Wie Kultureller Marxismus unsere Gesellschaft untergräbt

von : Holger Schnepf

Wenn man heute Menschen von der Gefahr des „kulturellen Marxismus“ erzählt, so schaut man meist eher in leere Gesichter? Wie? Kommunismus? Haben wir den nicht 1989 besiegt? Was sollen uns da ein paar Hinterbänkler und Altkader gefährlich werden?

Nein. Der Marxismus ist eine sehr reale und sehr mächtige Gefahr, weil er sich gewandelt hat, nämlich in die Form des sogenannten „kulturellen Marxismus“. Ich werde das hier ausführen und mich mit historischem Hintergrund so kurz fassen, wie es geht. Ein wenig Geschichte muss aber sein, weil man sonst die Gefahr nicht richtig einschätzen kann.

Historische Grundlagen

Als Karl Marx Ende des 19. Jahrhunderts seine Version des Kommunismus entwickelte, war die Lage der Arbeiter in Europa in der Tat ziemlich düster. Es ist sehr wichtig zu sehen, dass die Kritik der frühen Kommunisten an den damaligen Verhältnissen absolut berechtigt waren. Das Leben eines Arbeiters war elend. Man kann den Wandel am leichtesten an der Entwicklung der Weberei aufzeigen. Vor der industriellen Revolution waren die Weber freie Unternehmer gewesen, einzelne Familien, die zuhause ihre Webstühle hatten und dann ihre Produkte frei verkauften. Dann aber kamen die Dampfmaschinen und mit ihnen die industriellen Webstühle. Das führte zu zweierlei: Erstens, diese viel effizienteren Webmaschinen konnten viel mehr Stoff zu viel geringeren Preisen herstellen, so dass die ganzen Weber-Familien bankrott gingen; und zweitens, solche teuren, großen Maschinen konnten sich natürlich nur sehr reiche Leute  leisten, die Unternehmer. Diese Maschinen sind das was Marx die Produktionsmittel nannte; d.h. die Produktionsmittel, in diesem Fall die Webmaschinen, waren nicht mehr in den Händen der Arbeiter, sondern in denen der Unternehmer, der Reichen, und alle Menschen, die vormals von freier Heimarbeit lebten, wurden abhängige Beschäftigte. Daher, so Marx, müsse der Kommunismus dafür sorgen, dass die Produktionsmittel wieder zurück in die Hände des Volkes kämen, nur eben nicht individuell, was mit so großen Maschinen ja kaum geht, sondern als Kollektiv.

Das ist, in einer Nussschale, die Kritik und Theorie von Marx. Sie ist so weit als Kritik nicht anfechtbar und komplett berechtigt. Durch den Besitz der Produktionsmittel in der Hand einiger weniger ist im korporativen Kapitalismus der Arbeiter und Angestellte tatsächlich in einem Machtgefälle, einem Nachteil. Er kann jederzeit entlassen werden und ist dem Besitzer der Produktionsmittel daher ausgeliefert. Dieser Teil von Marx wird von niemand bestritten; er ist evident.

Problematisch wurde es erst nach Marx, als man nun daran dachte, wie diese Sache praktisch angegangen werden sollte. Denn, das wesentliche Problem ist: ein Kollektiv hat keinen einheitlichen Willen. Nehmen wir irgend ein Volk. Wer entscheidet denn am Ende was produziert wird und wie? Nun, um es kurz zu machen, im real existierenden Sozialismus des Ostens war es de facto die Diktatur einer kleinen Clique oder Elite. Zudem trat auch im Laufe der Zeit eine Tatsache zu tage, dass eine Ökonomie, die komplett kollektiviert ist, die also keinerlei Konkurrenz kennt, extrem unproduktiv ist. Im Vergleich war der Kapitalismus schlicht wirtschaftlich so unglaublich erfolgreicher. AUCH darin die sozial Schwächeren zu versorgen, wo es sozialen Ausgleich gab, dass etwa im Bereich der späten 1940er und 1950er Jahre den Marxisten des Westens klar wurde, dass der Marxismus ökonomisch widerlegt war. Zumal sich gerade in West-Deutschland ein System entwickelte, das den alten Marxismus komplett überflüssig machte, die soziale Marktwirtschaft. Man hatte einen freien Mark, aber es gab staatliche Regeln und eine grundlegende soziale Sicherung um die extremsten Risiken von Not und Verarmung abzufedern.

Frankfurter Schule als Wendepunkt

Die Marxisten des Westens, vor allem hier in Deutschland, erkannten recht deutlich, dass sie mit dem gigantischen Erfolg des Wiederaufbaus der Bundesrepublik, den Menschen den Kommunismus niemals würden schmackhaft machen. Sie brachten es aber auch nicht fertig sich von ihrer Illusion einfach zu verabschieden, sondern sie bauten den Marxismus radikal um, eben zum kulturellen Marxismus.

Im Kern dieses Umbaus steht die sogenannte „Frankfurter Schule“, die im „Institut für Sozialforschung“ bereits 1924 gegründet wurde, und deren Blüte in der Nachkriegszeit einsetzte. Ihre führenden Köpfe waren Theodor Adorno, Max Horkheimer, Herbert Marcuse, Erich Fromm und später Jürgen Habermas.

Ihr Hauptwerk ist die „Dialektik der Aufklärung“. Der Trick, wenn man so will, ist dass die Frankfurter Schule die Kritik von Marx, die eigentlich vor allem auf die ökonomischen Verhältnisse abzielte, auf die ganze westlich-abendländische Kultur auszudehnen. Vor hier geht eine direkte und offene Vergiftung der ganzen westlichen Kultur aus.

Ich ziehe hier den Begriff „westliche Kultur“ vor, weil die geschichtlichen und politischen Vorgänge in Ost-Europa eine andere Richtung gegangen sind. Es geht hier auch nicht nur um das Abendland, Europa, sondern eben um West-Europa und Nordamerika.

In „Dialektik der Aufklärung“ und anderen Schriften von Adorno und Horkheimer, Fromm und Marcuse, wird die ganze westliche Zivilisation kritisiert und wenn man es genau betrachtet, als wertlos und moralisch verwerflich abgelehnt. Und zwar mit einem Kniff, der uns heute genauso bei den Linksextremen, den Social Justice Warriors und der Antifa wieder begegnet. Der Trick ist hier dieser: Es gäbe, so die Frankfurter Schule, einen autoritären Zug der gewaltsamen Unterdrückung in der westlichen Kultur, deren Ausdruck sei ein räuberischer, brutaler Kapitalismus, und es sei eben diese Kultur, die so nur der Westen habe, wodurch er an allem Elend der Welt schuld ist. Nun haben das Adorno und Horkheimer so expressis verbis nicht gesagt, dazu waren sie zu geschickt. Es hätte ihnen 1950 im Wiederaufbau auch keiner geglaubt. Aber, liest man die Schriften der Frankfurter Schule, läuft es genau darauf hinaus. Fromm und Marcuse haben hier noch die Lehre von Freud einfließen lassen, allerdings lasen sie Freud reichlich gegen den Strich. Für Freud war Triebverzicht eine Voraussetzung für Zivilisation. Für die Marxisten Fromm und Marcuse war es genau spiegelverkehrt: eben weil die westliche Zivilisation erfordere, seine Wünsche im Zaum zu halten, sei er korrupt und böse. Hier würden quasi verkrüppelte, grausame Seelen geschaffen, die unter dem Elend dauernder Selbstverleugnung gewissermaßen ins Böse getrieben werden. Das ist eins zu eins, was uns die Social Justice Warriors weismachen wollen, sie seien Opfer einer ominösen „strukturellen Gewalt“, wie es auch die Antifa behaupten, und damit rechtfertige sich eben jede Gewalt von ihrer Seite, die nur „Widerstand“ sei. In Wahrheit sind aber Markt und Autorität Züge der Zivilisationen in der ganzen Welt. Der Popanz der „strukturellen Gewalt“ ist eben deshalb ein Unfug, nicht weil es prinzipiell unwahr ist, sondern weil keine Kultur wie die Westliche so sehr Autorität und Gewalt abgebaut hat, und weil Autorität ein unverzichtbares Element von Zivilisation darstellt.

Arabische, asiatische und schwarzafrikanische Kulturen sind von diesen Elementen in unendlich stärkerer Weise geprägt. Dagegen hat gerade die westliche Kultur praktisch im Alleingang Menschenrechte geschaffen, Freiheitsrechte und Emanzipation gefördert. Das ist geradezu ein Alleinstellungsmerkmal des Westens. Davon aber wollen die Linken nichts wissen. Sie brauchen einen dämonisierten Westen – und einen geradezu lächerlich idealisierten Orient – um ihre Absurditäten zu rechtfertigen.

Damit war die ganze westliche Kultur und Zivilisation verdammt. Diese beiden Elemente, der von Marcuse und Fromm begründete Anti-Freud des „authentischen Gefühls“ und die von Adorno und Horkheimer betriebene Diffamierung der westlichen Kultur als autoritär und gewaltsam, bilden die beiden Grundpfeiler des kulturellen Marxismus. Damals fasste man den Plan, wenn man den Kapitalismus schon nicht ökonomisch besiegen kann, so kann man all seine kulturellen Grundlagen untergraben, Stück für Stück, bis alle kulturellen Pfeiler zum Einsturz gebracht wurden. Und eben in der Endphase, im Scheitelpunkt dieses Planes stehen wir heute.

Die marxistischen Professoren der 1950er lehrten die linken Studenten der 1960er, diese marxistischen Studenten begannen ab den 1970ern dann den „Marsch durch die Institutionen“. Sie wurden Lehrer und Pädagogen, Professoren und Künstler, Kulturschaffende und Autoren, Politiker und Journalisten. Die alten Konservativen wurden nicht vertrieben, sie starben einfach weg und wurden durch die Welle der marxistisch beeinflussten Linken ersetzt. In allen Betrieben von Kultur, Wissenschaft und Bildung.



Marsch durch die Institutionen

Die Marxisten unterwanderten ab den 1970ern auch gezielt alle sozialen Bewegungen: die Schwarzen-Bewegung, die Frauenbewegung, die Schwulenbewegung und später auch die Ökobewegung und jedenfalls in Deutschland sogar die spirituellen Bewegungen. Überall redet man den Menschen in diesen Bewegungen ein: es gibt einen Grund für euer Leiden, und das ist die böse, westliche Kultur, die Zivilisation des weißen Mannes. Wobei es diesen rassischen Schwenk so deutlich erst später bekam. So kam es, dass diese Bewegungen, die damals durchaus gute Gründe hatten, Reformen der Gesellschaft und mehr Toleranz zu fordern, in eine extreme Sicht der Ablehnung der westlichen Kultur per se getrieben wurden. Noch bis in die 80er war das eher weniger erfolgreich, und diese extrem linke Sicht war in den Schwarzen-, Schwulen-, und Frauenbewegungen eher die Ausnahme, eher eine Randerscheinung, Marxistische Sprüche traten als gezielte Provokation auf, realen Kommunismus wünschten sich nur wenige. Man fühlte sich zwar bei den Linken toleriert, die irgendwie auch von Unterdrückung faselten, aber so richtig innige Liebe zum Marxismus gab es weniger. Das war teilweise auch einfach deshalb so, weil es im Ostblock einen realen Sozialismus gab, und der war nun eben ersichtlich weniger erstrebenswert. Es scheint mir signifikant, dass die wesentlichen Träger einer Radikalisierung der Linken in unserer Gesellschaft, die Generation der Social Justice Warrior und der jungen Gutmenschen, in einem Alter sind, dass sie den Ostblock nicht mehr erlebt haben. Sie haben keine plastische Vorstellung davon, was Kommunismus in letzter, realer Konsequenz heißt: die Unterdrückung durch eine kleine Clique, die dauernde Angst vor Willkür, davor etwas falsches zu sagen oder wegen kleinster Kritik im Gefängnis zu landen oder wenigstens Berufsverbot zu erleiden. Wir nähern uns dem heute mit großen Schritten an, die sich umso entschlossener ausbreiten, je mehr der reale Terror des realen Sozialismus in Vergessenheit gerät.

Dieser kulturelle Marxismus hatte vor Anfang an vor allem Intellektuelle als Trägerschicht. Jene Leute, die eigentlich nie mühevolle Arbeit leisten, sondern eben als Champagner-Kommunisten ihre Utopien normalerweise nicht selbst erleiden, weil sie in Sonderstellungen sind. Künstler und Lehrer, Professoren und Studenten, Journalisten und Berufsaktivisten. Wer als sogenannter Künstler im Leben versagt, der ist eben „nur nicht richtig verstanden“, er sieht sich unterdrückt von einer bösen, patriarchalen, kapitalistischen Kultur des Westens, neuerlich des Weißen Mannes; er, der gescheiterte Künstler, der Klein-Journalist, der Dauerstudent, sie alle fühlen sich eins mit dem unterdrückten Proletarier. Es ist eine ungeheuerliche Hybris und ein gewaltiger Narzissmus, der gescheiterte Künstler, vielleicht als Lehrer oder Journalist irgendwo untergekommen, die Welt hassend, weil sie seine Größe verkennt, sich zum Opfer stilisiert gleichsam allen anderen Unterdrückten: dem Arbeiter, dem Ausländer, dem Muslim, dem Schwarzen. Für ihn sind sie alle seine Brüder, geeint durch die diabolische Macht eines sich verschwörenden, weißen, westlichen Patriarchats. Was für eine Witzfigur er für diese ist, die Arbeiter, die Muslime, die Schwarzen, die hinterrücks über ihn lachen als nützlichen Idioten, das sieht er nicht. Er sieht sich als Held und Opfer zugleich und der große Satan an seiner Misere muss eben das berühmte „System“ sein. Denn er selbst kann ja seine Verantwortung für sein Scheitern, sein unbedeutendes kleines Leben nicht selbst tragen, so muss eben einer Schuld sein, also der Weiße Mann des Westens mit seiner grausamen Autorität.

Schaffung einer Gossenkultur

Wir müssen das genau ansehen, womit wir es hier zu tun haben. Dieser Menschentyp wälzt seine ganze persönliche Misere und die aller Menschen auf den Westen ab, vor allem eben den weißen Mann und alle Kultur, die er seit Jahrhunderten hervorgebracht hat. Für ihn ist alles mit der Wurzel herauszureißen. Man hat es in Theater, Oper und der modernen Kunst bereits in den 1920ern begonnen. Heute ist eine Mozart-Oper wenn Papageno als Nazi im Regenmantel auf die Bühne uriniert und Kunst ist, wenn einer auf eine weiße Leinwand scheißt. In der Architektur hat man den Todkrieg gegen alles Schöne und Ästhetische begonnen, aller Stuck und Zierrat wurde abgeschlagen, schöne Gebäude gesprengt und durch seelenlose, kulturlose und ahistorische Betonwüsten ersetzt. In der modernen Stadt sollte sich niemand mehr der bösen Geschichte des Weißen Mannes erinnern. Seine Bauten sind zu vernichten. Und selbst die angenehme Erscheinung in Kleidung gilt als Widerspruch und Autoritär.

Gefeiert wird dagegen das Barbarische und Krasse, das sogenannte „Authentische“. Im Anti-Freud wird Zivilisation abgebaut. Normalerweise würde Zivilisation eine gewisse Selbstdisziplin erfordern, dass man im Laufe seines Lebens lernt, nicht jedem Trieb, jedem Wunsch, jedem Begehr gleich nachzugeben. Die marxistische Pädagogik hat dies komplett abgeschafft. Statt Gemeinsinn, historisch gewachsener Identität und Verantwortungsbewusstsein, wurde dem Ego und dem Triebhaften gefrönt. Jeder Verzicht auf den Fetisch „Selbstverwirklichung“ wurde als schon sofort Faschistoid verdammt. Schlichte Höflichkeitsformen des Kleidens und Essens, des Sprechens und sich Verhaltens in der Öffentlichkeit, alles galt als autoritäre, faschistoide Fessel, die der sogenannte authentische Mensch überwinden sollte. Die Folge ist eine keiner Selbstdisziplin mehr fähige, rohe, entfesselte, enthemmte Menschheit heute, die jede Grobheit und Derbheit als frei und authentisch feiert, jeden nihilistischen Unsinn als Offenbarung  goutiert, je sinnfreier, derber und primitiver, desto besser.

Unsere amerikanischen Freunde irren, wenn sie in der Gefahr des Marxismus den der alten Prägung sehen, den ökonomischen. Die Amerikanischen Rechten und Libertarier jagen hier einen Popanz. Für sie ist jede einfache Krankenversorgung, jede geregelte Armenfürsorge gleichsam einem teuflischen Marxismus, aber sie bellen den falschen Baum an. Dieser ökonomische Marxismus ist wirklich tot. Eine totale Verstaatlichung wird es nie wieder geben. Und hier ist durchaus ein Mix aus freier Marktwirtschaft und sozialdemokratischem Ausgleich möglich, wie es in der alten Bundesrepublik der Fall war, ohne in einen Kommunistischen Terror zu verfallen. In Amerika sieht man erst allmählich, dass die wahre Gefahr nicht in der Ökonomie liegt, sondern im Angriff des Marxismus auf die Kultur!

Letzte Bastion Familie

Heute ist das Gift des kulturellen Marxismus bis in die Kernschicht hinab gesickert, begann er einst harmlos in Theater, Oper und moderner Kunst, führt er jetzt sein Zersetzungswerk in der Familie fort. Mann und Frau sollen bloße soziale Konstrukte sein, böse Zwänge der weißen, westlichen Kultur, die es wie alle anderen Elemente unserer Kultur zu zerschlagen gilt. Ehe, Familie, Mutter und Vater, das sind die letzten Feinde dieses langen Zerstörungswerkes. Uns werden Kämpfe aufgezwungen, deren Wahn kaum zu fassen ist: Frauen die in Schreikrämpfe ausbrechen, weil man sich weigert sie mit ihren erfundenen Fantasie-Pronomen anzusprechen und sich gebärden, als hätte man ihnen die Hand abgeschnitten, wenn man sie mit „meine Dame“ anspricht. Menschen, die jedes Maß für reale Probleme verloren haben, und für die ein winziges Gefühl der persönlichen Missachtung Reaktionen hervorruft wie zu anderen Zeiten ein Mordversuch, zeigen eine aller zivilisierten Disziplin enthobene Menschheit. Hier werden die letzten Säulen der Kultur zerstört, Mann und Frau, Familie und Kinder. Die Kinder werden so früh es geht den Eltern entfremdet in staatlichen Heimen erzogen, und so früh es geht von marxistisch geprägten Pädagogen umerzogen. Für sie ist die Welt durch ihre Brille dann wirklich ein Drama, die westliche Kultur ein Höllenort von Gewalt und Unterdrückung, alles die Werke böser, weißer Männer. Und weil dies so scheint, können sie auch den Genozid der Weißen ganz offen fordern, ohne dass es groß einen stört. Es ist eine solch erschreckende Normalität geworden, dass man sieht wie weit die ganzen Institutionen der Intellektuellen vom kulturellen Marxismus vergiftet sind. Antifa und Linke demonstrieren für den Volkstod der Deutschen, und die Mehrheit des Medien- und Bildungsbetriebes findet das ganz normal.

Diese Mixtur der heutigen Linken, der Gutmenschen und Antifas, der Social Justice Warrior und Neofeministinnen sind eben kein Zufall, keine unerwartete, einzelne Erscheinung; sie sind das zwangsläufige, seit der Nachkriegszeit entwickelte Ergebnis des kulturellen Marxismus, welche alle Säulen unserer Kultur und unserer Geschichte einreißen will. Sie sind die vierte Generation, die das fortsetzen, was die Professoren der 50er, die Studenten der 60er die Lehrer der 70er und 80er begonnen haben. Dieser kulturelle Marxismus ging von Deutschland und Frankreich aus, und breitete sich in Nordamerika in der Nachkriegszeit ebenfalls aus, er nahm in einzelnen Phasen wie ein Schneeball zu und feiert nun, da der abschreckende Sozialismus des Ostblocks im Nebel der Geschichte verschwindet, fröhliche Urständ.

Und genau das ist Marxismus im Endstadium. Ein Staat als Gefängnis für die Eigenen, eine Regierung, die das Volk ausspioniert, die jede Kritik als „Hetze“ kriminalisiert, die ihre Richtung als alternativlos darstellt, in der Kritiker Berufsverbote und Gefängnis erwarten, die Jugend indoktriniert wird, die Vergangenheit verteufelt wird und die Abweichler Gulag und Umerziehung erwarten.

ursprünglich erschienen auf : https://caligulablog.wordpress.com/2016/11/06/wie-kultureller-marxismus-unsere-gesellschaft-untergraebt/

Foto: shankbone

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Holger, geboren im schwäbischen Ostalbkreis, aufgewachsen in der Havelstadt Spandau. Magister für Soziologie und Geschichtswissenschaft. Er schreibt Artikel über politische, historische und philosophische Themen. In seiner Freizeit malt er Bilder und spielt Zither. Lieblingsfilm:V for Vendetta

2 thoughts on “Wie Kultureller Marxismus unsere Gesellschaft untergräbt

  1. Dieser Artikel hat mich sehr an Dr. Jordan Peterson erinnert, der “cultural marxism” aufs Schärfste kritisiert.
    Meiner Meinung nach sollten wir ihn nach Deutschland einladen und einen Unterstützerverein gründen.

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