Nationale Erhebung für die Selbstbestimmung – Die Ungarn hielten Corvins Passage

Matthias Corvinius oder auch Korvin, aus dem Geschlecht der Hunyadi, war König von Ungarn und Herrscher über große Teile des Habsburger Reiches. Er war Sieger über die Türken, Verteidiger des Balkans und entstammte aus dem damals deutschen Siebenbürgen. Sein Name hat beinahe mythische Bedeutung in rumänischer und ungarischer Geschichte erhalten. Vlad der Pfähler, der später zum Vampir stilisierte Fürst, fand in Corvinius einen Unterstützer im Abwehrkampf gegen die Osmanen. Am 24. Oktober 1956 rollten dann die sowjetischen Panzer über Corvins Passage in Budapest. Die ungarische Revolution war ausgebrochen und tausende von Rebellen scharten sich um die eiligst errichteten Barrikaden im Zentrum. Warum Corvins Passage? Gergely Pongrátz, einer damaliger Rebellenanführer und späterer Politik sagte 2004 in Budapest, dass es mehr einen symbolischen als ein taktischen Grund für den Widerstand dort gab. Abgesehen von der Zentralität der Straße, der hohen Gebäude, des Filmtheaters und der engen Passage, war dieser Ort Namensträger von Corvinius. Keine nach einem sowjetischen oder ungarischen Kommunisten benannte Straße, sondern symbolträchtiger Korridor nationaler Historie. Eine ungarische Straße.


Die “Rebellen von Corvin” nannte man die Kämpfer, die dort gegen die fünfzehnfache sowjetische Übermacht über zwei Wochen hinweg kämpften. Im Westen nannte man es einen Aufstand für die westliche Demokratie und Freiheit. Als ginge es den Kämpfern um Supermärkte, Farbfernseher und Kaugummi. Dabei war es nationale Souveränität und die Freiheit, die aus ihr Erwachsen würde.  Die ungarische Revolution war ein nationales Aufbegehren und von freiheitlichen Nationalismus geprägt, die sich gegen die totalitäre Gleichmacherei der Sowjets stemmte. Nicht umsonst schnitten die Revolutionäre den roten Stern aus ihrer ungarischen Flagge und führten sie so ihrem ursprünglichen Zustand zurück. Die Ungarn rissen die Statue von Stalin nicht nieder, weil sie von einem globalistischen Superstaat in das nächste übernationale Zwangsystem gehen wollten.

Nationale Unabhängigkeit – dafür starben die Rebellen von König Corvinius in Budapest. Die Eliten der Europäischen Union können heute ähnlich ihren Vorgängern in Moskau nicht verstehen, warum sich die Ungarn gegen einen kontinentalen Superstaat wehren, der ihnen vorschreiben will was sie tun, denken und sagen sollen. Die geistige Haltung, das Festhalten an der nationalen Unabhängigkeit, hat die Märtyrer und Rebellen von Corvins Passage  bis in unsere Zeit überlebt.

 

 

esumky5

 

 

 


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Geboren in Berlin und aufgewachsen im Wedding und Moabit.
Young German ist der Initiator und Hauptautor unseres Blogs. Ein Vielschreiber mitte 20, dessen Hauptfokus auf Außen- und Innenpolitik sowie militärischen Themen liegt. In seiner Freizeit treibt er gern Sport und verbringt viel Zeit in der Natur, sofern er das als Städter einrichten kann und das Studium es erlaubt. Wie viele seiner Generation sucht er die Entspannung auch gerne mal in Form von Games, SciFi und Fantasy.

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