Alternative Politik für eine bessere Zukunft

Autor: Cundar

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Viele politischen Alternativen in Europa und Deutschland scheinen ein Kompetenzproblem zu haben. Eine oberflächliche aber weite Betrachtung dieses Zustandes, sowie weitere Entwicklungsmöglichkeiten.

In Europa wuchs die Unzufriedenheit mit den etablierten Parteien- und/oder Politiksystemen länderübergreifend in den letzten Jahren immer weiter. So weit, dass mittlerweile in mehreren Ländern die als „populistisch“ gebrandmarkten Parteien (egal ob links oder rechts) zunehmend an Macht gewinnen und vll. schon erste Ziele umsetzen konnten. Als prominentestes und aktuellestes ist hier der Brexit zu nennen.

Ich werde jetzt keinen ausführlichen Vergleich anstellen ob die Lebensbedingungen und Zufriedenheit der Menschen in Ländern, in denen die „Populisten“ an die Macht gekommen sind, tatsächlich besser geworden sind, sondern möchte ein paar Denkanstöße geben.

1. Politik ist Arbeit

Gemeinhin sind manche Stammtisch-Politiker geschockt, wenn sie zum ersten Mal mit dem geregelten Politikbetrieb konfrontiert sind: Endlose Sitzung, viel Papierkram in brutalsten Beamtendeutsch und juristisches Heckmeck, um irgendwie doch noch das durchzusetzen, was man vll. versprochen hat. Dann noch nebenbei die Parteiarbeit, Besuche von Wählern und Veranstaltungen. Kurzgesagt: Für viele ist das eine komplett neue Welt. Gerade wenn man mit hehren Zielen angetreten ist, den Politikbetrieb zu ändern, kann diese Erfahrung frustrierend und überfordernd sein. Aus dieser Überforderung wird dann nicht nur Material für den politischen Gegner sondern auch die Bestätigung vieler einfacher Bürger, die in der Ablehnung von „Populisten“ großgezogen wurden, das es diese Alternativen eben nicht bringen. An der Piratenpartei war sehr gut zu beobachten, wie schnell Anspruch und Wirklichkeit kollidierten und erstere radikal abgerieben wurden. Am Ende rutschte die Partei in die Bedeutungslosigkeit ab. Neue Parteien müssen eine tatsächliche Wirkmacht haben.

2. Die etablierten Strukturen verschwinden nicht einfach

Im Laufe der letzten Jahrzehnte sind unter den etablierten Parteien weitreichende Netzwerke entstanden. Die einen sind eher formell gehalten, in Form von Stiftungen oder Jugendorganisationen, die anderen eher informell, also Think-Tanks oder die Protegierung von Sympathisanten. Ergattert jetzt eine neue Kraft die Spitze, muss sie ein Land regieren und bringt diese Strukturen oder Alternativen oft nicht mit. So geht oft dringend benötigte Fachkompetenz, Synergieeffekte, Kommunikatoren und Netzwerkarbeit verloren oder bleibt brach liegen. Dadurch ist die Flexibilität jeder Regierung von Anfang an beschnitten. Gerade bei neuen „Mitspielern“ wird auf Fehler geachtet und dieser meist doppelt bewertet. Schafft man es nicht diese Strukturen anzuzapfen und die persönlichen Qualitäten für sich zu gewinnen, kann es sogar passieren, dass sich diese alten Strukturen als gegnerischer Block neu formieren. Versucht man diese Strukturen zu bekämpfen und macht das nicht schnell und effizient (Machiavelli lässt grüßen), hat man eigentlich schon verloren. Filz und Mauscheleien zu bekämpfen sind noch ein eigenes Thema. Neue, gute Parteien assimilieren brauchbare Strukturen. Das führt uns zum nächsten Punkt.

 

3. Gesellschaftliche Akzeptanz gewinnen

Ich sprach es schon an: Millionen von Europäern sind im Bewusstsein der Alternativlosigkeit großgeworden. Unter dieser Käseglocke der Alternativlosigkeit wachsen nicht nur Freiheitsgedanken und gesunde Alternativen sondern auch allerlei Spinnereien und Bösartigkeiten. Es wachsen Verschwörungstheorien und Minus-Menschen können sich plötzlich als Führer und Volkstribune aufspielen und finden in der dumpfen Masse ordentlich Anhänger. Und wenn es nur 200 Abonnenten auf YouTube sind, die Wiederauferstehung des „Deutschen Reiches in den Grenzen von 1937“ wird vollüberzeugt von irgendjemand postuliert, prompt wird der nächste „kommissarische Reichskanzler“ ausgerufen. Diese Gruppe(n) ist(sind) ein steter Begleiter jeder wirklichen Alternative und sollte mit äußerster Vorsicht bedacht werden.

Denn, oben schon zu genüge ausgeführt, die Alternativen sind erstmal Außenseiter und gelten meist allgemein als unglaublich wirr. In so einer Situation werden dann solche Spinner, solche Cartmans (wer den dicken Jungen aus SouthPark kennt, weiß was ich meine), eben nicht nur als schrullige Ausnahme gesehen sondern als der Beweis für die Unfähigkeit oder „Gefährlichkeit“ dieser Bewegung. Zu recht, möchte ich meinen.

Weiter wurden in den letzten Jahrzehnten ganz gezielt „Minderheiten“ durch die etablierten Strukturen protegiert oder gegen den politische Gegner verhetzt. Diesen jetzt einfach den Status zu rauben wird den in 2. aufgeführten „Erfolg“ haben. Konkret zu Deutschland: Anstatt falschen Versprechungen der Etablierten müssen konkrete Umsetzungen kommen, die diesen Minderheiten- und Opferfetisch endgültig beenden und die Partikularisierung unseres Volkes stoppen. D.h. nicht, dass es zu einer „Gleichschaltung“ kommen soll sondern das die gegenseitige Wahrnehmung eine andere werden muss, als die von dauerbeleidigter Rehe um einen Futtertrog. Also kein „Mimimi… Wir Deutschen werden gegenüber den bösen Ausländern benachteiligt“ und umgekehrt. Wir tauschen rumheulende Salafisten nicht durch rumheulende „Reichsbürger“ ein! Wo es Probleme gibt, werden diese offen und sachlich angesprochen aber dieses gegenseitige Rumgeheule muss aufhören. Es geht also nicht um das „vielfältige Deutschland einiger und aller Minderheiten“ sondern um „Minderheiten in Deutschland“. „Über alles…“ gilt heute fast so sehr wie damals in der Mitte des 19. Jh., nur sind heute anstatt Fürstentümer, Milieus und Gruppen angesprochen. Gute Parteien denken nicht nur die eigene Anhängerschaft mit sondern auch die gegnerische und stiften Einheit.

 

Die Jahrzehnte von Polarisierung, gegenseitiger Kränkung und Gewaltanwendung, meinen manche durch noch härteres Durchgreifen lösen zu können. Diese Logik der Stärke mag in einigen Fällen angebracht sein, ist aber gesamtgesellschaftlich nicht zielführend. Wir brauchen in dieser Hinsicht keine Planlosigkeit, sondern Plan A, B und notfalls C in der Tasche. Das peinliche Rumgedruckse der britischen Regierung nach dem Brexit, sei ein mahnendes Beispiel. Die zersplitterten Gruppen wieder zu einer Einheit zu verbinden, zu einer gemeinsamen Identifikation mit Deutschland und dem deutschen Volk zu führen, dass damit wieder das Recht gelten kann und damit unsere Freiheit als Volk und Persönlichkeiten gesichert wird, ist wohl die vornehmste Aufgabe. Ich erinnere hier einfach mal kurz an die Bismarcksche Sozialgesetzgebung. Aus dieser wiedergewonnen Einheit, verfügen wir dann die notwendige Stärke um uns die mannigfaltigen Probleme zu kümmern. Um diese nur anzuschneiden: Eine massive Jugendarbeitslosigkeit bei unseren Nachbarn im Süden, der gesellschaftliche und wirtschaftliche Wandel, die Konflikte im europäischen Großraum mit ihren Flüchtlingsbewegungen, das geopolitische Gerangel der USA und der Russischen Föderation um unsere Vaterländer in Europa. Für die Lösung dieser Probleme brauchen wir alle verfügbaren, kompetenten Kräfte.

 

 

 


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Cundar wurde in Oberfranken geboren. Sein näheres Umfeld, Zivildienst, Pfadfindertum und ein sehr interdisziplinäres Studium präg(t)en seine Weltanschauung. Die bezeichnet er gerne als “katholisch, rechtsradikal und liberal” (Kuehnelt-Leddihn lässt grüßen). “Katholisch” in einem ziemlich traditionellen Sinn, “rechts” meint patriotisch, “radikal” im Sinne von “reaktionsfreudig” sowie “unabhängig” und “liberal” im Sinne persönlichen Freiheitsdenken. Früher bei die “Jungdeutschen”. Jetzt hauptsächlich als Privatperson ansonsten hin- und wieder schriftstellerisch bei YoungGerman tätig.

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