Der Treueschwur der Sturmtruppen

Gastbeitrag von “Grim Kitten”

Seit Disney 2013 Star Wars gekauft hat, geht es mit diesem Franchise stetig weiter bergab. Vor allem weil Disney überhaupt kein Gefühl mehr für die Star-Wars-Fans besitzt, wie sie es immer wieder unter Beweis stellen.



Was mich persönlich am meisten an diesem neuen Disney Star Wars verärgert, ist die Verhunzung des Imperiums, wie sie es z.B. in dieser billigen Animationsserie Star Wars Rebels taten. wo vor allem die Sturmtruppen als unfähige Idioten dargestellt werden, die nicht einmal geradeaus schießen können. Aber auch die Schwarz-Weiß Darstellung der Imperialen verärgert mich. Ersichtlich wird das dadurch, dass es im Großen und Ganzen nur noch zwei Typen von Imperialen gibt:

Die «Bösen», die dem Imperium bis zuletzt die Treue halten, werden als grausame idiotische Mitläufer dargestellt, während die «Guten», Typen wie Finn aus The Force Awakens oder Iden Versio aus Battlefront 2 sind die, die aus moralinsauren Gründen desertieren, sich der Rebellion anschließen und später keine Gewissensbisse besitzen ihre früheren Kameraden umzubringen.

Denn jemand der „gut“ ist, kann doch unmöglich etwas so „bösen“ wie dem Imperium dienen, oder?

Im alten EU (Extended Universe) war man offensichtlich anderer Meinung, wie es zum Beispiel Timothy Zahn in seiner Thrawn-Trilogie, aber auch in Einzelwerken wie «Treueschwur» unter Beweis gestellt hat.
In diesem Roman verfolgen wir die Geschichte von fünf Imperialen Soldaten, Daric LaRone, Joak Quiller, Korlo Brightwater, Saberan Marcross und Taxtro Grave, die allesamt dem Imperium treu ergeben, aber auch nicht blind gegenüber dessen Fehlern, sind (versucht das mal bei dem Rebellen zu finden).

Während eines Einsatzes wird ihre Einheit dem Kommando eines ISB-Offiziers unterstellt, die auf einen äußeren Rand-Planeten eine Razzia durchführen soll, weil sie dort eine Rebellenzelle vermuten.
Was auch stimmte, aber die Rebellen waren schon lange fort, bevor die Imperialen kamen. Daraufhin befahl der ISB-Offizier an der Stadt, wo die Rebellen sich vermeintlich versteckten, ein Exempel zu statuieren.
Dieses Massaker hinterließ bei den imperialen Soldaten seine Spuren und beweist ,dass es sich bei den Sturmtruppen nicht um hirnlose Mordmaschinen ohne Empathie handelt, wie die Rebellenpropaganda sie gerne darstellt. Und später werden sie genau von jenen ISB-Offizier aufgesucht und provoziert und so kam es wie es kommen musste:
In einem Handgemenge tötet LaRone ausversehen den ISB-Offizier und in ihrer Panik beschließen die fünf Sturmtruppen zu desertieren.
Aber sie schließen sich weder der Rebellion an, noch wollen sie Söldner für irgendeinen Hutten werden, sondern wollen nach wie vor im Namen des Imperiums für Recht und Ordnung in den Äußeren Randwelten sorgen. Sie bleiben ihrem Eid treu, das Imperium und die Menschen darin zu schützen, auch wenn sie sich von der Organisation selbst distanzieren.

Für mich ist Treuschwur der erste echte Stormtrooper-Roman des Star Wars Universums und gerade die Hintergrundgeschichte von LaRone zeigt, was das Imperium für die Menschen im äußeren Rand bedeutet.
Es ist nicht nur eine Institution, die für Recht und Ordnung sorgt, sondern den Menschen eine Möglichkeit gibt etwas aus ihren Leben zu machen. LaRone und die anderen Truppler sind sich bewusst, dass das Imperium auch große Vorteile bietet und wert ist verteidigt zu werden, auch wenn es Fehler hat.
Hier sieht man auch wieder den Unterschied zwischen der alten Republik und den Imperium:

In der alten Republik wäre aus dem jungen Schrotthändler Anakin Skywalker mit Sicherheit, wenn er nicht aus Zufall auf Jedimeister Qui-Gon Jinn gestoßen wäre, nie zu etwas anderes geworden als ein Schrotthändler.
Anders sieht es im Imperium aus, wo Farmerjungen wie Luke Skywalker zumindest die Möglichkeit gegeben wurde sich in die imperiale Akademie einzuschreiben, wo sie mehr aus sich machen konnten.
Das Imperium hat den Menschen in der Galaxis einfach mehr Chancen gegeben, Stabilität und Struktur gebracht. Für viele Menschen brachte das Imperium eine Verbesserung ihres Lebens, weshalb auch viele bereit waren für es zu kämpfen.
Selbst Han Solo, der in diesem Roman eine wichtige Rolle einnimmt, gibt zu, dass er niemals das imperiale Militär verlassen hätte, wenn er nicht unehrenhaft entlassen worden wäre.

Für jeden wahren Fan des Imperiums ist Treueschwur ein absolutes Muss und zeigt nur überdeutlich, wie groß der Qualitätsverfall von Star Wars nach dem Verkauf an Disney geworden ist.

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