Wie Medien die Proteste in den USA verzerren

“Was Trump da macht, ist widerlich” schreibt der Tagesschau-Schreiber in einem giftigen Ton. “Ein Angriff auf die amerikanische Demokratie” sei Trumps Forderung, gegen “die friedlichen Proteste” mit polizeilichen und militärischen Mitteln vorzugehen. Der Spiegel fragt ganz unschuldig, ob “Rechtsextremisten die Proteste verursacht” hätten.

Die deutschen Medien sind mal wieder außer sich. Die anhaltenden Proteste und Plünderungen strafen jeden Hohepriester der linken Gleichmacherei Lügen, denn die aktuelle Situation in den USA zeigt: Hautfarbe und Ethnie sind keine “konstruierten Merkmale”, sondern existierende Mittel zur Distinktion und Identitätsbildung. Wir können gerade in den Vereinigten Staaten beobachten, was multiethnische und multikulturelle Gesellschaften im schlimmsten Fall bedeuten: einen Bürgerkrieg. Natürlich möchten unsere liberalen Medien aus Hamburg und Berlin keine Risse in die große Erzählung der sogenannten “offenen Gesellschaft” zulassen, weshalb sie aktuell im großen Maße Framing und Wording betreiben. Den Vogel haben aber ein Interview der Tagesschau und ein Bericht des Spiegels abgeschossen.

Der Spiegel – natürlich in der Konjunktivform, man will sich ja zu Not absichern – beschreibt in einem langen Artikel die “angeblichen” (selbst der Spiegel nutzt dieses Wort) Einflüsse weißer Rassisten, die sich unter die Proteste gemischt hätten. Wie schon angesprochen, ist die Hälfte des Textes im wagen Konjunktiv beschrieben, während man in der anderen Hälfte immer wieder auf andere Medien rekurriert – und das teilweise wirklich hanebüchen. So werden das “renommierte” Vice-Magazin zitiert oder eine amerikanische Plattform angegeben, die sich wie die deutschen “Medien” BellTowerNews und BlicknachRechts der Aufgabe angenommen haben, “rechte Aktivitäten” zu beobachten und zu analysieren. Dass diese “Recherche-Plattformen” sicherlich nicht objektive Kriterien nutzen oder nüchtern die rechte Szene beschreiben werden, sollte klar sein. Meistens sind solche Projekte einerseits selbst links angehaucht, andererseits hat man aus logischen Gründen natürlich den aus Eigeninteresse den Drang, die beobachteten Objekte besonders bösartig und gefährlich darzustellen – jemand, der dafür bezahlt wird, immer die Gegner im Blick zu haben, wird fleißig immer welche finden und benennen können.

Der ganze Artikel fällt also in sich zusammen. Außer irgendwelchen angeblichen Zeugenberichten von Neonazis, die bewusst schwarze Läden angegriffen hätten und hypothetischen Spekulationen, bleibt nichts an evidenten Material über – kein Ausgleich zu den vielfältigen Videos im Internet, die schwarze Lynchmobs zeigen. Die Tagesschau zerrt für ihr schriftliches Interview irgendeine Deutsche aus den USA heran, damit diese das erzählt, was man hören möchte – “möglicherweise” hätten “weiße Rassisten” die Proteste bewusst “angeheizt”, um die “Proteste gewalttätig werden zu lassen”. Googlet man nach der Biographie der Frau, dann findet man eindeutige linke bzw. linksextremistische Bekundungen – wahrscheinlich eine ehemalige Freundin von Gensing?

Die deutschen Redaktionen geben gerade Alles, um die Konsequenzen von fragmentierten und multikulturellen Gesellschaften zu kaschieren: man holt das Gespenst des weißen Rassisten heraus, um von den ethnisch aufgeladenen Krawallen abzulenken. Die Freund-Feind-Trennung ist ganz klar: dort die weiße, überprivilegierte Schicht mit Trump an der Spitze, dort die stigmatisierten PoC, die nur Opfer sein können, aber niemals Täter. Der us-amerikanische Publizist Mencken schrieb schon vor Jahrzehnten in Bezug auf linke Gleichmacher: »Wenn man sie mit unbequemen Tatsachen konfrontiert, versucht sie unweigerlich, sie aus der Welt zu schaffen, indem sie an die höchsten Gefühle des menschlichen Herzens appelliert.« Keinesfalls geht es hier darum, simple Schemata aus längst vergangener Zeiten zu bedienen und von “Rasse und Volk” zu schwurbeln – das ist nur ein Strohmann vieler Linken, um diese Diskussion zu ersticken. Zeigen aber die Demonstrationen und bürgerkriegsähnlichen Verhältnisse aktuell aber nicht, dass die “fortschrittliche” Idee des Westens, Menschen und ihre Identität aufzulösen, nicht funktioniert? Dass die eigene Herkunft, die eigene Heimat und Ethnie mehr für die eigene Identität bedeuten, als Linke gerne zugeben möchten?

Der zivilisatorische Firnis beginnt gerade in den USA zu reißen – Weiße Nachbarschaftswachen bilden bewaffnete Patrouillen und versperren Zugangstraßen zu ihren Vierteln, Latinos in Chicago sichern ihre Häuser und Straßen und greifen Menschen mit schwarzer Hautfarbe an. 30 Jahre nach den Ausschreitungen in LA sitzen wieder Koreaner und andere Asiaten auf und vor ihren Läden, um sich vor Plünderern zu schützen. Pessimistische Zeitgenossen mögen sagen, dass uns diese Verhältnisse auch in Deutschland blühen werden – egal, wie stark die Mainstreammedien die Realität verzerren werden.

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