Die AfD hat nur diese eine Chance

Die Zukunftsprognosen für Deutschland sind, wenigstens aus patriotisch-konservativer und liberaler Sicht, düster. Die Enteignung der Sparer geht weiter, der Mittelstand wird geschröpft, die Rezession frisst sich durch den Arbeitsmarkt und jedes Jahr wandert mindestens eine Großstadt größtenteils unqualifizierter und kulturell fremder Menschen nach Deutschland über ein dysfunktionales Asylsystem ein. Zivilisatorisch baut dieses Land nur noch ab, während die von links gewünschte und geförderte Transformation der Bundesrepublik in ein würde- und inhaltsloses Land weitergeht. Was für die einen ein Grauen ist, ist für die anderen ein feuchter Traum. Angesichts der sich auftürmenden Probleme, die kaum mehr behoben und eher noch befeuert werden, ist davon auszugehen, dass die AfD nicht so schnell verschwinden wird, wenn sie sich nicht selbst ins Aus schießt.

Denn wer unter den letzten Getreuen der alten CDU sich hinter dem Fähnlein von Alexander Mitsch versammelt hat, wird weiter enttäuscht werden. Die CDU der frühen 2000er und 90er existiert einfach nicht mehr und sie wird nicht wiederkehren. Rechts von ihr ist dauerhaft ein Platz frei geworden und man wird weiter beobachten dürfen, wie sich die CDU langsam aber mit voller Absicht in Richtung links bewegt, um die Mitte völlig zu absorbieren und die abfallenden Wähler von SPD und Co. einzufangen, womit sie hoffen das Defizit an alternden und absterbenden Konservativen in der eigenen Wählerbasis auszugleichen. Wer den Schuss gehört hat, wählt längst AfD. Ähnlich ergeht es wohl den Wählern der FDP, die scheinbar drauf und dran sind eine neue Satirepartei am Demokratiehimmel zu werden. Kaum eine Partei Deutschlands hat ihren Namen so wenig verdient wie die Liberalen. Ihre Liberalität ist spätestens mit Westerwelles Abschied verloren gegangen. Seither ursurpierten Linke und Kryptosozialisten innerhalb des liberalen Lagers, das nun offensichtlich ausgehöhlt und zerstört ist. Parteitage und  die dort fallenden Aussagen der FDP, ganz zu Schweigen von ihrem Abstimmungsverhalten im Bundestag, sprechen meist eine deutliche Sprache. Die Gelben machen jeden Unsinn mit, der von der Großen Koalition auf den Tisch gelegt wird und biedern sich dem Zeitgeist an, wo es nur geht. Sie sind viel, aber nicht liberal.

Eigentlich also perfekte Grundlagen für das Erstarken einer neuen Partei wie der AfD, die aus dem nationalen, liberalen und altkonservativen (CDU/SPD-Arbeiter) Lager Stimmen erhalten kann. Gelingen wird ihr das jedoch nur, wenn sie versteht, dass ihr politisches Wirken über den Pöbelgeist, den Protestmarsch und die rhetorische Eskalation hinausgehen muss. Sie hat die Pflicht eine positive Zukunftsvision für Deutschland zu entwickeln und zu kommunizieren, in der sich die oben angesprochenen Gesellschaftsgruppen repräsentiert fühlen können. Sie muss einen ordoliberalen Kompromiss finden, in dem sich sozialkonservative und freiheitliche Kräfte gleichermaßen vertreten sehen. Ihre Wählerschaft muss sich mehrheitlich aus denen speisen, die von den Altparteien abgefallen sind oder sich seit Jahrzehnten schon nicht mehr von selbigen verstanden fühlen. Sie muss einen ausgewogenen Kurs finden, wo echte Unruhestifter und echte Ewiggestrige keinen Platz haben und wo es dennoch Raum für Widerspruch und alternative Ideen gibt.

Die AfD muss erwachsen werden, Verantwortung auch für die eigenen Kinderkrankheiten übernehmen und sich von allen trennen, die glauben Schausteller in einem Remake von 1933 zu sein. Klar ist: eine zweite Chance für eine patriotische Partei mit Chancen auf Mehrheiten wird es wohl nicht allzu bald geben, sollte die AfD sich selbst zerstören.

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