Angela Merkel und die CDU: Die Chamäleonmutter und ihre Familie

Angela Merkel, die ewige Kanzlerin, bleibt uns auch über das Jahr 2017 als oberste Chefin des Landes erhalten. Ich bitte um 12 Minuten Applaus für sie und den voluminösen Altmeier neben ihr. Denn Deutschland, oder zumindest Altmeier, ginge es so gut wie nie, dank Angela Merkel. Abgesehen natürlich von den Opfern der ausufernden Gewaltkriminalität von einigen hier Schutzsuchenden.

In nur zwei Wochen wird zur Wahl gerufen und wenn wir ehrlich sind, haben wir nur eine einzige Wahl. Merkel, Merkel, Merkel. Die CDU wird stärkste Kraft und wird mit Angela Merkel die Kanzlerin stellen, egal mit welcher Koalition. Man ist ambivalent geworden und die Christdemokratie von heute ist nicht mehr schwarz, sondern hat die Fähigkeiten eines Chamäleons angenommen. Gestern schwarzbraun wie die Haselnuss und heute rotgrün, mit einem Stich blau, wenn das Programm der AfD ein wenig kopiert wird. «Abschiebungen verstärken!» heißt es nun, nachdem man erst Millionen ins Land gelassen hat, ohne deren Asylberechtigung zu prüfen. Währenddessen miauzt der Stubentiger Horst Seehofer und poltert in seinem bayrischen Brauhaus herum. Ernst nehmen tut ihn aber keiner, wenn er zuerst sagt, er würde niemals nachgeben und auf eine Obergrenze bestehen und dann nach fünf Minuten mit Angela Merkel schnurrt wie ein glückliches Kätzchen.  Und warum sollte sich Angela Merkel und ihre CDU auch wirklich sorgen? Martin Schulz ist ein Clown, ein angeblicher Gottkaiser, wie ihn seine Fans auf FB nennen, dessen Schulzzug mit Vollgas gegen den Baum fährt. Zwischen Ralf Stegner, Sigmar Gabriel und Martin Schulz hat die SPD nicht viel zu bieten.



In der Zwischenzeit stürzen sich hoffnungsdurstige Afrikaner an der spanischen Enklave über den Grenzzaun nach Europa. Kürzlich einige Hundert, bald wieder Tausende und mehr. Die sogenannte Flüchtlingskrise, wie uns kürzlich bestätigt wurde, geht weiter und verstärkt sich nur noch.  Handlungsbedarf? Negativ. Deutschland, EU, Europa – alles nur ein Wirtschaftsraum, der regelmäßig mit Menschenmaterial aufgefüllt werden muss, damit er weiter wächst. Die Wurzeln, Traditionen und die Identität des Kontinents? Unwichtig im 21. Jahrhundert und das Christ in den Christdemokraten hat nur noch Symbolcharakter. Der angepriesene Flüchtlingsdeal mit der Türkei, also die Bestechung Erdogans, damit er die türkischen Grenzen gegen Migranten und Flüchtlinge schützt, damit Angela Merkel es nicht an der deutschen Grenze tun muss, weil das unpopulär im Hinblick auf ihre vorherigen Entscheidungen wäre, ist auch nicht von Erfolg gekrönt. Alles kein Thema im Wahlkampf und weiter vorwärts auf dem Luxusdampfer der CDU, die sich auf Erfolgskurs sieht mit einem Wahlkampf, der ganz auf die Kanzlerin zugeschnitten ist. Die CDU wird, das kann man lobend anerkennen, mit ihrem Verständnis von Macht und Manipulation/Beinflussung, wieder am dem europäischen Thron bleiben. Deutschland regiert schließlich auch in der EU fast wie ein Sonnenkönig. Das geschwächte Frankreich, das in der Suppe aus Korruption und Vor-Bürgerkrieg implodiert, wird an der Leine mitgezogen. AKW, Flüchtlingskrise, Mindestlohn, Wehrpflicht und vieles mehr: die CDU kann ihr Deutschland in dem SIE gerne lebt, durchsetzen. Vor allem dadurch, dass strittige Themen und schwierige Gesellschaftsfragen einfach ausgemerkelt, also ausgesessen werden. Alles was unpopulär sein könnte, wird ignoriert und wo man glaubt mit dem Zeitgeist gehen zu können, wird mitgenommen. Und der Wähler hat, das wissen wir leider, ein schlechtes Gedächtnis. Vor einigen Jahren rief sie noch, dass Multikulturalismus komplett gescheitert sei und eine Wende in der Einwanderungspolitik nötig sei. Überhaupt Einwanderung dürfte nur noch mit einem Minus davor geschehen. Also weniger und viele Leute, die hier nicht angekommen sind, müssen wieder gehen.  Dafür gab es damals Applaus und heute will sie nichts mehr davon wissen. Generationswechsel in der Partei und Gesellschaft haben dafür gesorgt, dass sich auch der Zeitgeist geändert hat. Die Bildungspolitik der letzten Jahrzehnte, ein rotgrünes Projekt in fast jedem Bundesland, hat gewirkt. Medien und Fernsehen taten ihr übriges, während sich an Europas offenen Scheunentoren die Probleme stapeln und Terroristen ungeschürt Unheil anrichten können.

Der Wähler wird vergessen, wenn er nicht direkt selbst von den Auswirkungen der merkelschen Politik betroffen ist.  Agenda 2010 wird heute von ihr gelobt! Damals, als Schröder noch daran herumdokterte, war sie eine Kritikerin. Überhaupt fanden die pathetischen Worte von Identität, christlich und Deutschland da noch häufiger Verwendung bei ihr. Die Angela Merkel im Jahr 2004+ war, nach eigener Deutung, rückblickend ziemlich rechtsextrem bzw. rechtspopulistisch. Wahrscheinlich hätte sie, wenn die Identitären 2004+ auf den Plan getreten wären, diese Burschen noch in Schutz  genommen. Schließlich, da machen wir uns nichts vor, tickt die Junge Union beim Bier am Stammtisch normalerweise völlig aus und dreht am Rad, während man das Deutschlandslied in allen drei Strophen anstimmt und die Eroberung Polens fordert.  War vor fünf Jahren noch so und ist heute wahrscheinlich nicht so viel anders, wenngleich man sich jetzt dafür wohl schämt. Aber die Positionen, die heute von Merkel eingenommen werden, haben so gar nichts mit der Merkel von 2004+ zu tun.  Heute ein Fall für den Verfassungsschutz, wenn man Leitkultur, deutsch und Vaterland auch nur in einem Satz zusammen bringt.

Die falsche Alternative zur abgeschotteten Gesellschaft wäre dabei die multikulturelle Gesellschaft. Sie ist eine Utopie, eine gescheiterte zudem. In der Vorstellung vereingt sie Vielfalt mit der Harmonie, in der Wirklichkeit endet sie in Parallelgesellschaften und gegenseitigem Misstrauen. Integration ist keine Einbahnstraße, aber es muss schon sehr klar sein, in welche Richtung dieser Prozess im Grundsatz verläuft. Es darf keinen Zweifel daran geben, wer sich in welche Gesellschaft integrieren soll. – Zitat

Sie ist mit diesen Aussagen nicht weit von dem ab, wofür man heute von alternden weißen Politkommissaren als rechtsextrem bezeichnet wird. Aber Merkel und ihre CDU sind in der Lage ihre Farbe zu wechseln. Was sind schon Positionen von gestern? Eben.  Gestern schwarzbraun wie die Haselnuss, heute rotgrün mit einem hauchzarten Aroma von Verbissenheit. Hauptsache an der Macht bleiben! Nach Merkel die Sintflut, auch für die CDU.

 

Foto: http://flickr.com/photos/15237218@N00/6761987353


 

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Geboren in Berlin und aufgewachsen im Wedding und Moabit.
Young German ist der Initiator und Hauptautor unseres Blogs. Ein Vielschreiber mitte 20, dessen Hauptfokus auf Außen- und Innenpolitik sowie militärischen Themen liegt. In seiner Freizeit treibt er gern Sport und verbringt viel Zeit in der Natur, sofern er das als Städter einrichten kann und das Studium es erlaubt. Wie viele seiner Generation sucht er die Entspannung auch gerne mal in Form von Games, SciFi und Fantasy.

One thought on “Angela Merkel und die CDU: Die Chamäleonmutter und ihre Familie

  1. Sie hat sehr viel dafür getan um nicht wieder gewählt zu werden, und praktisch nichts um sie doch zu wählen. Trotzdem wird sie mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit wieder Kanzlerin. Was sagt das über dieses Land aus? Dieses mal, kann sich keiner rausreden, er hätte von allem nichts gewußt.

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