London ist gefallen? – über die fortgeschrittene Islamisierung der Stadt

von Ignatius ,Student der Theologie und Geschichte, Rheinländer, früher Afghanistan-Urlauber in Flecktarn

Vor dem Trafalgar Square halten wir. Von hoch oben blickt Admiral Nelson auf uns herab, der im Jahre 1805, genauer am 21. Oktober, den Sieg über die spanische  und französische Armada errang. Großbritanniens goldene Zeiten des Ruhms und der Weltherrschaft, die lange vorbei sind. Mittlerweile ist die Welt nämlich zu Besuch in England und fühlt sich sehr wohl, während die Briten sich längst mit ihrer multikulturellen Gesellschaft abgefunden haben. Im Grunde erscheint mir London wie eine hübschere Version von New York, in der ein ultraradikaler Kapitalismus sich einfach inmitten älterer Gebäude breit gemacht hat, die dann mit Menschenertrappen und Völkern aus den Büchern von Paul Morand gefüllt sind. Wir verbrachten den ganzen Tag mit Einkaufen und der Besichtung der typischen Bauwerke, bevor ich überhaupt etwas eigenartiges beobachten konnte. Die Unkenrufe auf den multikulturellen Moloch London erschienen mir als ziemlich überzogen, während wir den ganzen Vormittag auf vielleicht einen oder zwei Muslime getroffen waren, die ihrer Arbeit nachgingen. Auch Flüchtlinge oder ruhelose junge Männer mit afrikanischem Migrationshintergrund, wie sie in westdeutschen Städten ja am Bahnhof zum Stadtbild gehören, haben wir nicht angetroffen.

Und so kam es, dass ich echte Zweifel bekam, ob sich die Anschläge an der London Bridge wirklich im selben Land zugetragen hatten. Jeder nicht-europäische Einwohner der Stadt wirkte auch im kurzen Gespräch, wenn wir nach dem Weg fragten oder uns über dieses und jene Monument austauschten, gut integriert und freundlich. In Wahrheit habe ich bis zum frühen Nachmittag fast nur weiße Mädels und ostasiatische Touristen gesehen, die inmitten der Regent Street auf Schnäppchenjagd gingen. Wobei London absolut nicht billig war und ich innerhalb ganz weniger Stunden locker 120 Euro nur für Bus, Besichtungen und ein paar Snacks ausgegeben hatte. Instagramm-Jägerinnen tollten sich vor unserer kleinen Reisegruppe und schossen ein paar Bilder, bevor es dann passierte.

Eine locker zwanzigköpfige Gruppe von Frauen in schwarzer Vollverschleierung, wo nur die Augen zu sehen waren, kam in Begleitung EINES einzigen Mannes in weißer Jeans und dunklem Sakko an uns vorbei. Vor der Bekleidungsboutique lud er die Damen dann ab und entließ sie quasi in die Shopping-Freiheit, der selbige Frauen dann auch in eifriger Freude nachgingen. Dabei glitten diese schwarz gekleideten Schemen durch die Straße und man konnte den Briten bzw. Europäer regelrecht im Gesicht ansehen, dass diese mit allen Kräften versuchten NICHT hinzusehen und die Gruppe zu ignorieren. Ein befremdliches, wenn auch banales Erlebnis. Davon geht das Abendland nicht unter, dachte ich mir und sollte selbigen Gedanken noch eine Weile festhalten.



Also fragte ich meinen Begleiter Ed, wo man denn für einen «pint»(Bierchen) nachher hingehen könnte. Da kam die erste Klage von dem älteren Engländer. Denn es «gibt nicht mehr so viele Pubs in der Stadt – alles ersetzt durch Fast-Food-Restaurants, Telefonläden(Telefonieren ins Ausland) und Kaffeehäuser.»  Aber glücklicherweise fanden wir in den London Docklands einen guten Pub, in dem wir dann das räudige Bier der Engländer trinken konnten, während ich meinen Begleiter und seine Kollegen über den Stand der Dinge in London löcherte.

 

Im Pub hängt der Union Jack und das Kreuz von St. George inmitten von Fußballpokalen und einigen schwarzweiß Fotografien

Kurz: den Katholiken in London geht es besser und man erblüht. Nicht zuletzt wegen der hohen Einwanderung aus Polen und anderen Ländern im Osten Europas. Die Anglican Church of England hingegen sieche dahin, während der Islam in der Stadt in einigen Bezirken längst die Mehrheit der Gläubigen ausmacht. In den letzten Jahren sei es hier und dort immer wieder zu kleineren Zusammenstößen gekommen, von denen mal weniger und mal mehr berichtet werde. Eine Gruppe junger Muslime habe mal einem Rabbi die Haare abschneiden wollen und im letzten Jahr gab es ein paar Schmierereien an der Hauswand einer muslimischen Gemeinde. Dann kamen die Anschläge zurück – erst der Soldat Rigby und dann natürlich die Attacken auf der London Bridge, die alle Menschen sehr aufgefühlt hätten, führt Ed aus, während er sich noch einen Schnaps gibt. Auf die letzte Aussage folgt sofort Protest von Tim*(Name tatsächlich vergessen), der ein Arbeitskollege von Ed ist und auch im Finanzsektor tätig ist, wie die meisten. Er behauptet, dass es in Whitechapel, wo die Mehrheit muslimische Migranten sind, zu Jubelgeschrei gekommen sei. Große Gruppen von jungen Männern hätten sogar mit Silvesterkörpern geknallt. Einen ganz ähnlichen Bericht gab es mal aus Belgien, wo der belgische Innenminister Jambon beichtete, dass nach den Terroranschlägen in Brüssel sehr viele Muslime auf den Straßen den Tod der Ungläubigen gefeiert hätten. Tim kann jedoch keine Beweise liefern und so nicke ich simpel, während ich mir meinen Teil dabei denke. Möglich ist es.

Die anderen beiden Damen am Tisch berichten von ihrer Angst nachts alleine nach Hause zu fahren. Selbst ein Taxi wollen sie nicht nehmen, nachdem es zu so vielen sexuellen Übergriffen durch eine ganz bestimmte Gruppe von Taxifahrern kam. Davon hatte ich schon in der Zeitung gelesen und nicke verständlichsvoll. Immer wieder betonen sie, dass man nichts gegen andere Hautfarben hätte, aber doch vorsichtiger geworden ist. «Und die Rechten?» frage ich nach meinem zweiten Bier. Die Antwort überrascht mich. Denn populären Widerstand von Rechts gegen die Kriminalität, die demographische Umgestaltung Londons islamischen Dschihad gäbe es nicht wirklich. Erstaunlicherweise erzählen mir alle am Tisch, dass sie für das Verbleiben Englands in der Union gestimmt haben, aber bei der «anderen Wahl» UKIP unterstützten. Wie das zusammenpasst, erklärt mir jeder auf seine Weise. «Multiculturalism works for now», sagt jemand am Tisch, während andere wieder betonen, dass die Einwanderungszahlen zu hoch sind: es soll bitte weniger sein und man müsse endlich etwas gegen die islamischen Extremisten tun! Am Tisch herrscht Ratlosigkeit über das Thema, während mir Ed erklärt, dass es kein öffentliches Medium gibt, egal ob Fernsehen oder Radio, welches ihre Meinung abdeckt. «This won’t end well», fällt in den späten Abendstunden von einer der Damen zum Abschied, bevor ich mich mit Ed auf den Weg zur East London Mosque mache.

 

 

Marx hatte hatte Recht was England angeht. Denn in keinem anderen Land Europas ist der Klassenkampf so allgegenwärtig und real, wie in London. Nur sind es nicht mehr die Industriellen und Großkapitalisten, sondern Adel, Politik und Medien, welche in der Stadt völlig unter ihrer Kontrolle haben. Ich finde keine einzige Publikation im Kiosk, die mir zusagt. Alles ist Boulevard-Presse, Wirtschaft oder Politik-Trash, der nur an der Oberfläche kratzt. Wir deutschen Bürger glauben vielleicht, dass es in Deutschland eine große Machtdistanz zwischen Bürger und Politik gibt. Aber dem ist nicht so! Zumindest haben es die Briten schwerer. Von früh bis spät flimmern leuchtende Reklametafeln über Hausfassaden und Bildschirme, die irgendwie nur eine einzige Botschaft verbreiten:

«consume, obey. Consume, obey. Consume, obey. Consume, obey, Consume, obey….»

Kosmetik für Frauen – mit oder ohne Kopftuch; Nagellackwerbung mit einer Chinesin; Guiness-Werbespot; Hautcreme zum Aufhellen der Haut(für Inderinnen); Halal-Foods; der rothaarige Bursche Ed Sheeran in einem Musikvideo; Trump; TRUMP und Putin – dann irgendwann flimmert kurz eine Notruf-Hotline für junge Frauen auf, die Opfer von häuslicher Gewalt werden. Wie viele Klitoris-Verstümmelungen und Säureattacken gab es eigentlich letztes Jahr in London? 465 Säureangriffe auf junge Frauen im Jahr 2016 allein, sagt CNN nach kurzer Google-Suche. Ein kleiner Preis, für das multikulturelle Paradies auf Erden, sage ich mir. Einer muss ihn halt zahlen und was kümmert es einen Tory oder Lord of Wasweißich, was mit irgendeiner Jamila oder Nana passiert ist, nur weil sie nicht diesen oder jenen Mann heiraten wollte. Wen kümmerts, dass man jungen Frauen wie am Hindukusch Säure ins Gesicht kippt, wenn sie die Familienehre verletzen oder die Avancen eines Mannes nicht beantworten? «Diversity is our strength» wird als Mantra immer wiederholt – von allen Politikern in England. Seltsamerweise scheinen die alle vergessen zu haben, dass das Britische Imperium nicht sonderlich vielfältig war, sondern mehrheitlich aus weißen Männern mit guten Waffen und einem Anspruch auf Gehorsam bestand. Ich glaube ich weiß warum kein Politiker die vergewaltigten Mädchen in Rotherham besucht hat, von denen es ja Tausende gibt. Selbst für Qualitätslügner und Profischauspieler ist es schwer den mit Benzin überschütteten und jahrelang missbrauchten «white trash girls» in die Augen zu sehen und zu sagen: «Ja, Vielfalt ist unsere Stärke!»

Freitag Abend vor der East London Mosque sind Ed und ich die einzigen Weißen und inmitten der braunen Massen von Bangladeschis und Pakistanis hätte man einen Orient-Film drehen können. Ich untertreibe nicht! Hier war der Kontrast zum touristischen London, welches ich zuvor am Vormittag gesehen hatte. Die einzige weiße Person außer uns ist einer der zwei Polizisten. Der andere ist möglicherweise ebenfalls ein pakistanischer Moslem, der jedoch keinen Bart trägt und insgesamt sehr charmant auf unsere Fragen antwortet. Insgesamt, so sagt man uns, sei alles ruhig hier und es gäbe keinen Grund als weißer Tourist besorgt zu sein. Man weist uns jedoch im gleichem Atemzug an,  «die lokalen Bräuche und Gepflogenheiten zu respektieren». Auf die Frage hin was damit gemeint sei, wackelt der dunkelhäutige Polizist nur seltsam mit dem Kopf, als müssten wir wissen, was damit gemeint sei. Ed klärt mich auf: «kein öffentliches Konsumieren von Alkohol oder anderen …ungewünschten Nahrungsmitteln vor oder in der Nähe der Moschee und nicht mit den verschleierten Frauen reden, wenn man selber keine Frau ist.»

Ich lächele dünn und sage nur «Danke, ich hab genug gesehen.»

Bei den Engländern gilt es als «Diversity», also Vielfalt durch, wenn in Großbritannien Frauen quasi vollverschleiert nicht von anderen Männer angesprochen werden. Und obwohl es kein Alkoholverbot innerhalb der Stadt allgemein gibt, wird ein heimliches aus «Respekt vor der anderen Kultur» in den islamischen Bezirken Londons scheinbar durchgesetzt. Also gilt ja die Scharia im Grunde schon, ohne dass sie offiziell in Kraft ist. Nur muss die Frau vielleicht keine Steinigung befürchten, wenn mein unreiner Blick sie trifft und Ed wird noch nicht die Hand abgeschlagen, wenn er eine Flasche Bier in der Öffentlichkeit trinkt. Aber es war glaube ich eh Auspeitschung vor dem ganzen Dorf, wenn ich mich korrekt erinnere!

Auf dem Weg zurück in den« englischen Teil der Stadt» sitzen wir im Bus mit einigen jungen Afghanen, die ich sofort erkenne. Total irrwitzig, dass nach meinem Afghanistaneinsatz mit der Bundeswehr diese jungen Afghanen mir scheinbar überall hin folgen. In Paris, Brüssel, Köln und in London treffe ich immer wieder auf diese Männer, die mit fusseligen Bärten und harten schwarzen Augen auf mich schauen, als sei ich der Feind. Wer im Einsatz war, wird diesen Blick sicherlich kennen, den man von dem Bauern außerhalb seines Compounds zugeworfen kriegt. Die kleinen Kindern bekamen Bonbons von uns und der große Bruder stand im Hintergrund und schaute einen mit mordlüsternden Augen an. Man kann das Wort auf seinen Lippen fast schon hören, ohne dass er es sagt.

Christen sind auf dem Weg eine Minderheit in England zu werden, sagt die Kirche in England selbst. Und sie feiert ihren Untergang auch noch.

 

White British population has fallen by more than HALF in just 20 years in parts of UK as country becomes ‘more segregated’

 

Deus vult when?

 


Foto: AA

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Geboren im katholischen Rheinland – verpflichtet nur Gott, Volk und Vaterland.
Früher Afghanistan-Urlauber in Flecktarn, heute Student der Theologie und Geschichte.
War jahrelang bei der SPD und den JUSOS und trat nach 2015 aus.
Meidet Smartphones, Computer und Technik soweit es geht und übt sich ansonsten in Judo.

“Lasst uns streiten für das Königreich von Jesus Christus”

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