Von der äußeren Form und warum man am Morgen das Bett machen sollte

Form ist wichtig. Sie kann nicht beliebig sein und hat sich Maßstäben der Schönheit zu beugen, die kulturspezifisch sind. Schönheit ist wichtig, um Roger Scruton als konservativen Philosophen ins Feld zu führen. Kein Tourist besucht die Städte Europas wegen einiger Betonklötzchen mit Glasfassade, sondern wegen der zeitlos schönen Architektur, die vor 1950 bereits existierte. Ähnlich ist es mit den Menschen. Es ist eine Willensentscheidung, ob man mit gepflegtem Äußeren ein angenehmes Bild für seine Mitmenschen abgeben will. In der Natur und Evolutionsbiologie hat auch die Schönheit, wenngleich zu unterschiedlichen Maßstäben, ihre Berechtigung bei der Fortpflanzung. Man selbst hat die Wahl, ob man als freudloser Fleischkloß durch die Weltgeschichte torkelt – was viele tun – oder aber als Synergie aus Kraft, Beweglichkeit und Körperhaltung ein Abbild dessen zeigt, was die Natur möglich gemacht hat und auch intendierte.

Macht euer Bett

Wie Navy Admiral William McRaven richtig anmerkte, ist es wichtig wie man in den Tag startet. Es macht wohl einen Unterschied, ob ich schlurfend aus meiner Decke falle und dann in Richtung Kaffee krieche oder ob ich mich zwinge beim ersten Licht oder dem Summen des Weckers wie eine Eins zu stehen, mein Bett zu machen und mit einem schnellen Espresso oder Glas Wasser damit beginne, alles zu tun, was ich mir vorgenommen habe. Schritt für Schritt. Allein der kleine Akt, nämlich das Bett zu machen oder meinetwegen 40 Liegestütze zu machen, verändert die mentale Form und damit auch die äußere. Es animiert den Körper und den Geist, stärkt beide für den Tag und das Tagesgeschäft. All dies geschieht natürlich in der Annahme, dass man selbst zu der Art Person gehört, für die das Leben nicht nur Spaß und Faulenzerei ist.



Hat man diese kleine Aufgaben erledigt, prüft man die Rasur, das Äußere und schaut ob man gepflegt ist, wenn man zur Arbeit geht. Man blickt in den Terminkalender und wählt die Kleidung, die dafür angemessen ist. Es lohnt auch am Tag zuvor schon das zu prüfen und bereit zu legen, was man am folgenden Morgen brauchen könnte.

Nicht links zu sein hat, um es kurz und knapp zu formulieren, auch mit der äußeren Form und der inneren Haltung zu tun. Man kann und sollte sie erkennen, wenn man ihnen auf der Straße begegnet. Linkssein kann man meistens am Äußeren sofort erkennen. Und ich persönlich wünsche mir, dass man gegenteilig sofort erkennt, dass ich selbst nicht links, sondern einer gänzlich anderen Philosophie verschrieben bin.

 

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