Eine unfreie Jugend im Griff der Kulturmarxisten

Bildung – ein Begriff, den viele schätzen und Ehrfurcht erzeugen kann. Vor allem Eltern möchten eine gute Bildung für ihre Kinder. Manche möchten nur das Beste und schicken ihre Kinder auf Privatschulen. Denn dort, abseits des staatlichen Bildungssystems, herrschen gute Lernbedingungen und arbeiten ausgezeichnete Lehrer. Das (linke) juste Milieu meldet allzu oft ihre Schützlinge an Privatschulen an, nachdem sie in Zeitungsartikeln oder politischen Reden die Vorzüge eines bunten und diversen Schulsystems preisten.

Bildung – schon immer waren die Deutschen doch stolz auf ihre Bildung. Land der Dichter und Denker. Selbst die DDR konnten dieser Eigenart, ja dieser Liebe zur Bildung nicht entfliehen und errichtete ein ordentliches Schulsystem. Im Westen war derweil stolz auf seine Gymnasiasten oder Berufsschüler. Jedoch zerbrach dieses Paradies, als die Meldungen des Pisa-Schocks eintrafen. 2001 gab es die “Bildungskatastrophe” und man gelobte Besserung. Eifrig machte man sich an Reformen, man stellte mehr Lehrkräfte ein, man renovierte Schulen. Das Ergebnis: enttäuschend. Im letzten Test haben die deutschen Schüler in der Rangliste verbessert – aber nur, weil sich die anderen Nationen verschlechterten. Deutsche Kinder haben nicht damit begonnen, besser zu lesen oder zu rechnen, die anderen Schüler sind einfach nur schlechter geworden. Nichts gelernt aus 2001? Hat man einfach an den falschen Schrauben rumgewerkelt? Nein, es ist noch schlimmer – linke Kulturmarxisten haben ihren Einfluss auf das Bildungssystem vergrößert und bedienen sich an den Kindern.

Bildung – das ist mittlerweile etwas ganz Besonderes. Früher, vor allem in Gymnasien, sollten die Kinder eine umfängliche Allgemeinbildung erhalten. Faktenwissen stand im Fokus, auch wenn das manchmal langweiligen Frontalunterricht oder das Auswendiglernen chemischer Reaktionen bedeutete. Das Abitur sollte dafür sorgen, dass Schüler problemlos an der Uni anknüpfen konnten. Davon kann mittlerweile gar nicht mehr die Rede sein. Die Anforderungen des Abiturs sinken und sinken, Professoren müssen mit ihren Erstsemestern erstmal Grundlegendes üben, um dann später mit dem eigentlichen Stoff zu beginnen. Möglich wurde diese Banalisierung des Abiturs durch einen gewissen politischen Willen und der Änderungen am Lehrerkonzept. Nicht mehr Detail- sowie Faktenwissen wollte man den Schülern übermitteln, sondern sogenannte “Kompetenzen”. Im niedersächsischen Schulcurriculum heißt das dann zum Beispiel so: “Die Arbeit in der Schule darf nicht nur auf Leistungen im kognitiven Bereich ausgerichtet sein, sondern muss zugleich emotionale und kreative Fähigkeiten fördern […].”

Nun klingt das alles harmlos, aber im Endeffekt sind die Lehrpläne dann so aufgestellt, dass die kognitiven Fähigkeiten stiefmütterlich behandelt werden. Der Schüler der Oberstufe kann dann zwar eine Rede Hitlers im Sportpalast aufgrund seiner emotionalen Kompetenzen als böse beschreiben und bewerten. Zu mehr fehlt dann das Faktenwissen. Jahreszahlen? Geschichtliche Abläufe? Sind egal. Dieses Schema gilt für die übrigen Fächer. Ein sauberes Deutsch? Ach, paar Fehler sind ja schon ok, wenn man immerhin den Zeitungsartikel über Höcke als “nazi” interpretiert hat. Ein falsches Ergebnis in Mathe? Ach, ein Punkt für den Rechnungsweg gibt es trotzdem, man will dem Kind ja nicht vor den Kopf hauen und ein Erfolgserlebnis geben. Ich verweise hier nur auf “Schreiben nach Gehör” – ein pädagogisches Konzept, dass nach den beschriebenen Ideen funktionierte. Nicht der Lehrer sollte mit einer Fibel das Kind zu einer ordentlichen Rechtschreibung bringen, sondern das Kind lernt es durch das eigene Gehör. Katastrophale Ergebnisse haben dazu geführt, dass in vielen Bundesländern dieses Konzept verboten wurde. Das Konzept stammte von einen Reformpädagogen, der durchaus als links bezeichnet werden konnte.

Generell hat sich auch das Lehrerverständnis geändert: Der Lehrer selbst soll nach neuster pädagogischen Anweisungen auch gar nicht mehr Frontalunterricht geben. Er soll keine Autoritätsperson mehr sein, sondern ein “mitspielender” Lehrer, der die Kinder nur anleitet. Kinder sollen nicht von ihm etwas lernen, sondern am besten selbst. Ein Glück! Bei meinen Seminaren in der Universität habe ich zum Beispiel den einen oder anderen Geschichtslehrer der Zukunft getroffen. Was konnte ich mir da alles nur so anhören – “Jesus war Caesar und die Bibel wurde im Mittelalter von Osmanen geschrieben!” oder “Die SPD hat in der französischen Revolution für Frauenrechte gekämpft”. Natürlich ist mit solchen Lehrern kein guter Unterricht zu machen. Die meisten der Studenten konnten auch höchstens nur die Zeit von 33-45 irgendwie noch aus dem Kopf beschreiben. Für mehr hat ihr geschichtliches Interesse, trotz des Wunsches zum künftigen Geschichtslehrer, nicht gereicht. Übrigens – die meisten Lehramts-Studenten, die ich traf, waren links.

Zu mangelhaften Lehrerpersonal und falschen Unterrichtskonzepten kommt auch der politische Wunsch, doch viele Abiturienten und Schüler mit guten Abschlüssen jeden Sommer verkünden zu können. Nach und nach hat man also die Anforderungen gesenkt. Die Folge: mehr Schüler erreichen einen Abschluss, der ihre Leistung verzerrt und falsch darstellt. Immer mehr Abiturienten haben einen 1er-Schnitt. Die Minister mögen solche Meldungen, klingen sie doch auf den ersten Blick super. Vor allem in linken Bundesländern ist diese Entwicklung zu erkennen. Dort steht auch das Gymnasium in Gefahr, weil Linke ebenjenes nicht sonderlich mögen. “Elitenbildung” heißt es. Man bevorzugt in linken Kreisen die Gesamtschule, am besten inklusiv – das egalitäre Schulsystem kennt keine Grenzen!

Ebenjene Gruppen verfolgen auch eine Politisierung der Bildung. In Wien wurde mit 12-14 Jährigen ein “Flüchtlingsspiel” veranstaltet. Die Schüler kamen eines Morgens zur Schule und wurden wie “Flüchtlinge behandelt”. Sie mussten ohne Antworten in den Räumen sitzen und keiner klärte sie auf. Die Schule und ein externer “Bildungsverein” wollte den Schülern auf dieser Weise erklären, wie es ist, “ein Flüchtling zu sein”. Von den Klimademonstrationen jeden Freitag ganz zu schweigen. Für den Mainstream ist es ok, wenn man für das richtige Ziel die Schule schwänzt. Wenn ein AfD-Politiker auf einer offenen Podiumsdiskussion reden soll, dann wird er ausgeladen. Ich schweige auch mal von solchen Aktionen wie “Schule ohne Rassismus”.

Nun, pauschal zu sagen, Links und Bildung vertagen sich nicht, wäre zu simpel. Aber dass in sozialistischen Staaten die politische Indoktrination schon in den Schulzeiten begann, war kein Zufall. Junge Menschen sind doch leichter zu beeinflussen. Dass Linke auch in Deutschland und Österreich diesen Fakt für ihre Ziele nutzen, ist kein Geheimnis mehr. Man erkennt es an den schwachen Leistungen.

 

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