Schluss mit der Reaktion!

Gastbeitrag von Masovia:

Wer Kommentare, Beiträge oder Videos von weiten Teilen der politischen Rechten betrachtet, dem wird ein Muster auffallen: die übermäßige Fixierung auf die Vergangenheit. Ob diese sich nun darin manifestiert, dass man alle Gemeinden Oberschlesiens von 1930 auswendig lernt, sämtliche dynastischen Verbindungen der Hohenzollern im Schlafe herunterbeten kann oder ob man Gesellschaft und Wirtschaft der BRD im Stande von 1980 zum Maß aller Dinge erhebt, eins haben alle drei gemein: sie helfen uns nicht weiter.



Ganz konkret zeigt sich dieses „Ewiggestrige“ in der Erscheinung von „Fridays for Future“ (FFF). Während die linksradikalen Elemente einfach einen gesellschaftlich vorgefertigten Deckmantel aufnehmen (der Klimaweltuntergang wird ja bereits seit über 30 Jahren zum Damoklesschwert der Erde aufgebaut), gibt sich die „konservative“ oder „patriotische“ Seite der Politik damit zufrieden, nur zu reagieren. Den absoluten Tiefpunkt hat man wohl damit erreicht, auf jegliche linke Forderung einfach nur mit dem Gegenteil zu antworten. Verbrennungsmotoren sollen verboten werden? Ich kaufe mir eine amerikanische Dreckschleuder und puste erstmal Ruß in die Luft. Die Industrie soll abgebaut werden? Ich stehe jetzt auf der Seite der globalistischen Großkonzerne! Wie wenig man damit ein stabiles politisches Fundament errichten kann, sollte wohl offensichtlich sein.

Außerhalb von Ü40 Humor Gruppen oder Volksfesttruppen gewinnt man damit nicht mehr als ein bemitleidendes Lächeln, wenn überhaupt. Schlimmer noch, man gibt den Linken genau das Feindbild, das sie haben wollen: der umweltzerstörende, alte, weiße Mann, der mit SUV durch das Naturschutzgebiet heizt und dabei Plastikmüll aus dem Fenster wirft? Kein Problem, genau dieses Bild wird geliefert, «um Greta zu ärgern».

Dass es eine schwedische Autistin herzlich wenig interessiert, was irgendwelche Proleten hierzulande als „politische“ „Arbeit“ ansehen, liegt auf der Hand. Aber was sollte man dann tun, um nicht nur nicht sich selbst, sondern auch nicht seine Bewegung bis auf die Knochen zu blamieren? Zuerst sollte man aufhören, wie ein Hund zu bellen, sobald eine neue linke Meldung irgendwo auftaucht. Nur darum konnte sämtlicher marxistischer Ungeist seit Jahrzehnten ungehindert überall Fuß fassen. Einfach deshalb, weil er (über die Sinnhaftigkeit und den Wert des Inhalts muss hier nicht geredet werden) Impulse und Ideen gibt. Und genau über diese Ideen wird dann die öffentliche Debatte ausgetragen. Seien es nun Rechte für Schwule, offene Grenzen oder Klimahysterie: es wird eine linke Forderung laut in den Raum gestellt und zur Lösung wird eine Maximalforderung und eine Minimalforderung gestellt. Aber beide Lösung sind links, genau wie die Sicht auf das Problem.

Bei der derzeitigen Klimadebatte könnte von rechter Seite nun argumentiert werden, die größten Umweltfeinde sind Staaten in Asien und Afrika, die Überbevölkerung von völlig unfähigen Kontinenten außerhalb Europas ist eine viel größere Gefahr für die Umwelt oder, das globalistische Praktiken wie „freier“ Welthandel oder offene Grenzen größere Gefahren für das „Klima“ sind, als popelige PKWs oder Plastikstrohhalme. Wird es aber, außerhalb von wenigen Intellektuellen und kleinen Gruppen, selten bis nie. Warum sich auch Gedanken machen, wenn man einfach nur der Spiegel der Linken sein kann?

Hat dir der Beitrag gefallen?

Spendier uns eine Kleinigkeit, um den Blog zu unterstützen:

5,00
Zahlungsmethode auswählen
Persönliche Informationen

Spendensumme: €5,00

Bild: Pixabay

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.