Ein Blick ins Arcadi-Heftchen

Mir wurde kürzlich das neue Arcadi-Magazin als Printausgabe zugeschickt. Ich habe mir daher auch die Zeit genommen, um diese Leseprobe für euch durchzuschauen und zu erzählen, was man hier für 6 Euro zum Lesen und Anschauen bekommt.

Zunächst einmal kann man sagen, dass das Magazin auf gutem Papier gedruckt ist und einen hochwertigen Eindruck macht. Hochauflösende Fotos und gutes Schriftbild zeugen von der Mühe, die der Redakteur Yannick Noe(AfD) hier hinein gesteckt hat. Schon beim ersten Durchblättern fühlte ich mich an das Bundeswehr-Magazin Y erinnert. Auch könnte man Arcadi von der Aufmachung und der Themenwahl als eine Art Vice-Magazin betrachten – nur eben für alle, die nicht links sind. Seichte Themen wie Games, Sex und Mode vermengen sich hier mit ernsthaften politischen Artikeln, die sich an ein bestimmtes Publikum richten: jung, rechts, libertär und vermutlich männlich (aber ich schließe nicht aus, dass es auch Frauen gut finden können).

Aufgeteilt werden die Seiten nach Themenbereichen in Politik, Reisen, Film, Leben, Kunst und Sport.  Beeindruckend ist, dass Yannick Noe es hier geschafft hat das erste Heft mit substanziellen Inhalten zu füllen, die qualitativ mehr Wert haben, als das beispielsweise bei Vice der Fall ist. Das Interview mit Brittany Pettibone beispielsweise, welche einen Einblick in die Lebenswelt der Aktivistin und der sogenannten Alt-Right im Ausland gibt. Eine kleine exklusive Premiere, die man sonst nirgendwo anders bekommt. Eine sicherlich gute Idee, die Erstausgabe mit diesem Knaller zu eröffnen – quasi Clickbaiting.

Berührungsängste mit den Identitären hat Noe nicht. Ein ausführlicher Bericht über die Mittelmeer-Aktion Defend Europe  und ein Einblick den Wahlkampf des Front-National in  der Provence finden sich bereits auf den ersten Seiten, ehe das Magazin sich ab der Hälfte des Heftes lockeren Themen zuwendet. MMA-Kampfsport, Bio-Mate und Lifestyle – Tough-Mudder im Interview und ein  Fokus auf Gesundheit, Sport und Ernährung. Sogar die Black Metal Szene wird kurz beleuchtet, was mich als Wacken-Kind doch sehr gefreut hat.  Traditionalismus und konservative Wertewelt, vermischt mit freiheitlicher Idee von «lass leben». Den ewigen Negativismus des Konservatismus und Patriotismus abzuschütteln, ist eine Lebensaufgabe für eine ganze Generation.

Was nimmt man mit von dieser Erstausgabe Arcadi? Nun der erste Eindruck ist erfrischend. Jung, modern, poppig und spielerisch im Umgang mit sich selbst, ohne banal zu werden (bis auf Kleinigkeiten). Raus aus der Schmuddelecke, rein in den «Mainstream» der Gesellschaft, mag wohl die Idee hinter Arcadi gewesen sein. Comics, Star Wars, Musik, Sex, Spiele – alles was Jugendliche wie wir es sind gerne tun und genießen. Der Mensch, auch der politisch Rechte, wird etwas greifbarer und weniger abstrakt.  Konservativ sein ist wieder sexy.  Das Heftchen liest sich so wie das Y-Magazin oder Bento (ja ich lese Bento, Vice und alles was die “linke” Szene sonst so produziert!) nur eben mit einer Zielgruppe in der liberalen und rechten Ecke des politischen Spektrums.  Beim Lesen ergreift mich eine gewisse Aufbruchstimmung und ich fühle mich an die deutschen Nachbarländer erinnert. Ob Dänemark, Polen, Tschechien oder Frankreich. Es gibt ein zunehmend interessanter werdendes Lebensangebot rechts der Mitte für Deutschland.

Hier bekommt man die Erstausgabe, die man für den fairen Preis von 6 Euro zugeschickt kriegt:

Arcadi Printmagazin

 

Geboren in Berlin und aufgewachsen im Wedding und Moabit.
Young German ist der Initiator und Hauptautor unseres Blogs. Ein Vielschreiber mitte 20, dessen Hauptfokus auf Außen- und Innenpolitik sowie militärischen Themen liegt. In seiner Freizeit treibt er gern Sport und verbringt viel Zeit in der Natur, sofern er das als Städter einrichten kann und das Studium es erlaubt. Wie viele seiner Generation sucht er die Entspannung auch gerne mal in Form von Games, SciFi und Fantasy.

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