Träume von einem besseren Deutschland

Ich war kürzlich auf dem Berliner Landesparteitag der AfD. Dort wurde Beatrix von Storch wie erwartet auf Platz 1 der Landesliste für die Bundestagswahl gewählt. Aber ich möchte die Chance nutzen, um euch etwas von der Stimmung und den vielen anderen Rednern dort zu erzählen.

Schon bei der Ankunft um 9 Uhr in dem nach Brandenburg verlagerten Treffpunkt begrüßten uns drei oder vier alternde Deutsche, die vom Aussehen her und ihren Plakaten nach zu urteilen keine Freunde der AfD waren. Die Polizei, welche angerückt war, hatte vielleicht mit einem größerem Aufgebot der politischen Feinde der Partei gerechnet. Es blieb aber bei den drei oder vier greisen Gestalten, die sich gegen die «Fremdenfeinde» aufstellten. Ein Antifa Fotograf, so vermute ich, knipste derweil eifrig Bilder von allen Neuankömmlingen, mir eingeschlossen. Aber um ihn geht es nicht. Vielmehr ist wichtig, wie viel Energie und Tatendrang dann doch bei den vielen Bewerbern zu sehen war, die sich auf einen Platz für die Landesliste beworben hatten. Etwa 50 Personen waren es ingesamt, jeder von ihnen mit 5-10 Minuten am Rednerpult. Dementsprechend zog sich die Veranstaltung am ersten Tag auch noch bis in den späten Abend.

Ich muss ehrlich sagen, dass ich von der Kontrosversität der Meinungen sehr überrascht und sogar positiv angetan bin. Eine reine Klatschveranstaltung, wie die alten Parteitage der CDU, war es nicht. Mehrheitlich hörte ich nur gute Redner, die meist in eine ähnliche politische Stoßrichtung zielten, Deutschland fühlten, dachten und sagten, wenn sie den Mund aufmachten. Viele Namen wären hier zu nennen, die mit guter Rhetorik und Inhalt beeindruckten. Aber es fanden sich auch einige Wirrköpfe darunter, die ich hier nicht unter den Tisch kehren möchte. Der am Ende bleibende Eindruck war jedoch ein guter. Ich bin mir sehr sicher, dass wir von Personen wie Gottfried Curio noch einiges mehr hören werden. Er kam auf Platz 2 und bei seiner Rede tobte der Saal. Auch Nicolaus Fest, ehemaliger Bild-Journalist, sprach und wurde auf einen oberen Platz gewählt.

Bei gut 50 Rednern war meine Konzentration allerdings rasch aufgebraucht. Glücklicher Umstand ist, dass gleich eine der Anfangsreden eine sehr gute war, die ich euch hier im Transkript nicht vorenthalten will. Ein junger Parteikollege namens Jörg Sobolewski, mit eigenem Eintrag auf indymedia, teilt mit uns seinen Traum von einem besseren Deutschland und einem besseren Europa. Merkel abzuschaffen, die Altparteien zu schlagen – all das reicht uns nicht. Die AfD, alle Patrioten, haben eine echte Vision, für die es sich zu kämpfen lohnt. Wir haben eine Vorstellung davon, wie Deutschland sein könnte:

 

[…] (Auszug)


Der türkische Außenminister rät: die Deutschen müssten lernen «sich zu benehmen». […]

Der Außenminister eines Landes, das im Schweinsgalopp den Weg zurück in die Steinzeit angetreten hat.

Der Außenminister eines Landes, das seit Jahren knietief in einen blutigen Bürgerkrieg im Nachbarland Syrien verwickelt ist.

Müssen wir uns von solchen Leuten belehren lassen?!

Müssen wir uns von Verfechtern einer rückschrittlichen Weltanschauung, von Religion will ich da ungern reden, etwa Benehmen beibringen lassen?! Wir sind das Land von Goethe und Schiller, von Kant und Jünger!

Die Antwort lautet selbstverständlich: Nein! Nein wir müssen uns nicht belehren lassen und all den Türken und Arabern, denen hier zu viel Aufklärung und zu wenig Islam herrscht, denen musst klar gemacht werden: «Dann kehrt zurück zu eurem Außenminister Cavusoglu und nehmt eure No-Go-Areas mit!»

Wie konnte es überhaupt soweit kommen, dass wir g lauben von einem derartigen Land wie der Türkei abhängig zu sein? Warum sind wir eines morgens aufgewacht und haben uns einreden lassen, man könne keine Grenze mehr wirkungsvoll gegen illegale Einwanderung schützen? Warum haben wir es jahrzehntelang hingenommen, dass unsere Bundesregierung vor jeder wichtigen außenpoltischen Entscheidung nach Washington gelaufen ist, um sich dort eine Anweisung, wie sie sich zu verhalten habe, abgeholt hat? Wie konnten wir uns daran gewöhnen?!

Das muss ein Ende haben! […]

Wir sind ein freies und stolzes Volk mit einer uralten Geschichte. Wir brauchen keine Bevormundung aus Übersee und keine Belehrung vom Bosporus!

Lasst uns gemeinsam mit unseren Nachbarn die Südgrenzen Europas sichern, die Visegrad-Staaten machen es vor: Sichere Grenzen sind keine Illusion! Lasst uns in Zukunft deutsche Politik wieder in Deutschland entscheiden; lasst uns mit unseren europäischen Nachbarn europäische Politik machen – mit einer gleichgroßen, freundlichen Distanz zu den USA und der russischen Föderation. In Moskau sitzt nicht unser Feind, sondern ein wichtiger Handelspartner für die Zukunft. Lasst uns in Zukunft wieder selber entscheiden, wer zu uns gehört und wer nicht! Die Eurokraten in Brüssel berechnen für unser Land eine Nettozuwanderung von über 7 Millionen Menschen in den nächsten Jahren. Das ist mehr als die Bevölkerung von Dänemark!

Es reicht! Einwanderung löst keine demographischen Probleme, sie verschärft nur soziale Konflikte.

Das ist alles keine Illusion, die Souveränität Deutschlands ist keine Illusion, sondern ein erreichbares Ziel!

Wenn wir zusammenstehen, wenn wir uns nicht spalten lassen und einig sind! Wenn wir uns nicht entzweien lassen, weder von innen, noch von außen, dann können wir im September einen echten Völkerfrühling in Europa einläuten. Dann wird es noch in hunderten Jahren ein Deutschland geben, mit stolzen und freien Deutschen, der Welt in freundlichem Respekt zugetan. Ein Vaterland, dass wieder Geistesgrößen wie Kant und Schiller hervorbringt. In der Welt bewundert und geachtet.

Ein Deutschland, offen für Gäste und neue Ideen. Aber stark genug um sich jeder Bedrohung und Bevormundung zu widersetzen!

Das ist mein Traum […], ich träume ihn für mich und meine ungeboren Kinder – und ich lade euch ein, ihn mit mir zu träumen!

Auszug der Rede von Bewerber Jörg Sobolewski

 

Die Verwirklichung dieses Traums hängt an der kommenden Bundestagswahl. Wo ich mein Kreuz mache, dürfte klar sein.

 

 


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Geboren in Berlin und aufgewachsen im Wedding und Moabit.
Young German ist der Initiator und Hauptautor unseres Blogs. Ein Vielschreiber mitte 20, dessen Hauptfokus auf Außen- und Innenpolitik sowie militärischen Themen liegt. In seiner Freizeit treibt er gern Sport und verbringt viel Zeit in der Natur, sofern er das als Städter einrichten kann und das Studium es erlaubt. Wie viele seiner Generation sucht er die Entspannung auch gerne mal in Form von Games, SciFi und Fantasy.

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