Warum man für das Imperium kämpfen kann – Inferno Squad Rezension

 

Mit dem baldigen Erscheinen von Battlefront II erscheint uns die Gelegenheit günstig, die kalten Wintertage mit Lesen zu verbringen. Auf dem Kindle-Ebook Reader flimmert daher die Geschichte der Imperialen Spezialeinsatzkräfte, dem sogenannten Inferno Squad, über den Bildschirm.

Die DLC-Politik von EA unterstütze ich nicht und habe daher auch Battlefront II nicht gekauft. Dennoch möchte ich kurz das Buch Inferno Squad vorstellen, welches den imperialen Hauptcharakteren Gideon Hask, Seyn Marana, Iden Versio und Del Meeko folgt. Inferno Squad ist der Name der imperialen Spezialeinheit, welche damit beauftragt wird die terroristische Bedrohung der Rebellion zu bekämpfen. Die Geschichte ist kurz, bündig und spannend und setzt den Akzent in Richtung Geheimagenten-Story. Auch das Imperium als solches wird von einer Perspektive gezeigt, die das klassische Schwarz/Weiß Schema der Filme aufbricht. Die Rebellen kommen nicht so gut weg und man kann Empathie für die imperialen Hauptakteure entwickeln und verstehen, warum sie tun, was sie tun.

Das schöne am Team ist, dass es sich endlich um professionelle Killer und Kämpfer handelt, die einen Auftrag erfüllen und dabei von ihrer Sache so sehr überzeugt sind, dass man quasi automatisch mitfiebert, wenn man miterlebt, wie die Imperialen die terroristischen Zellen einer Rebellenbewegungen ausräuchern. Nobel? Nein. Aber notwendig! Die Geschichte dreht sich um die Abwicklung der Anti-Terror Kampagne des Imperiums nach der Zerstörung des ersten Todessterns, bei dem Millionen unschuldiger imperialer Soldaten und Dienstleister getötet wurden.  Und tatsächlich kommen die Imperialen im Buch ziemlich gut weg und erscheinen gegen Ende hin sogar als die moralisch verständliche, wenn auch nicht lupenrein weiße Seite des Konflikts.

An den Rebellen zereibt sich dann auch der Mythos von der Strahlemann-Fraktion, die nur Gutes tut und Gutes will. Kriminelle, Sklavenhändler, Terroristen und noble Widerstandskämpfer, die wirklich ein besseres System wollen, kommen zusammen und bilden das, was das Imperium als Bedrohung des Frieden erkennt und bekämpft. Dass die Rebellen in den Filmen gemeinsame Sache mit den räudigsten Banditen und Bastarden der ganzen Galaxis außerhalb von Palpatines Thronsaal gemacht haben, lässt einen schon nachdenken.

Warum kämpft man für das Imperium?

Wie Obi-Wan sagte, kommt es immer auf den Standpunkt an. Du als ein Imperialer Soldat siehst nur, dass nach Palpatines Umstrukturierung die Klonkriege beendet und die Galaxis endlich befriedet wurde.  Und als die Rebellen eine Raumstation mit Millionen deiner Kameraden in die Luft jagen, kannst du nicht ernsthaft Gnade gegenüber diesen dreckigen Rebellen zeigen, oder? Alderaans Zerstörung war natürlich unglücklich und unnötig. Aber für Iden Versio steht fest, dass das alles nicht hätte passieren müssen, wenn die Adelshäuser des Planeten keine Rebellen unterstützt hätten. Eine seltsame, aber mit genügend ideologischer Verblendung nachvollziehbare Position.

#theEmpiredidNothingWrong

 


 

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Geboren in Berlin und aufgewachsen im Wedding und Moabit.
Young German ist der Initiator und Hauptautor unseres Blogs. Ein Vielschreiber mitte 20, dessen Hauptfokus auf Außen- und Innenpolitik sowie militärischen Themen liegt. In seiner Freizeit treibt er gern Sport und verbringt viel Zeit in der Natur, sofern er das als Städter einrichten kann und das Studium es erlaubt. Wie viele seiner Generation sucht er die Entspannung auch gerne mal in Form von Games, SciFi und Fantasy.

3 thoughts on “Warum man für das Imperium kämpfen kann – Inferno Squad Rezension

  1. Sry, bin bei dem Thema etwas raus, aber ich habe den Eindruck, daß es scheinbar nur noch weibliche “Helden” im Krieg der Sterne Universum gibt. Im Zuge der Disneysierung und des 3wavefeminism, oder täuscht der Eindruck?

    1. Hi,

      wie wäre es mit Poe Dameron und Finn? Ich glaube nicht unbedingt, dass du dich täuscht. Ich glaube eher, dass dein Fokus auf diesen Themen vielleicht einfach zu hoch ist. Das Gehirn spielt einem in dieser Hinsicht gerne einen Streich mit der selektiven Wahrnehmung. Aus meinem Standpunkt kann ich kein Überhand erkennen und auf der Anderen Seite: Was spricht gegen eine weibliche Heldin? Marvel hat nicht allzu viele 😉
      Grüße

  2. Es tut mir leid es sagen zu müssen, Younggerman, doch leider kann ich deine Begeisterung nicht nachempfinden…
    Für das Buch „Inferno Trupp“ und nicht dafür, dass man für das Imperium kämpfen kann.
    Wenn du wirklich etwas über die Überzeugung der Imperialen und deren Ideale erfahren willst, empfehle ich dir „Treueschwur“ und „Einsame Entscheidung“, beide von Timothy Zahn, zu lesen.
    Beide sind zwar „Legends“, aber wenn man die liest merkt man einfach den Qualitätsunterschied zu dem „Kanon“.

    Das Buch „Inferno-Trupp“ ist ein Paradebeispiel für die Simplifizierung des Star Wars Universum ist.
    Denn, obwohl man im Buch auf Seiten des Imperiums ist, wird das Imperium einfach nur lächerlich böse dargestellt.
    So als hätte man der Autorin gesagt, dass sie zwar ein Buch aus der Sicht einer Imperialin schreiben durfte, aber unter gar keinen Umständen, das Imperium irgendwie positiv darzustellen.
    Nur als Beispiel:
    Als der Inferno-Trupp es geschafft hat die Terrorzelle zu infiltrieren, haben sie nichts unternommen, um deren Pläne auch nur ein BISSCHEN zu sabotieren, mehr sogar noch:
    Als ein Bombenattentat auf einen Imperialen Würdenträger geplant worden ist, wobei mehrere hundert Personen, die meisten davon waren Kinder gewesen, ums Leben gekommen wären, beschießt ein Mitglied des Inferno-Trupps, den Plan zu sabotieren und rettete so mehrere hundert Personen das Leben und bekam später von Iden Verso, die selbst keine Scheu hatte Sturmtruppen, also ihren eigenen Brüder, zu erschießen, so wie Finn aus den neuen Star Wars-Filmen, eine Schelte.

    Was ich damit sagen will:
    Das Imperium wird hier als eine „Böse“ Intuition dargestellt, die weder Interesse an die Sicherheit an ihren Bürgern hat, noch um sich das Wohlergehen ihrer Verbündeten sorgen.
    Sie haben schlicht und weg keine „edlen“ Motive.

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