Oma die Umweltsau und staatliche Satire über den Steuersklaven

Kinderchöre, die zur Freude ihrer politisch engagierten Lehrer ein Lied über die Verfehlungen des gemeinen Bürgers singen, kennen ich und die meisten anderen Menschen wohl eher aus sozialistischen Ländern wie Vietnam, China oder der untergegangenen DDR. Da war es Normalität, dass Satire alles durfte, solange sie sich nicht gegen die Obrigkeit richtete. Kritik am Bürger und seinem wenig angepassten Verhalten, seiner fehlenden sozialistischen Inbrunst und seinem Mangel an revolutionärer Überzeugung, waren gerne gesehen. Der Bürger durfte Ziel des Spotts sein, andersherum nicht. Und Kinder, die Lobeslieder auf die staatliche Doktrin singen (nichts anderes ist der grüne Klimahype), gibt es sonst eben nur in Nordkorea und oben genannten Staaten des gescheiterten Sozialismus.

Dass der WDR mit seinem Lied über die „Umweltsau“ und die deutsche Omi den Bogen überspannt haben könnte, ist eine falsche und viel zu optimistische Annahme. Längst versucht man, weil man im „framing“ und „nudging“ eben so überaus geübt ist, die ganze Geschichte in ein anderes Licht zu rücken. Mittlerweile geht es um „rechte Hetze gegen die Öffentlich-Rechtlichen“, irgendwelche „Morddrohungen“ und „Beleidigung“, als wäre dies besonders ungewöhnlich dieser Tage und als würden Politiker und Personen der Öffentlichkeit rechts der Mitte nicht permanent mit solchen Dingen leben müssen. Uwe Junge (AfD-Politiker) hat mehrere Anschläge auf sein Haus durchstanden, lebt mit Personenschutz, genau wie alle AfD-Spitzenpolitiker permanent von Leibwächtern des BKA begleitet werden müssen. Was sind dann ein paar wütend geschriebene Zeilen von einigen Entgleisten? Nur Peanuts im Vergleich zur echten Bedrohungslage, unter der die politische Opposition leben muss.



Hier findet wieder eine gekonnte Umkehr der Opfer und Täter Verhältnisse statt. Der Bürger, der sich gegen die Bevormundung durch den staatlichen Rundfunk wehrt, seine Beleidigungen nicht mehr ertragen will und endlich zur Mäßigung aufruft, gilt nun als der Übeltäter. Zwischen den Protestanten vor dem WDR-Gebäude und dem Attentäter von Christchurch gibt es in den Augen der meisten Journalisten im vom Volksmund netterweise „Rotfunk“ genannten Rundfunk vermutlich keinen Unterschied.

Anja Reschke, die allzeit beliebte Moderatorin, war immerhin stellvertretend für die meisten Journalisten im Rundfunk ehrlich und sagte mal, dass sie es als ihren Auftrag versteht, die Menschen in Deutschland zu „erziehen“, damit sie Demokratie und Freiheit lernen. Als gute Volkspädagogin kann sie so etwas im Fernsehen sagen und muss nicht einmal mit viel Gegenwind rechnen, weil die deutsche Bevölkerung nach zwei Diktaturen, die eine sozialistisch, die andere nationalsozialistisch, gar nicht anders kann, als nach Erziehung zu lechzen. Gehorsam gegenüber der Obrigkeit, Konformismus und Opportunismus sind die wichtigsten Tugenden der Deutschen seit mindestens 200 Jahren.

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