Den erneuten Linksruck der CDU kann keiner mehr aufhalten

 

Die CDU schreibt ihre Geschichte rückwirkend um, damit sie die eigene Realität besser ertragen kann. Da kommt ein Herr Armin Laschet daher und sagt, dass die CDU niemals konservativ gewesen sei und das C einzig und allein für einen verkorksten christlichen Humanismus stehe, mit dem die CDU derzeit versucht die politische Mitte von links aufzurollen und zu übernehmen. Entschuldigung!?

Aber da muss ich doch sehr lachen! Nie konservativ? So leicht bügelt ein CDUler vom linken Flügel der Partei die gesamte Parteigeschichte glatt, damit man besser an die SPD und die Grünen andocken kann. Denn in einem Punkt muss man ihm wohl zustimmen. Die CDU hat keinen konservativen Kern mehr und ist ideologisch tot, verstümmelt und soweit degeneriert, dass sie gerade noch zum Kanzlerwahlverein taugt. Mit dem neuen Kabinett von Merkel, eine Gruselkabinett der Inkompetenz und der tristen Persönlichkeiten, wird sich daran nichts ändern. Dabei gibt es durchaus den einen oder anderen konservativen Parteigenossen aus der dritten und vierten Reihe, der aber im System Merkel niemals das Licht von Berlin erblicken wird.  Laschet und Altmaier werden dafür sorgen, dass nicht noch ein «Rechtsruck» die Partei vor dem moralisch-geistigen Absturz bewahrt.



Mit der geistig-moralischen Wende, die noch vor einigen Jahren von der Union angesprochen wurde, hat es sich damit erledigt. Die 68er und ihre Wurmfortsätze haben gesiegt, sich mit den Überläufern aus der DDR-CDU zusammengetan und ein neues System installiert, welches keine Probleme damit hat sich im Gleichschritt mit der Grünen Partei und den Sozialdemokraten zu bewegen.  Völlig realitätsfremd werden all die Mitglieder eigenen Partei übergangen und ignoriert, die das Handtuch geworfen haben, Brandbriefe schrieben und seit Jahren davor warnten, dass die CDU gefährlich nach links rückt, die rechte Flanke öffnet und so Platz schafft für eine Partei am rechten Rand. Die AfD bedankt sich und trägt die Fackel des Wertekonservativismus, Ur-Liberalismus und vaterländischen Patriotismus weiter.

Der Sicherheitsunternehmer Michael Kuhr von der gleichnamigen Firma traf sich kürzlich mit der Jungen Union, der angeblich jugendlichen Hoffnung der Partei, um seine Vorschläge zu unterbreiten, wie denn mit der Bandenkriminalität umgegangen werden kann. Er sagte klar, dass eben konsequent abgeschoben werden müsse. Notfalls auch in unsichere Staaten, weil sich Deutschland sonst auf lange Sicht städtische Ghettos schafft, wie sie schon in anderen Großstädten Europas existieren. Die Reaktion der Jungen Union hätte ich dem Mann auch vorher schon sagen können. Selbstverständlich lehnte die Jugend der Partei derlei Vorschläge erschrocken ab!

Aber was heißt das? Das heißt nur, dass eben keine Revolution von diesen Schlips- und Champagnerdemokraten zu erwarten ist, die größtenteils aus guten Verhältnissen kommen, keine Ahnung von der Welt haben und nur darauf spekulieren eventuell einmal in Berlin einen Posten zu übernehmen. Fachdiskussionen über die korrekte Formulierung von Anträgen und die genauen Formalien können diese Leute noch führen – Visionen für ein besseres Deutschland haben sie nicht. Und schon gar nicht den Mut, um großartige Veränderungen anzustreben. Die wenigen Guten dort schaffen es nicht bis nach ganz oben.

Friedrich Merz, Roland Koch und etliche andere Parteigrößen der Vergangenheit müssen sich diese Zirkustruppe nicht mehr ansehen. Die Zeiten der harten Rechten in der CDU sind vorbei. Revolutionäre können die Männer und Frauen hinter Merkel nicht sein, sondern dienen höchstens dazu, den Übergang der Bundesrepublik Deutschland in eine multiethnische und multikulturelle Ruine nach dem Muster von Südafrika zu erleichtern. Das macht die Pille nicht so bitter und leichter zu schlucken, wenn man die Verwandlung Berlins in Beirut als alternativlos und modern verkaufen kann. Und deshalb wird eben die Geschichte ständig neu geschrieben und umgedeutet, damit die Gegenwart besser schmeckt.

Foto: KAS/ACDP 10-028 : 300 CC-BY-SA 3.0 DE / https://commons.wikimedia.org/wiki/File:KAS-Abschiebung-Bild-13282-1.jpg


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Geboren in Berlin und aufgewachsen im Wedding und Moabit.
Young German ist der Initiator und Hauptautor unseres Blogs. Ein Vielschreiber mitte 20, dessen Hauptfokus auf Außen- und Innenpolitik sowie militärischen Themen liegt. In seiner Freizeit treibt er gern Sport und verbringt viel Zeit in der Natur, sofern er das als Städter einrichten kann und das Studium es erlaubt. Wie viele seiner Generation sucht er die Entspannung auch gerne mal in Form von Games, SciFi und Fantasy.

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