Die Wiedergeburt Europas wird kommen

Die Diskrepanz zwischen von der westlichen Linken gepredigten multikulturellen Utopie und der Wirklichkeit wird mit jedem Tag offensichtlicher. Wenn man, wie ich selbst, in sogenannten Problemvierteln aufwächst, lässt sich die ideologische Verblendung nicht für längere Zeit aufrecht erhalten. Ich war selbst als Teenager nicht sonderlich schockiert über die in Clichy-sous-bois in Frankreich losbrechenden Rassenunruhen. In einer französischen Vorstadtgemeinde, in der mehr als die Hälfte der Bevölkerung muslimisch ist und davon wiederum die Mehrheit überaus jung. Das war noch im Jahre 2005, als zehntausende Autos angezündet wurden und sich die französische Polizei fast schon apokalyptische Straßenschlachten mit den Randalierern lieferte. Der damals vorgeschobene Grund sich zu erheben, dürfte bei den wenigsten dieser jungen meist afrikanisch stämmigen Muslime eine Rolle gespielt haben. Man kann sich die Videos heute noch im Internet anschauen, wo gigantische Mobs von farbigen jungen Männern durch die Stadt rennen und alles zerschlagen, verbrennen und in gutem Französisch auf den französischen Staat spucken. Den Staat, die Polizei, den Westen. „Allahu Ackbar!“ riefen sie und das darf man nicht als übermäßige Religiosität dieser jungen Randalierer missverstehen. Ich bin mir sicher, dass man diesen „französischen“ Muslimen in Clichy ein paar Koranzeilen hätte vorlesen können und sie hätten diese nicht als solche erkannt. Ihr Verständnis über ihre eigene Religion ist nicht sonderlich groß und das nehmen die Presse und die Linken natürlich gerne als Vorwand um zu behaupten, dass dies nichts mit dem Islam zu tun gehabt hätte. So tat man es in deutschen und französischen Medien damals ja. Diese Unruhen in Frankreich seien Ausdruck der Hoffnungslosigkeit junger Menschen, denen durch den strukturellen Rassismus des weißen Frankreichs jede Chance auf sozialen Aufstieg genommen wird.

Wirklich? Dann hat die französische Ex-Ministerin für Kultur und Kommunikation Fleur Pellerin mit ihren Schlitzaugen und der gelblichen Hautfarbe wohl nicht verstanden, dass sie als Nicht-Weiße in einem strukturell rassistischen Frankreich diesen Aufstieg in die hohe Politik gar nicht hätte schaffen dürfen. Oder Linh Dan Pham, die als vietnamesisch stämmige Schauspielerin dort auf dem roten Teppich läuft, scheint nicht durch ihr uneuropäisches Aussehen an einem guten Leben gehindert worden sein. Für die liberale bis linke Meinungswelt ist trotzdem die Schuld nicht bei den Brandstiftern, Schlägern und Randaliererin zu suchen, sondern beim Westen. Das war auch einige Jahre später in London so, als es zu ähnlichen Ausschreitungen kam und ganze Stadtviertel in Flammen aufgingen. Wieder wurde das Lied vom sozialen Elend gespielt, welches diese Menschen quasi dazu nötigt, Läden zu plündern und Mitbürger mit dem Auto platt zufahren, während sie „ACAB“ schreien oder „FUCK BRITAIN“ brüllen. Gleiches dann wieder in Schweden, wo es in Husby zu genau den selben Vorfällen kam. Wieder mit der selben Medienformel abgespeist: „Soziale Unruhen!“.  Und das ist einfach nur die halbe Wahrheit.

Die Selbstlüge
Viele dieser jungen Menschen sind schlichtweg entwurzelt von ihrer Identität. Sie wissen nicht, wohin sie gehören, wer sie sind und was die Zukunft für sie bereit hält. Es gibt eine rasant wachsende muslimische Bevölkerung in allen westeuropäischen Nationen, die keine Bindung zu ihren islamischen Herkunftsländern und deren Kulturen haben. Die einzige Identitäten, die sich ihnen auftuen und zwischen denen sie wählen dürfen, sind die nationalen Identitäten der jeweiligen europäischen Staaten oder der Islam. Das muss man verstehen. Da leben junge Einwandererkinder mittlerweile in der dritten oder vierten Generation und fühlen sich immer noch nicht in ihrem Geburtsland angekommen. Francis Fukuyama irrte sich, als er vor über 20 Jahren den Siegeszug der liberalen und multikulturellen Demokratie als sicher prophezeite. Huntington hielt damals in seinem „Clash of Civilizations“ dagegen und führte einen überaus wichtigen Punkt für die Radikalisierung junger Muslime an, die er damals im Nahen Osten schon beobachtete und dessen Effekt sich auch auf Europa übertragen hat. In den rasant wachsenden urbanen Zentren der muslimischen Länder kommt es zu einer Binnenmigration. Nämlich vom Land zur Stadt. Wo die ägyptische Gesellschaft von Kairo noch vor 50 Jahren überaus liberal war und beinahe westlich schien, herrscht heute ein nach innen gewandter Islam. Dieser wurde revitalisiert, weil sich die Landbevölkerung keiner ländlichen Identität oder Stammeskultur mehr zuwenden kann, wie sie traditionell im arabischen oder asiatisch/afrikanischen Raum noch prägend ist. Die einzige verbleibende kulturelle und identitätsstiftende Alternative ist der Islam. Er ist der letzte gemeinsame Nenner, welcher Zugehörigkeit, Sinn und Aufgabe stiftet. Was 2005 in Clichy-sous-bois geschah, war eine krachende Ablehnung der westlichen Identität, die für die meisten zugewanderten Muslime keinerlei Anziehungskraft hat. Es handelt sich um eine Revolte gegen die Moderne, die Aufklärung und die westliche Lebensart – im Umkehrschluss ist es eine Wiedergeburt der islamischen Identität der Elterngeneration und die Wiederbelebung arabischer Mythenwelt.

Diese Revitalisierung durch die muslimischen Jugendlichen entstand nicht aus dem Nichts, sondern rührt tatsächlich aus der Andersartigkeit heraus. Wir Menschen sind verschieden. Wir haben verschiedene Persönlichkeiten, Kulturen, Völker und wir gehen nicht alle den selben Weg. Wir gehen noch nicht mal alle in die selbe Richtung. Es ist die große Lebenslüge der vermeintlich progressiven Linken, dass alle Menschen „gleich“ sind. Sie sind gleich, insofern es um die Wertigkeit ihres Lebens und der Bewertung ihres Charakters oder Handelns geht. Dort enden die Gemeinsamkeiten der Menschen jedoch. Der Multikulturalismus und seine gigantomanische Ausprägung des Globalismus sind die Verkörperungen dieser Gleichheitslüge. Seit mehr als 50 Jahren läuft in Westeuropa und Nordamerika ein großes sozial-politisches Experiment ab. Es besagt, dass alle Ethnien, Kulturen, Rassen und Religionen die gleiche Lebenswelt miteinander teilen können, weil sie im Grunde alle nur das Selbe wollen. Christentum, Islam, Judentum, Hinduismus und so weiter stünden tatsächlich alle nur für die selbe Botschaft ein, während biologische Unterschiede zwischen Menschen überhaupt nicht existierten und wenn sie existieren würden, spielten sie keine Rolle. Unterschiedlichkeiten dürfen nicht existieren. Gleichzeitig sind es genau diese Unterschiede, welche als Lockmittel genutzt werden, um uns die Masseneinwanderung von Menschen vom ganzen Globus schmackhaft zu machen. Paradox.  Dieses soziale Superexperiment ist dabei zu scheitern und wir sind alle live dabei. Ich bin mir sehr sicher, dass viele Linke wie Manuel Valls sehr wohl wissen, dass der Multikulturalismus fundamental gescheitert ist. Er erkennt zumindest, dass es einen gigantischen kulturellen und zivilisatorischen Konflikt innerhalb Frankreichs gibt, dessen Folgen Mord, Terror und Blutvergießen sind, an den wir uns aber nun einmal gewöhnen müssen. Das Verrückte daran ist, dass dieser französische Sozialist sehr wohl verstanden hat, dass uns dieser Kurs ins totale Chaos führen wird und dass keine Möglichkeit besteht, die verschiedenen Ansichten von miteinander kämpfenden Identitäten unter einen Hut zu bringen. Er möchte das Experiment aber nicht abbrechen, weil dies zur Folge hätte, dass alle Welt sehen würde, welch großer Fehler von der europäischen Linken und auch von vielen ihrer rechtsliberalen Helfern begangen wurde. Die Durchmischung aller Kulturen, Völker und ihrer Religionen führt nicht zu mehr Harmonie und Frieden, sondern erzeugt nur die Verhärtung der Unterschiedlichkeit. „Zur Hölle mit Frankreich!“ ruft ein farbiger Randalierer in die Kamera. Und wer kennt das Video von den muslimischen Schulkindern in Deutschland, die der Reporterin frech ins Gesicht sagen: „Wenn die Deutschen für einen Tag verschwinden würden, würde das gar nicht auffallen“?

Identitätssuche
Oder einfach – diese Menschen wollen nicht zu uns gehören und das ist das Entscheidende. Sie gehören auch nicht zu uns, weil sie es selbst kategorisch ausschließen und wir es ihnen in Konsequenz ebenfalls verwehren müssen. Identität entsteht auch durch Abgrenzung. Der zweite Teil ist die Anerkennung des Eigenen. Wenn wir uns die verwestlichten Muslime in Europa ansehen, erkennen wir in ihnen eine verlorene Generationen, die für sich verstanden hat, dass sie kein Teil des westlichen Europas sein will. Die Gründe dafür sind unterschiedlich. Islamische Prediger empfinden uns als dekadent, unfruchtbar und als Relikt. Die Zukunft gehöre den Muslimen, da sie die höhere Geburtenzahl aufweisen und dafür sorgen könnten, dass die europäischen Gesellschaften ganz systematisch weg-gebärt werden. Für die Islamisten ist dies ein Fakt. Für die Multikulturalisten eine infame Lüge, wenn sie von Kritikern innerhalb des Westens angesprochen wird. Aber war es nicht eine deutsche Politikerin Dr. Steffi von Berg von den Grünen, die das langsame Aussterben der ethnischen Deutschen als eine „gute Sache“ bezeichnete?  Und plötzlich ist es wieder Realität, dass es einen großen Austausch gibt. Wenn es Gruppen wie die „Identitären“ rufen, ist es Hetze und dumme Propaganda. Wenn es durch die Multikulturalisten als wünschenswertes Endziel an die imaginäre Pinnwand geheftet wird, klatscht man Beifall. Man muss schon sehr naiv sein, wenn man denkt, dass sich islamische Prediger diese Informationen nicht reinziehen. Dann wird es auch verständlicher, warum manch ein Islamist oder williger Zuhörer beim Freitagsgebet einen regelrechten Ekel gegenüber den Europäern empfindet. Warum sollte man zu solchen Leuten dazugehören wollen, die keinerlei Respekt vor sich selbst haben? #BomberHarrisDoItAgain war der Hashtag, den „Neo-Feministinnen“ und linke Politiker hin und wieder benutzten, als sich die Bombardierung Dresdens kürzlich jährte. Ich hab noch keinen Iraker gesehen, der den Hashtag #BushDoItAgain oder #ObamaClintonDroneMe benutzt hat.  Selbstbewusstsein imponiert. Europa hat keines und es ist nicht überraschend, dass die Identitätssuche der von ihren Heimatkulturen entwurzelten Migranten beim Islam endet, der obwohl er teilweise rassistisch agieren kann, als große Weltreligion des Buches genau wie das Christentum keine Hautfarben kennt. Ein balkanischer Moslem mit heller Haut und ein afrikanischer mit dunkler sind beide Brüder im Glauben und teilen eine religiöse Identität miteinander.  Europas Jugend teilt sich also in einen islamischen Teil, einen globalistischen Teil und einen Teil, welcher die Wiedergeburt der traditionellen Identitäten wünscht. Dabei ist dieser Wunsch bei den Europäern genauso eine Selbstfindung wie bei den Muslimen. Der Unterschied liegt darin, dass das Bedürfnis junger Menschen nach islamischer Identität auch in Europa sehr schnell gestillt werden kann, während Europas Identitäten größtenteils verloren gegangen sind. Sie wurden vergessen oder werden bewusst verneint und jedwede Suche nach ihnen und ihren Ursprüngen kommt dem mittelalterlichen Verbrechen der Ketzerei gleich.
Die Wunschvorstellung der „one world“ bzw. des multikulturellen Mosaik-Ansatzes wird scheitern. Der Niedergang dieser kollektivistischen Ideen hat bereits begonnen und ihre Ablehnung zeigt sich erstaunlicherweise vor allem durch die Muslime, deren Bedürfnis nach eigener vom westlichen Multikulturalismus abgeschirmter Identität zu stark ist. Ironisch ist es deshalb, weil es ja gerade diese Gruppe sein sollte, welche die heilbringende Utopie herbeiführen sollte. Dieses soziale Experiment wird an der Realität scheitern, weil es darauf abzielt, Realität zu konstruieren. Übrigens genauso wie das letzte linke Großprojekt, der Sozialismus.
Für die Europäer und die zugewanderten Individuen, die sich als solche identifizieren wollen, bleibt nur die Tatsachen zu akzeptieren. Konsequenz dieser Akzeptanz ist die Wiedergeburt bzw. Neuentdeckung des Eigenen. Wer wir sind – kulturell und als Völker. Und was bedeutet das letztendlich für uns? Europa wird sich neu erfinden und es wird eine Art zweite Renaissance geben. Eine große Erneuerung wird geschehen oder die europäische Zivilisation wird untergehen und von einer neuen Identität überlagert werden.

Tradition ist nicht die Anbetung der Asche, sondern die Weitergabe des Feuers“ (G. Mahler)
Und keine Angst – die Glut ist noch heiß.

 

 

 


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Steffi Berg – https://www.youtube.com/watch?v=_4F-bv9zTpo

Geboren in Berlin und aufgewachsen im Wedding und Moabit.
Young German ist der Initiator und Hauptautor unseres Blogs. Ein Vielschreiber mitte 20, dessen Hauptfokus auf Außen- und Innenpolitik sowie militärischen Themen liegt. In seiner Freizeit treibt er gern Sport und verbringt viel Zeit in der Natur, sofern er das als Städter einrichten kann und das Studium es erlaubt. Wie viele seiner Generation sucht er die Entspannung auch gerne mal in Form von Games, SciFi und Fantasy.

3 thoughts on “Die Wiedergeburt Europas wird kommen

  1. http://www.sezession.de/52423/kein-x-mehr-fuer-ein-u-warum-afd-und-pegida-ossi-phaenomene-sind.html

    “Wie geht der antizivilisatorische Generalangriff auf uns Deutsche nun aus? Die Realitätsverweigerung wird auch im Westen der Katharsis weichen, wenn genau in dem Moment bewußt die unterste Karte aus dem Kartenhaus des Finanzsystems gezogen wird, an dem es ohnehin schon Spitz auf Knopf steht. Eines ist jedoch sicher: Am Ende des Prozesses wird es keine Linken mehr geben. Entweder, weil sie zum Islam konvertiert sind, oder weil sie »schon immer christliche deutsche Patrioten« waren.”

  2. Wieder mal ein unglaublich guter Text, vor allem vom Analytischen her. Vielen Dank.

    Mir fällt bei dieser Beschreibung allerdings noch ein weiter Punkt, ein Faktum für die Ursachen der aktuellen Lage ein.
    Und zwar die Frage des Zusammenhangs zwischen den nach wie vor sprudelnden Ölquellen am Golf, respektive der Einkünfte daraus und dem flächendeckenden Support für religiös-archaische Strukturen, für Koranschulen, für Missionierung und ähnlichem. Ohne Ölmilliarden hätte der Islam – in der Form wie er heute weltweit präsent ist – als eine Weltanschauung auf dem ethisch-moralischem Niveau des 7 Jahrhunderts keine Chance weltweit auszustrahlen. Und somit sind wir Westler es um großen Teil selbst, die an der künstlichen Konservierung dieses Kultes schuld sind. Wenn in 30 Jahren das Erdöl am Golf zu Ende geht, für welches wir heute noch teuer bezahlen, wird der ganze, große, islamische Spuk schnell vorbei sein.

    1. Danke Jonas.
      Deine Ergänzung ist richtig. Die Finanzströme laufen über Nordamerika, Europa, Asien und zirkulieren auch über der saudi-arabischen Halbinsel. Öl als Spendengeber des Terrors habe ich nicht vergessen. 🙂

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