Miesepeter – Eine Abrechnung

Sie zu erwähnen, gar einen extra Artikel über sie zu schreiben ist eigentlich eine sinnlose Aufwertung, für sich so wertlos aufführende Personen, die ich jetzt einfach als „Miesepeter“ bezeichnen möchte und von denen wir auf dem Blog und darüber hinaus betroffen waren und sind.

»Hurra! Deutschland geht unter!«

Hier geht es nicht um die Menschen die mal ihren Frust rauslassen wollen oder die »schlecht drauf sind«, sondern solche Menschen, die diese Einstellung zu ihrem Lebenssinn gemacht haben. Jedem anderen soll es auch so schlecht gehen! Heisa wird gejubelt, wenn etwas Schlimmes passiert, passt es doch so gründlich in das eigene Weltbild.

Sie gehören jeder Schicht, jeder Altergruppe und jedem Milieu an. Aber gerne tummeln sie sich zusammen. Was zeichnet die »Miesepeter« aus? Während sie gerne der „Lügenpresse“ Falschinformationen und Übertreibung vorwerfen, nehmen sie die erstbeste Nachricht, die ihnen in den Kram passt und erheben sie zur alleingültigen Botschaft. Schnell wird alles persönlich genommen, bis sich eine »große Verschwörung« gegen sie selbst richtet. Überhaupt Verschwörungen! Die »Bundesregierung«, die »Presse«, die »Moslems« und natürlich die »Juden« – überall steckt die eine dunkle Macht dahinter. Die vielseitigen Dynamiken und Merkmale werden vergessen und geflissentlich ignoriert. Vollkommen berechtigte Hinweise auf Tendenzen, Ausprägungen und Entwicklungen werden zu solchen verschlossenen Gedankengebäuden zusammen geschustert, dass sie im kalifornischen Perris liegen könnten!



Das Land der Emjoi-Dichter und Nicht-Denker

Nein, die Personen leben nicht in dunklen Kellerverliesen, die sie nur bei Nacht verlassen können. So wird manchmal wohlformulierte geistige Masturbation betrieben. Stündlich ergötzt man sich an Videos, die die eigene Weltsicht bestätigen. Gerne werden auch die Kommentarspalten mit hunderttausenden Smileys und katastrophalen Deutsch gefüllt. Die Außenwirkung ist verheerend. Stellen Sie sich vor, eine ungepflegte Gestalt springt Sie in der Innenstadt an und blafft Ihnen entgegen: »Wissen Sie, dass die SPD Terroristen unterstützt?«. Wo es nicht so offensiv an einen herantritt, da kommt es sauber gescheitelt und schneidig daher und erläutert dem abgeklärten Zuhörer im Detail, welche Fehler Hitler wann und wo im Detail gemacht hat und wie das Weltjudentum noch immer die Zügel in der Hand hält. »Palästina, Sie verstehen?! Das sagen doch die Linken auch.« Wehe es werden hier Widerworte gefunden! Schwerer als jede Nazi-Keule und unerbitterlicher als jede maassche Freiheitslogik wird dann das Urteil des »Zionisten, Volksverräter oder Moslemhasser« über einen ausgesprochen. Meistens auch einfach ein standrechtliches »Arschloch«.

Was nützt es?

Nichts. In den letzten 80 Jahren hat es dieser Typ in seinen Ausprägungen nicht geschafft sich länger zu behaupten. Öffentlichkeit und Deutungshoheit wurden verloren. Zu recht! Denn nicht durch das LARP (Live Action Role Playing) eines Bismarck und vergleichbarer Geistesgrößen wird Deutschland gerettet sondern durch ent- und ansprechendes Handeln!

Diese Miesepeter posten Wehrmachtsbilder auf Facebook, hocken mit Gleichgesinnten am isolierten Stammtisch, in kümmerlichen Parteizentralen oder versuchen vom im Wohnzimmer befindlichen Fließentisch das Deutsche Reich in den Grenzen von 1937 zu retten.

Praktikable und realistische Lösungsvorschläge abseits eines „Ausländer raus“ finden sich selten oder höchstens als Staffage.

Faulheit

Es geht auf Dauer nicht um die xte Trommel-Demo im tiefsten sächsischen Hinterland, Kinderfesten, hundertausenden Blogbeiträgen, Seminarsitzungen, Großdemos mit lustigen Buchstabenkürzeln. Beachtenswertes Engagement. Bewundernswert wie die lokale Antifa, der Flüchtlingshelferkreis, der Kegelverein usw. Auch im virtuellen Sinne nur Lacher und Aufregung über die neusten Absurditäten aus einer SJW-Küche bringen auf Dauer nichts, wenn primär an der Landesentwicklung eines zukünftigen Ostpreußens gearbeitet wird. Ist ja nicht so, dass gerade ein großer Teil der Kinderschar einiger noch-deutscher Städte, den Mittelpunkt ihrer wachsenden Identität nicht mehr in ihrem Geburtsort sondern irgendwo anders in dieser Welt haben.

Verantwortung

Im Gegenteil: Es muss Verantwortung übernommen, Lebensfreude, Perspektive und Tatkraft verströmt werden. Patriotismus heißt nicht, seine Depressionen zu pflegen, sondern Land und Leute in Wohlfahrt zu bringen! Nein, dies ist kein Aufruf sich »beliebt« zu machen oder sich beim Hauptstrom anzubiedern. Es geht aber auch nicht darum die eigene Isolation als Normalzustand zu verkaufen, denn genau in dieser Gedankenblase-Sackgasse befinden sich jetzt viele Bürgerliche und Linke.

Was hat unsere Vorfahren zur Nation und zum Vaterland gebracht oder besser: dafür begeistert? Es war der Wille zur Einigkeit in einem von Fürstentümer und Zollschranken zerrissenen Staatengebilde; es war der Wille zum Recht, gegen Willkür und übertriebener Standesdünkel; es war der Wille zur Freiheit der Person, nicht dem isolierten Individuum sondern einer Person in einer Gemeinschaft!

Ausblick

In den letzten 30 Jahren wurde die Bundesrepublik zu einer Party für marktkonforme und wurzellose »Progressive«. Im Rausch, in den Strömen des Alkohols, der Schnelligkeit, der glänzenden Armaturen und – größtenteils – wohlgestalteten Menschen übersah die Feiermeute, wie die Substanz der Republik trotz »schwarzer Null« zerbröselt. Die Förderung von Arbeitslosen, das Bildungs-, Gesundheits- und das Sicherheitssystem (!) sind gründlich marode. Desto ausschweifender eine Feier wird, desto intensiver geht sie an die Substanz.

Es geht jetzt nicht darum in nahezu autistischer Weise, als verdammter Spielverderber aufzutreten und die Feier zu crashen, sondern zu zeigen und zu beweisen, dass die »Feier« nicht gleich wieder im Massenmord enden muss. Es wird vielleicht etwas »steiler«, aber der Raum zum »abgehen« bleibt. Außerdem ist unser Sicherheitsdienst effizienter, gewohnte Ungezwungenheit kann wieder einziehen ohne Schutzräume für wen auch immer. Dafür vielleicht wieder mit Keilereien, an dessen Ende die Beteiligten wieder gemeinsam Bier trinken können.

Messerschwingende Gestalten sind dabei so störend wie andauernd pöbelnde und immer kotzende Miesepeter!


 


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Cundar wurde in Oberfranken geboren. Sein näheres Umfeld, Zivildienst, Pfadfindertum und ein sehr interdisziplinäres Studium präg(t)en seine Weltanschauung. Die bezeichnet er gerne als “katholisch, rechtsradikal und liberal” (Kuehnelt-Leddihn lässt grüßen). “Katholisch” in einem ziemlich traditionellen Sinn, “rechts” meint patriotisch, “radikal” im Sinne von “reaktionsfreudig” sowie “unabhängig” und “liberal” im Sinne persönlichen Freiheitsdenken. Früher bei die “Jungdeutschen”. Jetzt hauptsächlich als Privatperson ansonsten hin- und wieder schriftstellerisch bei YoungGerman tätig.

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