Viktor Orbán: “Eine kleine Elite will das post-christliche und post-nationale Europa, […] einen EU-Superstaat”

Viktor Orbán ist entweder sehr weitsichtig und scharfsinnig oder aber ein Verrückter. Je nachdem wo und wen man fragt, kriegt man diese Antworten in unterschiedlichen Varianten. In den letzten zwei Jahren stieg Orbán zum eher Nachgedanken in Brüssel zur Hassfigur der politischen Linken und vermeintlich «Liberalen», aber eigentlich sozialistisch-totalitären Linken, auf. Gleichzeitig machte er sich mit seiner Politik des Grenzschutzes und des klaren Nein zur Masseneinwanderung von Millionen Illegalen zum Sammelpunkt für all jene Staaten, die mit Angela Merkels und Brüssels Kurs nicht mitziehen möchten. Dabei geht der Einfluss von Viktor weit über die Visegrad-Nationen hinaus und reicht auch mittlerweile bis nach Bayern, wo die CSU ihm eine Plattform gab. Und auch in Spanien sprach der angebliche Diktator von Ungarn bereits, der so sehr von der brüsseler Elite, allen voran Junckers, gehasst wird.

Von Angela Merkel und der deutschen Regierung wurde Orbán für seine Grenzpolitik heftig kritisiert, obwohl diese womöglich Angela Merkel die Kanzlerschaft gerettet hat. Im Nachbarland Österreich ist man längst mit Ungarn im Gespräch und geht auf Annäherung zum angeblich schlimmsten Mann Europas, der vom Pariah zum Helden avancieren wird, wie ich es vor zwei Jahren prophezeit habe.

Estland, Polen, Slowenien, Slowakei, Ungarn, Tschechien, Litauen, Lettland, Finnland, Rumänien und etliche andere Länder haben sich längst über Visegrad hinaus um Ungarn herum organisiert, um ihren Protest gegen die Brüssel Umverteilungspolitik und den Wahnsinn der offenen Grenzen zu protestieren. Vor einem Jahr sprach Viktor in Spanien und wir sehen faktisch, dass auch die südlichen Länder Europas den Kurs der Kanzlerin Deutschlands nicht wirklich mittragen möchten. Asylbewerber werden nach Möglichkeit so schnell wie möglich durchgeschleust, damit man die eigenen Nationen nicht mit ihnen belastet.



Ich habe hier einige Auszüge aus den Reden des ungarischen Grenzschützers übersetzt und zusammengefasst.

Christentum beschützen und revitalisieren

Sehr verehrte Damen und Herren,

heute will ich nicht über die Verfolgung von Christen in Europa sprechen, die mehr eine Verfolgung spiritueller Natur ist, welche mit subtilen und hinterlistigen Methoden durchgeführt wird. Diese ist zweifellos ungerecht, diskriminierend und manchmal schmerzhaft, aber vor allem nicht tolerierbar. Dennoch kann man sie nicht mit der brutalen und physischen Verfolgung vergleichen, welche die Christen in Afrika und dem Mittleren Osten/Nahen Osten erleiden müssen. […]

Das Christentum ist die am meisten verfolgte Religion der Welt […] vier von fünf Menschen, die aufgrund ihres Glaubens verfolgt werden, sind Christen und im Irak 2015 wurde alle fünf Minuten ein Christ aufgrund seines Glaubens ermordet. […] Europa besteht auf seiner Einwanderungspolitik, welche es erlaubt gefährlichen Extremisten in die EU einzuwandern. […] Wir Ungarn wollen den syrischen, irakischen und nigerianischen Christen so schnell wie möglich helfen in ihre Heimatländer zurückzukehren, welche ihre Vorfahren bereits seit Jahrhunderten bewohnen. […] Ungarn tut genau das, was die EU ablehnt: wir leisten Hilfe vor Ort, was von lokalen christlichen Führern dort gewünscht wird. Wir helfen den Menschen vor Ort, damit sie in ihre Heimatländer zurückzukehren können. […]

 

Europas Identität bewahrenEuropa verteidigen

Eine Gruppe von Intelektuellen und politischen Anführern möchte eine durchmischte Gesellschaft erschaffen, welche die kulturelle und ethnische identität sowie unsere christliche Kultur innerhalb weniger Generationen völlig verändern wird. […] Das ignorante Schweigen der EU-Eliten, welche ihren christlichen Wurzeln entsagt haben, obwohl das Schicksal der Christen im Nahen Osten sie hätte wecken müssen, ist die größte Gefahr für uns heute. Was dort [im Nahen Osten] passiert, egal wie unwahrscheinlich das jetzt noch scheinen mag, kann uns hier auch passieren. […] Europa ist ein christlicher Kontinent und wir wollen, dass er es bleibt […]

Die fundamentale Gefahr für die Errungenschaften Europas liegt im Konflikt zwischen den Globalisten und den einzelnen Nationen. […] Europa bewegt sich auf eine post-christliche und post-nationale Ära zu. Mit anderen Worten: die Zukunft dieser neuen Ära wird ohne das Fundament christlicher Traditionen und nationales Bewusstsein gebaut werden – diese sollen ausgetauscht werden. Man könnte dies als Politik für «die Vereinigten Staaten» von Europa bezeichnen.

[…]

 

Die politischen Kräfte, die an diesen Vereinigten Staaten von Europa arbeiten, transportieren willentlich eine Vielzahl von Völkern mit verschiedenen Kulturen nach Europa, mit der Absicht diesen Kontinent in die Vereinigten EU-Staaten zu transformieren, in welchem die Nationen und ihr christlicher Charakter als Hindernis wahrgenommen werden.

[…] Das ist die einzige logische Erklärung für den Import von Millionen Menschen aus fremden Kulturen nach Europa – denn dafür muss es eine Erklärung geben. Wir können dies nicht als Zufall betrachten. […] Es handelt sich um eine gewollte Transformation Europas.

[…]

Vor 27 Jahren glaubten wir hier in Mitteleuropa, dass dieses «Europa» unsere Zukunft sei. Heute fühlen wir, dass WIR die Zukunft Europas sind.

 

Foto: https://www.flickr.com/photos/eppofficial/9298443861


 

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Geboren in Berlin und aufgewachsen im Wedding und Moabit.
Young German ist der Initiator und Hauptautor unseres Blogs. Ein Vielschreiber mitte 20, dessen Hauptfokus auf Außen- und Innenpolitik sowie militärischen Themen liegt. In seiner Freizeit treibt er gern Sport und verbringt viel Zeit in der Natur, sofern er das als Städter einrichten kann und das Studium es erlaubt. Wie viele seiner Generation sucht er die Entspannung auch gerne mal in Form von Games, SciFi und Fantasy.

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