Verhüllung von nackten Frauenkörpern in Köpenick – Die Kollaborateure des Mittelalters

In meiner neu gewählten Heimat, Berlin-Köpenick, ist vor einiger Zeit etwas vorgefallen, was jedem aufgeklärtem Europäer den weißen Zorn durch die Adern treiben müsste. Ich fühle mich an die Worte von Peter Scholl Latour erinnert, einem meiner großen Vorbilder des Journalismus, der da sagte : “Ich fürchte nicht die Stärke des Islam, sondern die Schwäche des Abendlandes.” Was ist also passiert? Worin äußert sich diese Schwäche des Abendlandes? Sie zeigt sich in der Unterwürfigkeit und dem vorauseilendem Gehorsam jener Europäer, die bereitwillig und ohne Zwang die Aufklärung mit Füßen treten und den religiösen Betonköpfen unserer Zeit den roten Teppich ausbreiten. Im Rathaus von Köpenick hingen wohl im April einige Bilder von unterschiedlichen Künstlern. Darunter auch solche, die nackte Frauen zeigen. Keine große Sache, möchte man meinen oder? Schließlich hat jeder Mensch, ob weiblich oder männlich, Genitalien und ähnelt sich in seiner Anatomie insofern, dass wir eben alle Menschen sind. Diese halb-erotischen Bilder erwecken allerdings laut Meinung von

Annette Indetzki, Amtsleiterin für Weiterbildung und Kultur, bei Menschen mit Migrationshintergrund (Also Muslimen), den falschen Eindruck und könnten auf diese verstörend wirken. Im Wortlaut:

“Darüber hinaus kommen viele Menschen mit Migrationshintergrund in das Rathaus, deren religiöse Gefühle durch Aktfotos nicht verletzt werden sollen.“

Die mittelalterliche Kirche stimmt dem zu. Bei solchen Äußerung kann man sich tatsächlich nur noch an den Kopf fassen. Die beste Satire ist immer noch die Realität in Multikulti-Europa. So einfach veranlasst eine Amtsleiterin für Kultur die freiwillige Kapitulation vor einem mit der Aufklärung inkompatiblen Islamverständnis, welches sich an nackter Haut stört. Haben wir nicht Jahrtausende gebraucht, um die katholische Kirche davon zu überzeugen, dass Sex und Erotik nichts grauenhaftes sind? Die Verbohrtheit und Prüderie des Mittelalters haben wir in Europa hinter uns gelassen. Unser offener, vielleicht auch manchmal zu offener Umgang mit Sex, ist eine große Errungenschaft gegenüber der erzkonservativ ausgelegten Buchreligionen.
Es ist doch hinreichend belegt, dass ein großer Faktor für das rückständige Frauenbild in der islamischen Welt auch auf ihren Umgang mit Sex zurückzuführen ist. Es gibt keine “Freundinnen” im Islam – man heiratet und damit hat es sich. Die Verhüllung der Frau im Islam ist nicht nur die Zerstörung ihrer Freizügigkeit, sondern auch ihre Bezwingung unter die Fittiche einer Uniformität, welche sie degradiert. Verführerische Schönheit eines natürlichen Körpers zieht sich wie eine rote Linie durch die Kunst. Von den alten Griechen, über die Renaissance bis ins Heute. Nackte Statuen, Aktgemälde und Aktfotografie. Erotik als etwas sündiges und böses darzustellen, welche vor Religiösen gefühlen weichen muss, ist nicht nur falsch sondern kriecherisch. Viele Generationen von Frauen und Männern haben sich im Sinne der Aufklärung für die Ästhetik und die Schönheit des Menschen gegen das Dogma der Religion eingesetzt. Die alte katholische Kirche sah viele Jahrhunderte lang den Sex nur als Mittel zum Zweck, die Frau nur als Zweckerfüller und die nackte Haut als üble Versuchung. Und heute geben Frauen wie Indetzki diese mit Blut und Schweiß gewonnenen Rechte freiwillig wieder ab. Sie weichen vor einer systemisch ähnlichen Borniertheit.
Der Mensch als erotische Persönlichkeit, als schönen Körper, den man gerne malt und berührt – Was soll daran schlimm sein?

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Geboren in Berlin und aufgewachsen im Wedding und Moabit.
Young German ist der Initiator und Hauptautor unseres Blogs. Ein Vielschreiber mitte 20, dessen Hauptfokus auf Außen- und Innenpolitik sowie militärischen Themen liegt. In seiner Freizeit treibt er gern Sport und verbringt viel Zeit in der Natur, sofern er das als Städter einrichten kann und das Studium es erlaubt. Wie viele seiner Generation sucht er die Entspannung auch gerne mal in Form von Games, SciFi und Fantasy.

2 thoughts on “Verhüllung von nackten Frauenkörpern in Köpenick – Die Kollaborateure des Mittelalters

  1. Es ist nicht zu Fassen,
    Wie ungeheuer pflichtbewusst manche selbsternannten Ethiker vorgehen.
    Millionen von Muslimen leben seit Generationen in unserer Kultur und haben sich damit Arrangiert !
    Was ist plötzlich anders seit beginn der Flüchtlingswelle ?
    Ich will das nicht verstehen, wem es nicht gefällt, darf sich gerne brüskieren, wegsehen oder im besten Fall wieder nach Hause Reisen.
    Armes Deutschland

  2. Trägt Frau Indetzki eigentlich eine Burka?
    Ihr eigenes Argument kosequent zu Ende gedacht, müßte sie das eigentlich.
    Ihre nackte Nasenspitze könnte ja religiöse Gefühle verletzen!

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