Die wesentlichen Dinge

In Zeiten einer Krise wird der Staat und das Land auf Herz und Nieren geprüft. Jetzt zeigt sich, dass Genderprofessoren, Extremismussoziologen, Klimaktivisten und ein Großteil des Personals aus der banalen Unterhaltungsindustrie nicht mehr im Rampenlicht der Republik stehen. Greta-Thunberg, die Klimakatastrophe und Gendersternchen sind aus der öffentlichen Debatte nahezu restlos verschwunden. Die Lebensrealität der Menschen ist eine gänzliche andere geworden. Nun zählt nur, dass die Kernfunktionen der Gesellschaft am Laufen gehalten werden. Corona demonstriert, dass die wirklich wichtigen Einheiten eines Landes meist dort arbeiten, wo die Funktionseliten der Republik vorher nur die Nase rümpfend runter geschaut haben: Sanitäter, Ärzte, Krankenschwestern, Polizei, Feuerwehr, Stromerzeuger, Verkaufspersonal in Lebensmittelgeschäften, Apotheker, Bauern und Logistiker. Die Grundversorgung und die lebensnotwendigen Dinge, ja die wesentlichen Dinge sind nun wichtiger als Jan Böhmermann und andere abgewrackte Promis. Kein Schwein interessiert sich mehr für die Frage ob es mehr als zwei Geschlechter gibt und ob Frauenquoten in der Berufswelt eine gute Sache sind. Die Krise reduziert die Wirklichkeit auf das Wesentliche und die Menschen, die den Laden am Laufen halten.

Vergessen sind die Fragen nach Klimagerechtigkeit und Kohleausstieg. Plötzlich ist wichtig, dass man mit dem Auto mobil bleiben kann, dass es Zuhause Strom gibt, Warmwasser und genügend Lebensmittel nachgeführt werden können. Freude hat, wer sein eigenes Land, seinen eigenen Garten und sein eigenes Auto hat. Denn in der Krise bleibt er autark, mobil und kann besser mit der Situation umgehen, als diejenigen, die in das Narrativ der linken Schickeria eingekauft haben. Öffentliche Verkehrsmittel, Groß-WGs in der Großstadt und Carsharing sind auf einmal nicht mehr ganz so cool. Das vormals verlachte Landei lacht zuletzt.



Überhaupt wird nun weniger über die Frau an der Kasse gelästert, die im Dauerbetrieb dafür Sorge trägt, dass die Waren vom LKW bis in die Regale kommen, damit sich gut gekleidete Kiezbewohner mit Inbrunst auf Klopapier und Dosenravioli stürzen können. Wer wagt es jetzt noch sich über Krankenschwestern, Pfleger und Sanitäter der Feuerwehr lustig zu machen? Diese Berufsstände, die man Kindern bei der Berufswahl eigentlich verächtlich gemacht hat, weil man da ja “nicht studiert” und der Lohn niedrig sei. Vielleicht ist das ja mal eine gute Gelegenheit für die Politik, wenn die Krise vorüber geht, über eine Verbesserung der Berufsumstände dieser Gruppen nachzudenken.

Jahrelang wurde die Infrastruktur in Deutschland kaputt gespart. Minister Spahn und SPD-Abgeordneter Kai Lauterbach waren sogar Befürworter einer starken Reduzierung der Krankenhäuser samt Personal in der Republik. Wieder zeigt sich, dass gerade die gut bezahlten Positionen in Politik, Medien und Verwaltung nicht von den Fähigsten besetzt sind.

Vielleicht schärft die Krise nun wieder den Blick der Menschen für die wesentlichen Dinge.

 

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