Die Schätze eines Volkes

Der Raub im Grünen Gewölbe ist keine Anomalie in der Bundesrepublik Deutschland. In Berlin wurde vor einigen Jahren bereits eine kostbare Goldmünze aus einem Museum gestohlen. Die Goldmünze im Wert von mehreren Millionen Euro wurde von den arabischen Clanmitgliedern Ahmed und Wissad Remmo entwendet. Wenig überraschend ist, dass man das Gold selbst nicht mehr auffinden konnte und es vermutlich längst im weit gefächerten Netzwerk der Clans aufgelöst wurde. Die beiden Remmos wird man innerhalb ihres Clans wie Helden feiern, die ein paar Jahre einsitzen werden, ehe man sie wieder in den Sud Berlins entlässt. Für die Räuber, egal ob im Bode-Museum oder im Grünen Gewölbe, zeigen sich die Schätze dieses deutschen Volkes wie auf einem Präsentierteller. Natürlich kann man da nicht widerstehen, wenn man selbst weder Respekt noch Liebe gegenüber der Wirtsgesellschaft verspürt.

Die Sicherheitsmaßnahmen im Gewölbe waren, nachdem was man sehen und lesen konnte, beinahe steinzeitlich. Ein kleines Ablenkungsmanöver reichte aus, um einzubrechen und vor den Augen der Wachmannschaft, die nicht eingreifen wollte oder durfte, kostbare Schätze zu stehlen. Die Polizei kam zu spät, weil dies in der Natur des Notrufs liegt. Wenn Sekunden zählen, kommt die Polizei in einigen Minuten. Selbsthilfe wäre angebracht gewesen. Aber im staatsgläubigen Deutschland hofft man wie seit Jahrhunderten schon auf die eiserne und träge Hand einer übermenschlichen Gewalt von oben. Zwar sind die Schätze der Dresdner Monarchen nun weg und wahrscheinlich längst über alle Berge – aber immerhin hat man die Stadt kürzlich zur Festung der maritimen Migrationssicherheit erklärt. «Goldstücke» gibt es derzeit in Dresden zur Genüge und viele mehr werden kommen.



Was bleibt sind die verdutzten Gesichter der Polizei, der Staatsanwaltschaft, der Politiker und der Bürokraten, die sich nicht erklären können, wie das passieren konnte. Dabei sind solche Überfälle, Raubzüge und Plünderungen doch keine Seltenheit. Eigenheime, Sozialsysteme, Banken und Museen sind seit Jahren Opfer der organisierten und unorganisierten Kriminalität. Jeder Profi und jeder Glücksritter will sich einmal hier ausprobieren, weil jedermann weiß, dass die Deutschen ihr Land nicht schützen können oder wollen. Hart und unbarmherzig geht die Staatsgewalt nur dann vor, wenn es gegen Kleinunternehmer geht, die mal eine Rechnung falsch in der Steuererklärung angegeben haben. Während man Freitags den nahenden Untergang der Erde besingt, sorgt die wenig abstrakte Wirklichkeit im Beuteland für lange Gesichter und leere Taschen. Wer seine Grenzen nicht schützt, baut eben Glühweinfestungen und hohe Gartenzäune, um den Schutzraum wenigstens im Kleinen zu haben.

Derweil erodiert das, was man soziale Sicherheit nennt und was die deutsche Gesellschaft bis heute ausgezeichnet hat. Anders als in Ciudad de Mexico oder Südafrika, wo man jeden Moment damit rechnen muss ausgeraubt oder erschossen zu werden, wenn man in die falsche Straße einfährt.

Man kann den Banditen dieser Erde fast keinen Vorwurf machen, weil sich dieses Land so darstellt, als würde es zur Plünderung einladen. «Wer will nochmal, wer hat noch nicht?»

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