Objektschutz für Jedermann

Zwar ist die Zahl der Wohnungseinbrüche momentan sehr niedrig und auch der Coronavirus wird uns vermutlich keine Zombieapokalypse bescheren. Aber Trends können sich auch sehr schnell ändern. Der durchschnittliche YG-Leser dürfte eher besser verdienen und genau in dem Altersbereich sein, für den Eigenheime interessant sind. Drum nach längerer Zeit auch mal wieder was von mir.

Objektschutz lässt sich nach militärischem Verständnis in zwei Kategorien aufspalten – passiver und aktiver Objektschutz. Absichtlich in dieser Reihenfolge, denn aktiver Objektschutz erfordert logischerweise mehr Zeit und Mittel als der passive.



Quelle: Pixabay

Passiver Objektschutz

Wogegen wollen wir uns schützen?

Zu Beschuss kann ich nur sagen, dass es aus energetischen und wohnatmosphärischen Gründen entweder sehr teuer oder sehr dämlich ist, sein Haus nach solchen Gesichtspunkten aufzubauen. Haltet euch den Ärger einfach mit geeigneten Maßnahmen vom Hals, das sollte auch in Krisenzeiten machbar sein.

Der wichtigste Punkt ist – auch der Einleitung zu entnehmen – der Einbruchschutz. Technische Einzelheiten spar ich mir an dieser Stelle, für so etwas sind die Beratungsstellen der Kriminalpolizei eine gute Adresse. Um euch vor Einbrechern zu schützen müsst ihr wie einer denken. Die Planung eines Einbruches könnte so aussehen:

  1. Relevanz: Gibt es was zu holen? (Luxuriöser Eindruck?)
  2. Zeitfenster: Ist das Objekt regelmäßig unbewacht? Möglicherweise sogar nachts?
  3. Annäherung: Gibt es möglicherweise Beobachter (Nachbarn/Passanten/Kameras)? Wenn ja, zu welchen Seiten? (Klassiker: Kellertüren)
  4. Einbruch: Wie gut ist die Einbruchstellen gesichert? Komme ich mit Hilfsmitteln (Räuberleiter, Regenrinnen, Vordächer, ums Haus vorhandene Gegenstände) an Schwachstellen ran? Wie lange brauche ich für den Einstieg?

Fachleute gehen davon aus, dass normale Privatpersonen momentan mit RC2 (WK2) Türen/Fenstern/Toren gut bedient sind. Exponiertere Personen (Politiker, Manager, …) sollten zu RC3 greifen. Von ferngesteuerten Türen/Fenstern/Toren wird abgeraten – Funksignale können aufgefangen und dupliziert werden und auch das Internet ist nicht gerade bekannt für seine Sicherheit.

Anwesenheitssimulatoren (z.B. Zeitschaltuhren an Lampen, TV-Simulator) sind einfache und günstige Maßnahmen, um Einbrüche erheblich zu erschweren.

Überwachungskameras und Fenstersensoren sind problematische Optionen. Die handygesteuerten Optionen sind unzuverlässig (Funkloch, Akku leer, …) und die Verbindung mit einer Sicherheitzentrale kostet monatlich etwa 35€. Von Datenschutzaspekten und dem menschlichen Faktor (allzu sorglose Familienmitglieder) ganz zu schweigen.

Passiver Objektschutz umfasst auch Brandschutz. Dazu gehören natürlich offensichtliche Maßnahmen wie Brandprävention, aber auch ein paar große Feuerlöscher oder gar eine Brandmeldeanlage können nicht schaden.

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Aktiver Objektschutz

Erfahrungsgemäß gewährt die Polizei auch in stabilen Zeiten nicht immer schnelle und effektive Hilfe. Wem wachsame Nachbarn und die Notrufnummer nicht reichen, kann zum aktiven Objektschutz übergehen.

Ein Bekannter wohnt beispielsweise in einer Ecke mit übermütigen Migranten aus dem Balkan. Er lässt seine Tochter nur mit Funkgerät aus dem Haus, dessen Gegenstück er selber auch permanent am Mann hat. Der Baseballschläger steht stets bereit. Des Weiteren geht er absichtlich und regelmäßig mit seinem Hund spazieren – in diesem Kulturkreis ein gefürchtetes Tier. Präsenz schafft Respekt!

Berichten zufolge hat man als Fremder in polnischen Wohnvierteln ganz schnell Gesellschaft von örtlichen Hooligans, die bereits schlechte Erfahrungen mit Fremden gemacht haben.

Nach oben hin ist die Liste der möglichen Maßnahmen natürlich offen. Kfz-Patroullien, Checkpoints, Beobachtungsstände… seid kreativ wenns sei muss! Aber macht euch auch nicht verrückt.

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