Es werden wieder turbulente 20er Jahre werden

Geschichte wiederholt sich nicht. Aber sie reimt sich. Die deutsche Wirtschaft strauchelt, Glauben und Vertrauen in die alte Ordnung schwinden, während die innere Sicherheit langsam, aber sicher zerbröselt. Vor einigen Monaten schrieb ich über die Begegnung mit einem spanischen Patrioten, der seine wissenschaftliche Arbeit über (den spanischen) Bürgerkrieg verfasst hatte.

Wir kamen im Gespräch darüber überein, dass man die derzeitige Situation in Deutschland und Westeuropa zwar nicht mit dem Spanien der 20er Jahre gleichsetzen kann, wohl aber Paralellen existieren. Überall in Europa gab es in dieser Zeit, egal ob Spanien, Italien, Frankreich oder Deutschland Umbrüche. Dass wir wieder in einer Zeit solcher Umbrüche leben, liegt nahe, wenn wir uns die momentane Entwicklung anschauen.

 

In Offenbach sind drei IS-Verdächtige festgenommen worden. Die Männer sollen laut Staatsanwaltschaft Vorbereitungen getroffen haben, um im Rhein-Main-Gebiet mittels Sprengstoff oder Schusswaffen möglichst viele Menschen zu töten. Die geplante Tat sei religiös motiviert gewesen, die Beschuldigten sollen sich in der Vergangenheit als Anhänger der Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) zu erkennen gegeben haben.

Der Staatsanwaltschaft zufolge handelt es sich bei den vorläufig Festgenommenen um einen 24 Jahre alten Deutschen mazedonischer Herkunft sowie einen 22 und einen 21 Jahre alten türkischen Staatsangehörigen. Der 24-jährige Hauptbeschuldigte ist dringend verdächtig. Ihm wird vorgeworfen, sich bereits Grundbestandteile zur Herstellung von Sprengstoff beschafft und im Darknet nach Schusswaffen gesucht zu haben. Die drei Verdächtigen seien bereits polizeibekannt gewesen. – WELT



Die erneute Festnahme von mutmaßlichen beinahe Terroristen (islamische) ist nur ein Auswuchs einer Krise, die den gesamten Westen in Atem hält. Auf dem Balkan sammeln sich erneut Migrationsströme, die vor allem in Richtung Deutschland, Schweden und Großbritannien wollen, während die Kanzlerin in der üblichen Lethargie alles tut, um den Anschein zu erwecken, dass noch regiert wird. Tatsächlich wird nur noch verwaltet. Die Altparteien sind die Verwalter des Verfalls, die den zumindest temporären Abschwung eines großen Landes begleiten und dabei abschöpfen, was geht. Nun bin ich kein Crash-Gläubiger, weil ich mich zu wenig mit Finanzpolitik auskenne. Aber im neuen Buch von Markus Krall ( Wenn schwarze Schwäne Junge kriegen: Warum wir unsere Gesellschaft neu organisieren müssen) wird ein interessanter Gedanke zumindest angedeutet, wenn auch nicht ganz ausformuliert, weil Herr Krall schlau genug ist, um nicht zu tun, was ihm in diesem Klima als möglicherweise verfassungsfeindlich ausgelegt werden könnte. Er formuliert keine neue Gesellschafsordnung im Detail, sieht aber, dass es bei einem Systemcrash, herbeigeführt durch die seiner Meinung nach desaströse Geld- und Zinspolitik (Wirtschaftkrise), wahrscheinlich zwangsläufig zur einer sehr turbulenten Neuordnung der gesamten westlichen Welt kommen könnte. Vor allem in Deutschland und in unseren direkten Nachbarländern der EU, die mit in den Sog gerissen werden.

Am Beispiel der immer absurderen Auswüchse der NATO sieht man ebenfalls, dass sich hier etwas bewegen muss. Die Türkei handelt nicht wie ein NATO-Partner und führt die westlichen Führungseliten bei nahezu jeder Gelegenheit vor. Nur aus Moskau kommen Machtworte, die gehört werden. Diese permanenten Demonstrationen westlicher Führungs- und Durchsetzungsschwäche werden auf der internationalen Bühne wahrgenommen und man wird sie nicht vergessen. Diejenigen, die aus dieser Schwäche ihren Vorteil ziehen werden, stehen schon Schlange und streiten sich um die Beute, die man glaubt leicht erringen zu können.

Hat dir der Beitrag gefallen?

Spendier uns eine Kleinigkeit, um den Blog zu unterstützen:

5,00
Zahlungsmethode auswählen
Persönliche Informationen

Spendensumme: €5,00

Bild: Screenshot

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.