Die Rechte des Tieres

 

 

Ausnahmsweise mal ein reiner Meinungsartikel von mir um mir die Seele vom Leib zu reden:

Kürzlich konnte man den Schlagzeilen entnehmen, dass ein kleines Kaninchen von einem TV-Moderator mit einer Luftpumpe erschlagen wurde. Immer wieder gibt es Berichte über Tierquälerei, mutwillige Tötung und millionenfache Schredderei von männlichen Küken. Ich habe in meinem Leben (meistens Online) schon eine Menge entsetzliche Dinge gesehen, die Menschen einander aber auch wehrlosen Tieren antun.

Bei Tieren gibt es da die Jagd auf Nashörner, wegen ihrer angeblich Potenz steigernden Hörner. Oder die Jagd auf Wildkatzen und andere Großtiere. Nicht etwa aus Gründen des Naturschutzes, sondern aus purer Lust am Töten.

Ich will tatsächlich keinen großen Artikel daraus machen. Die Jagd und das Töten von Tieren zum Überleben liegt uns evolutionsbiologisch quasi im Blut. Unsere Gesellschaften sind mit der Jagd groß geworden. Aber andererseits haben wir heute einen ganz anderen zivilisatorischen Stand erreicht. Wir leben nicht mehr in kleinen Stammesgemeinden. Wie wir mit dem Leben von Tieren umgehen reflektiert meiner Meinung nach auch auf unseren Umgang mit Menschenleben. Wer eine Katze aus purer Mordlust einbetoniert und ihr beim Sterben zusehen kann, dem unterstelle ich, dass er auch beim Mord an einem Menschen weniger Hemmungen haben wird. Ein Hund oder eine Katze und gar ein Kaninchen besitzen ein wissenschaftlich nachgewiesenes Teilbewusstsein und sind zu Emotionen fähig, wie wir Menschen auch. Das heißt sie können leiden. Dass wir alle Teil einer Natur und Erde sind, mag dem Stadtmenschen des 21. Jahrhunderts manchmal nicht klar sein. Aber wir sind genauso Teil eines Ökosystems und dazu aufgerufen mit den Menschen und den Tieren mit denen wir uns unsere Welt teilen, verantwortungsvoll umgehen. Vor allem da wir die Stärkeren sind.

Wenn ich in der Bild Zeitung darüber lesen muss, dass irgendwo Hundewelpen aus purer Blutgier durch einen Fleischwolf gepresst werden, macht mich das wirklich krank. Denn meiner Ansicht gibt es kaum etwas verwerflicheres als den Mord an einem hilflosen und unschuldigen Opfer. Das ist wie das Erschiessen von Gefangenen, das Massakrieren von Zivilisten oder die Tötung eines Kindes. Wer so verantwortungslos und unmenschlich mit seiner eigenen Kraft umgeht, gehört bestraft. Die Tötung eines Tieres sollte meiner Meinung nach nur aus Gründen der expliziten Selbstverteidigung, aus Nahrungsgründen(entweder wenn man wirklich in der Wildnis lebt und Hunger hat oder aber Landwirt ist) oder aus Gründen des Naturschutzes durch ausgebildete Förster und Jäger passieren(Oder aus medizinischen Gründen). Alles andere ist für mich der Mord an einem Lebewesen und gehört als solcher härter bestraft. Wer schon das Leben eines wehrlosen Tieres nicht respektiert und aus purer Blutlust tötet, hat vermutlich noch weniger Achtung vor einem Mitmenschen.

Geboren in Berlin und aufgewachsen im Wedding und Moabit.
Young German ist der Initiator und Hauptautor unseres Blogs. Ein Vielschreiber mitte 20, dessen Hauptfokus auf Außen- und Innenpolitik sowie militärischen Themen liegt. In seiner Freizeit treibt er gern Sport und verbringt viel Zeit in der Natur, sofern er das als Städter einrichten kann und das Studium es erlaubt. Wie viele seiner Generation sucht er die Entspannung auch gerne mal in Form von Games, SciFi und Fantasy.

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