie in eine multiethnische zu verwandeln […] Dabei kommt es natürlich auch zu vielen Verwerfungen”

 

Im Spiegel vor etwa drei Jahren machte er noch eine dümmere Aussage:

SPIEGEL: Herr Mounk, Hunderttausende Muslime flüchten nach Deutschland. Was bedeutet das für deutsche Juden?
Mounk: Ich hoffe auf ein Deutschland, in dem ich meine jüdische Herkunft erwähnen kann, ohne nur als Jude wahrgenommen zu werden – so wie es mir als Kind meist ergangen ist. Wenn Deutschland multiethnischer wird, könnte sich das ändern. Ein Deutschland, in dem sich Juden wohlfühlen, ist ein Deutschland, in dem sich auch Muslime wohlfühlen. – Quelle http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-139000005.html

 

Error. Kardinaler Denkfehler und historisch widerlegbar. Überall wo Muslime die Mehrheit in der Gesellschaft stellen, haben die Yascha Mounks und andere Minderheiten einfach nichts mehr zu lachen. Beispiel Irak, Iran und ja selbst Frankreich, welches ja schon sehr multiethnisch und multikulturell ist und teilweise in einigen Gebieten muslimische Mehrheiten aufbringt, ist zum Auswanderungsland für Juden geworden. Ist Herr Mounk immun gegen Fakten und lebt im Elfenbeinturm? Eine multikulturelle Gesellschaft bringt für Juden kein Paradies, sondern eher Zustände wie in Malmö, wo es eine historische Judenflucht vor dem muslimischen Antisemitismus gibt.  Den Juden in Beirut, Ägypten und anderen muslimischen Gesellschaften, die durchaus multiethnisch sind, ist das Lachen ja auch vergangen. Derlei kriegt man wohl nicht mit, wenn man an der amerikanischen Ostküste einen amerikanischen Multikulturalismus kennengelernt hat, der weit weniger extremen Antisemitismus aus der islamischen Welt erfahren hat.  In den USA mag dies aufgrund des Mangels an islamischen Antisemitmus und des Fehlen eines Nationalsozialismus zutreffen – in Europa gilt dies im Angesicht der jetztigen Entwicklungstendenzen jedoch definitiv nicht.

 

Aber mehr noch stört mich die absolute Arroganz eines US-amerikanischen Juden, der wahrscheinlich seine eigene Schrift nur sehr bedingt kennt und gelesen hat und den Europäern und den Deutschen speziell eine neue Gesellschaft schmackhaft machen will, die Minderheiten bevorteilen soll. Zum Nachteil für die monokulturelle deutsche Mehrheit im Land, wie er ja selber zugegeben hat. Was er mit Verwerfungen meint, sind dann vermutlich die Übergriffe in Köln zu Silvester, die Messermorde oder die Vergewaltigungsbanden von Rotherham und den anderen Städtchen in England. Die permanenten Terrorangriffe, die islamischen Attentäter, Amokfahrten und die eine oder andere Explosion im Kinderkonzert. Hauptsache die Juden sind nicht mehr die einzige Minderheit in Europa! Was für eine bescheuerte Weltsicht! Erstens geht es Juden in multikulturellen Gesellschaften mit islamischer Komponente nicht besser und zum Zweiten muss man doch fragen, mit welchem Recht ein Herr Mounk wie ein richtiger Scumbag die Umvolkung Europas als politisches Ziel umreißt, in dieser Absicht die Regierung berät und dafür im Fernsehen Werbung machen kann. Wer hat eigentlich die monoethnischen und monokulturellen Völker in den europäischen Nationen gefragt? Wer hat die Deutschen jemals gefragt, ob sie eine solche Veränderung wollen?

Herr Mounk vollführt hier ein wahrliches Kunststück. Er befeuert den Antisemitismus auf gleich zwei Weisen. Zunächst einmal dadurch, dass er ihn durch muslimische Zuwanderer importiert, die erwiesenermaßen einen latenten Antisemitismus in sich tragen. Und er befeuert ihn dadurch, dass er dem verschwörerischen Klischee des amerikanischen Weltjudentums Vorschub leistet, welches großen Anteil und Interesse an der Globalisierung der Welt habe.  Danke Herr Mounk.  Wie kann man bitte so naiv sein? Oder ist es einfach böser Wille? Ich weiß es nicht.

Wenn es die Absicht von Herrn Mounk war Wasser auf die Mühlen rechter und linker Antisemiten zu geben und gleichzeitig mit seiner Politikberatung jüdisches Leben in Europa unmöglich zu machen, hat er damit jedenfalls Erfolg gehabt.  Wer für ein zukunftsfähiges jüdisches Leben in Europa ist (und auch für ein christliches), muss eigentlich die Massenzuwanderung aus islamischen Ländern ablehnen. Israel kommt besser mit der Zuwanderung klar, weil es wesentlich strenger nach kultureller Nähe und Befähigung sortiert und uns dahingehend ein Beispiel für Europa sein sollte. Ein Fakt, den Herr Mounk zumindest im Interview nicht erwähnt und vielleicht sogar selber bewusst ausblendet. Wir leben halt alle in unserer eigenen Filterblase. Vielleicht sollte er sich mal mit dem schwedischen Juden Stefan Ritter auseinandersetzen, der die Auswirkungen des islamisch gewürzten Multikulturalismus selbst erlebt und ein erbitterter Gegner der Masseneinwanderung und des Islam geworden ist.  Aber das wird wohl nicht passieren.

Deswegen trägt unser Yascha verdientermaßen auch dieses Basecap. http://knowyourmeme.com/memes/scumbag-steve

 

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Geboren in Berlin und aufgewachsen im Wedding und Moabit.
Young German ist der Initiator und Hauptautor unseres Blogs. Ein Vielschreiber mitte 20, dessen Hauptfokus auf Außen- und Innenpolitik sowie militärischen Themen liegt. In seiner Freizeit treibt er gern Sport und verbringt viel Zeit in der Natur, sofern er das als Städter einrichten kann und das Studium es erlaubt. Wie viele seiner Generation sucht er die Entspannung auch gerne mal in Form von Games, SciFi und Fantasy.

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