Verhinderte Massenmörder und Kommunismus-Cosplayer

Vor einer Weile zog eine Abordnung der FDJ, ja der Freien Deutschen Jugend, durch Zwickau. Die Handvoll verwirrter Einzeltäter mag uns hier im Rest der Republik nicht beunruhigen, so wie uns ein paar Neo-Nazis in einer ähnlich abgeschiedenen Ecke des Landes nicht beunruhigen sollten. Dennoch ist doch erstaunlich, dass die FDJ anders als die Hitlerjugend keine verbotene Organisation zu sein scheint. Aber schließlich wurde auch die SED nicht verboten, was den alten Kadern und Eliten erlaubt hat ihre Wühlarbeit hier in der Republik weiter fortzuführen. Mehr als Kommunismus-Cosplayer sind diese Leute natürlich nicht. Dabei sei nicht gesagt, dass die FDJ eine verbrecherische Organisation war. Das war sie wohl nicht. Aber im Kontext der SED-Diktatur erscheint ein Aufmarsch dieser Blauhemden doch reichlich skurril.

Man misst in diesem Land sowieso mit zweierlei Maßstab. Während die Verbrechen des NS und des Faschismus von der 8-12 Klasse quasi dauerhaft durchgearbeitet werden und einen auch nach der Schulzeit nicht verlassen, sondern omnipräsent in Medien und Öffentlichkeit sind, befassen sich nur sehr wenige Intellektuelle und ein paar Aktivisten mit den Massenmorden der Kommunisten, die erwiesenermaßen eigentlich weit mehr Menschen auf dem Gewissen haben, als die Nazis. Aber wissen tun das die wenigsten Menschen hier. In der Bewertung der kulturbestimmenden Linken sind die Toten des Sozialismus alles notwendige Opfer auf dem Weg in bessere Welten, die sich nur seltsamerweise niemals materialisieren. Allein die Oktoberrevolution in Russland hat eigentlich einen guten Vorgeschmack auf die roten Massaker des 20. Jahrhunderts gegeben. Die WELT schreibt als eine der wenigen deutschen Zeitungen regelmäßig über die Grausamkeiten der Tscheka und ihrer kommunistischen Kumpanen. Sie standen dem IS in nichts nach, übertrafen ihn in Dimension und Grausamkeit sogar noch.



Angesichts der Killing Fields von Kambodscha und den ganzen anderen Leichenbergen, die überall da angehäuft wurden, wo vermeintliche Arbeiter- und Bauernvertreter behaupteten für ihre Klasse zu kämpfen, wirkt es doch mehr als piätetlos, wenn ein Herr Riexinger von der Linkspartei(SED) und seine sozialistischen Anhänger auf Strategiekonferenzen von Arbeitslagern und Erschießungen philosophieren, wenn sie denn endlich die totale Macht haben. Meinen sie denn das wirklich ironisch? Hätte ein Herr Höcke oder ein anderer AfD-Politiker nur in eine ähnliche Richtung geräuspert, wäre der Staatsschutz alarmiert, der Verfassungschutz würde wieder seitenlange Berichte schreiben und alle Medien von FAZ über TAZ bis zum ARD würden sich das Maul über die vermeintlich mörderischen Rechtspopulisten zerreißen. Aber hier im Lande gingen die Äußerungen von Riexinger und Co. ziemlich unter. Die Linken können eben darauf zählen, dass sie Medien haben, die ihnen gewogen sind und nur das zum Thema gemacht wird, was in der Regel den Linksparteien (Grüne, CDU, SPD, Linke) hilft.

Vielleicht ist ja die Fassade bei vielen Wortführern und Anhängern diesen Lagers wirklich nur notdürftig aufgesetzte Bürgerlichkeit. Möglicherweise bedarf es nur einer kleinen Veränderung der Umstände, um die Maskerade zu beenden und das wahre Gesicht dieser Leute zum Vorschein zu bringen. Was, wenn es sich hier eben doch um verhinderte Massenmörder handelt, die gerade einfach nur nicht die Mittel haben um das zu tun, was sie wirklich tun wollen? Immerhin argumentiert man ja häufig so bei der AfD. Es wäre ja nur fair, wenn man den gleichen Maßstab auch bei den Linken selbst anlegt.

Oder man lässt es.

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