Es ist alles gesagt

 

Es sei der Mangel an Willkommenskultur, welcher Schuld am Wahlergebnis der in Deutschland lebenden Türken habe, so einige linksgrüne Stimmen aus der Medien- und Politiklandschaft. Die Deutschen seien also schuld daran, dass sich Millionen von türkischstämmigen (sunnitischen) Muslimen hier nicht angekommen und aufgenommen fühlen. Sie sind die marginalisierte Opfergruppe, die sich selbst anscheinend gerne in einer solchen Opferrolle sieht, während Millionen anderer Migranten unterschiedlichster Gruppierungen offenbar nicht unter den selben angeblichen Diskriminierungen zu leiden haben. Ich kann nicht vernehmen, dass die Buddhisten und Hindus lautstark nach Sonderrechten krächzen.  Ich werde mir überhaupt nicht mehr die Mühe machen, diese lang und breit diskutierten Behauptungen zu demontieren. Das haben wir hier auf unserer Plattform schon zur Genüge getan.

Gestern unterhielt ich mich seit langem wieder mit einem alten Jugendfreund, ein junger kemalistisch orientierter Türke, der mit mir im Viertel aufwuchs.  Er erzählte mir, wie bei Verkündigung des Ergebnisses Jubelgeschrei in der Nachbarschaft ausbrach und große Gruppen türkischer Männer sich mit den Nationalflaggen und Wolfsgruß über den Sieg freuten, während immer wieder die Lobpreisung an Allah hinausgebrüllt wurde.

Er selbst sieht keine Zukunft mehr für sich in Deutschland, sondern spielt mit dem Gedanken, nach Nordamerika auszuwandern. Es seien übrigens dieselben Jungs von damals, die Drogen nahmen, Raki tranken und vorehelichen Sex hatten, die heute zehn Jahre später bärtige Neo-Osmanen sein wollen.  Dass das Zusammenleben auch schon mal besser funktioniert hat, selbst im Wedding, ist sehr ernüchternd. Dass die AKP ihre Bevölkerung tatsächlich hat abstimmen lassen, empfinde ich trotz ihrer medialen Dominanz als einen anständigen Zug. Die Türken haben die Autokratie gewählt und möglicherweise werden sie ja auch glücklich damit. Wie das dann mit den Kurden und anderen Minderheiten in ihrem Land passt, ist am Ende nicht unser Problem bzw. sollte es nicht sein. Tatsächlich ist es eben doch so, dass Deutschland in weiten Teil bereits kolonialer Vorposten der türkischen Nationalisten geworden ist. Der Anblick gigantischer Hochzeitsgesellschaften türkischer Familien, welche ganze Straßenzüge mit Hupkonzerten und BMWs blockieren, ist da noch das geringste Übel. In NRW und vor allem im Ruhrpott marschierten hunderte türkische Nationalisten der Grauen Wölfe bereits auf, während Zehntausende Köln und Düsseldorf in einem rot-weißen Fahnenmeer ertränkten.

Die Türken können, wenn sie das denn möchten, in weiten Teilen der BRD die Straße kontrollieren und für sich beanspruchen. Junge emotional aufgeladene und gewaltbereite Massen, welchen der deutsche Wohlstandsbürger nichts außer Entsetzen und Unverständnis entgegensetzen kann. Der große Traum, der von einigen türkischen Nationalisten bereits seit vielen Jahrzehnten geträumt wird, nämlich «Ruhrkent», also eine osmanische Kolonie im Pott, erscheint zum Greifen nah. Zumindest klingt es so, wenn man es aus den Mündern der jauchzenden AKP-Anhänger hier im Lande vernimmt, die auch in Berlin kein Blatt vor den Mund mehr nehmen und offen über die Übernahme Deutschlands reden, so wie es Erdogan ebenfalls bereits zu ersinnen scheint. Denn er sagte genau das, was von Seiten unserer Regierung in Deutschland immer geleugnet wird. Der demographische Wandel, also das Aussterben der ethnischen Deutschen räumt den Weg frei für neue Völker, vor allem den Türken als größte Migrantengruppe, welche die neuen Herren Europas werden sollen.  Und da den vom linksliberalen Gehirnwäschebetrieb verblendeten Einheimischen diese Realität nicht flächendeckend bewusst wird, bleibt es eine vom rechten Rand verbreitete Verschwörungstheorie. Aber wenn ein Deniz Yücel sagt, dass er sich über das Aussterben der Deutschen freut, zweifelt es niemand an, und er wird dafür von seinen ethnomasochistischen Kollegen gefeiert. Wenn ein Identitärer oder AfDler und sei es auch ein CDUler dies mal anspricht, stürzt sich der Medienabschaum darauf und erklärt diese faktisch nachweisbare Entwicklung als krude Verschwörungstheorie. Die Unbelehrbarkeit der meisten Linken und ihrer gutmenschlichen Heerscharen erweist sich hier als traurigste Komponente dieser ganzen Entwicklung. Die Argumente zwischen unseren Fronten, die ich verallgemeinernd als Links und Rechts bezeichne, obwohl dies sicherlich nicht ausreichend genau ist, wurden bereits ausgetauscht. Genauso ist es zwischen den türkischen Islamisten bzw. Nationalisten und den Deutschen, die deren Plänen im Wege stehen. Es ist sehr löblich, wenn Hamed Abdel Samad mit seiner Gutmenschen-Freundin mit dem Kurzhaarschnitt durch Europa tourt und den Dialog mit den Muslimen sucht. Er versucht noch zu vermitteln, Lösungen zu finden und ein Zusammenleben zu gestalten, während seine naive Freundin völlig entgeistert über Dinge ist, die eigentlich für alle mit offenen Augen durchs Leben  gehenden Menschen schon seit Jahrzehnten ersichtlich waren.

Da erleidet die Dame fast einen Heulkrampf, weil ihr ein Türke zuruft, es sehe hier bald aus wie in Frankreich. Samad erklärt ihr, dass er dies als Drohung meint und hier bald Zustände wie in einem Bürgerkrieg auf Sparflamme herrschen würden, wo ganze Vorstädte völlig ethnisch ausgetauscht und islamisiert wurden, wo also die muslimischen Kolonien auch von den Einwohnern als solche anerkannt und verteidigt werden. Dass die Frau davon bereits schockiert ist, amüsiert mich. Da habe ich schon weitaus mutigere Aussagen gehört. Es gibt, das ist wohl richtig, nicht «Die Muslime». Ich kenne genug türkische bzw. arabische Muslime, die überhaupt nichts auf die totalitären Islamisten und wahnsinnigen Ultranationalisten ihrer jeweiligen Fraktionen geben, sondern eher angepasste Liberale sind. Diese bilden jedoch, wie wir mittlerweile ganz gut sehen können, eine marginale Größe in unserem Land und in ganz Europa. Durchschnittlich über 65% Zustimmung für die AKP, die in den eigenen Anhängern in Europa eine Miliz sehen will, einen erweiterten Arm Ankaras, zur Beherrschung des Kontinents. Das ist nicht meine Rhetorik, sondern die der AKP und ihrer Unterstützer. Die Erkenntnis, dass selbst ruhige Redner und Logiker wie Hamed Abdel Samad nicht mehr zu diesen Leuten durchdringen und einen Kompromiss finden können, sorgt bei mir für eine finstere Entschlossenheit, die sicher viele Weggefährten mittlerweile teilen.

Es ist die bittere Einsicht, dass alles gesagt ist. Für uns sind ein bestimmter freiheitlicher Wertekanon, eine nationale deutsche bzw. ethnisch europäische Identität und unsere Kultur nicht verhandelbar. Zwischen Neu-Osmanismus und einem freien Europa gibt es keinen Kompromiss und somit keine friedliche Lösung mehr. Der Aufruf zur Gewalt kommt nicht von mir, sondern von dem Mann, der die Minarette, Moscheen und Muslime Europas als Bajonette, Kasernen und Soldaten einer islamischen Streitmacht bezeichnet. Wenn die AKP sagt, dass Europas Zukunft den Türken bzw. Muslimen gehöre, dann ist das ein Aufruf zur Eroberung von Lebensraum. Und ich muss leider mitteilen, dass dieser Lebensraum hier schon belegt ist. Die Fronten sind somit klar und es ist alles gesagt. Jetzt warten wir nur noch, bis der Damm bricht.

 

 

 

 

 

Foto: Mstyslav Chernov


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Geboren in Berlin und aufgewachsen im Wedding und Moabit.
Young German ist der Initiator und Hauptautor unseres Blogs. Ein Vielschreiber mitte 20, dessen Hauptfokus auf Außen- und Innenpolitik sowie militärischen Themen liegt. In seiner Freizeit treibt er gern Sport und verbringt viel Zeit in der Natur, sofern er das als Städter einrichten kann und das Studium es erlaubt. Wie viele seiner Generation sucht er die Entspannung auch gerne mal in Form von Games, SciFi und Fantasy.

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