Der erbärmliche Alman

«Mangelhaft triangulierte Männer» nannte Raymond Unger diesen Typus Mensch in seinem Buch «Die Wiedergutmacher – Das Nachkriegstrauma und die Flüchtlingsdebatte».

Lorenz S. Beckhardt, immerhin der Enkel von Fritz Beckardt, einem deutsch-jüdischen Patrioten und Kampfflieger im Ersten Weltkrieg, hat wohl eher wenig mit seinem Großvater gemein. Sein Enkel hat die Art von bundesdeutscher Vita, die so selbstverständlich für unsere Republik geworden ist. In Rundfunkanstalten, bei Medienmachern und Meinungsjournalisten, begegnet man diesem Menschenschlag hinter jeder Bürotür. Mit seinem Vater, der immerhin Krieg und Verfolgung durch die Nazis überlebte, teilt er höchstens Namen und Abstammungsbaum. Denn ich glaube nicht, dass Fritz stolz auf einen Enkel sein könnte, der sich im Fernsehen erniedrigt und zum triebgesteuerten Konsumsklaven erklärt, der die richtende und führende Hand des Staates braucht, um wieder ein anständiger und ökologisch einwandfreier Mensch zu werden. Neutralitätsgebot des öffentlich-rechtlichen Fernsehens? Vergessen Sie es.



Menschen vom Typus des germanischen Bücklings Segestes oder Ephialtes von Trachis, denen die Feigheit, Schwäche, Angst, das Verrätertum und der Sklavengeist ins Gesicht geschrieben steht, scheinen sich gut im Klima der Bundesrepublik zu vermehren. Sie sind überall zu finden und dabei zu beobachten, wie sie den Ausverkauf von Sicherheit, Wohlstand und Heimat betreiben, während sie mit erhobenem Zeigefinger versuchen sich soweit wie möglich von der Generation ihrer Väter und Vorväter abzugrenzen. Dass einige dabei den Kreis vollenden und am anderen Ende des Radikalitätskreises wieder ankommen, entgeht ihnen.

 

Der Wirtschaftswissenschaftler und AfD-Gründer Bernd Lucke wird wieder an der Universität Hamburg lehren. Der 56-jährige Professor werde zum Wintersemester wieder im Lehrbetrieb der Uni arbeiten, sagte eine Sprecherin. Lucke selbst wollte sich nicht öffentlich äußern. […]

Bei den Studierenden stößt die Rückkehr auf Kritik. Lucke habe mit “seiner bürgerlichen Fassade den Weg der AfD zur menschenverachtenden und rassistischen Partei geebnet”, sagte der Vorsitzende des Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA), Karim Kuropka, der Deutschen Presse-Agentur. “So ein Mensch gehört an keine Universität. – Quelle – https://www.spiegel.de/politik/deutschland/afd-gruender-bernd-lucke-lehrt-wieder-an-der-uni-hamburg-a-1279592.html

Beta-Männchen, die ein Dasein als durstiger Alman im Tross einer Gruppe feministischer Studentinnen fristen – immer in der vagen und traurigen Hoffnung, dass auch sie eines Tages durch Anbiederung, Komplimente und kriecherisches Verhalten vom geheimen Honignektar kosten dürfen.  Der erbärmliche Alman ist überall, ohne dass ich ihn hier namentlich erwähnen muss. Er ist es, der Platz macht, die Tür aufhält, sein Land preisgibt und seine Freiheit auf dem Altar einer lebensfeindlichen Ideologie opfert. Er ist es, der sich als Mann vor dem arabischen und türkischen Migranten blamiert, weil er seine Frau nicht verteidigen kann oder will.

https://m.facebook.com/SchoeneZeitenUHH/posts/477147452451416

 

Dem erbärmlichen Alman steht der standhafte Deutsche gegenüber, der hier und da noch existiert und sein ernsthaftes Rückzugsgefecht kämpft. Überall bedrängt, versucht er seine Art zu Leben zu verteidigen und solange als aufrechter Mensch zu existieren, wie ihm diese verdorbene Gesellschaft es noch laubt. Kein Trottelbart, keine Vollrandbrille und ohne die Beine wie eine Frau zu überschlagen. Er hat nichts mit den jungen Männern zu tun, die mir erst heute in der Bahn begegneten. Sein Körper hat nicht die Form einer überreifen Aubergine und er liest auch nicht mitten der S-Bahn erotische Mangas, während er seine schmalen Arme eng an den Lauchskörper schmiegt und sitzt, als hätte er Magenkrämpfe.

Aber in diesem Juste Milieu des modernen Westens blüht dieser Typ von “Mann” richtig auf. Wenn die alten Staatsmänner der Bundesrepublik, Richard von Weizsäcker, Helmut Schmidt, Gustav Heinemann und Co. heute ihre erbärmlichen Epigonen sehen könnten, würden sie sich ihrer in Grund und Boden schämen.

(Alle hier verlinkten Bilder und gezeigten Abbildungen stehen in keinem Zusammenhang mit dem Text.)

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