Spiel mit dem Feuer

Die JUSOS werben derzeit mit interessanten Plakaten. Meistens lichten sie darauf genetische, womöglich auch geschlechtlich verwirrte Mischwesen ab, die entweder um die Hüfte herum enorm in die Breite gehen oder aber die klassische Hühnerbrust in die Kamera strecken. Trotzdem fuchteln diese Figuren dann mit dem Baseballschläger herum und sprechen davon «Rechte Strukturen» zerschlagen oder «Nationalisten» abservieren zu wollen. Man mag über Michael Müller, unseren Berliner SPD-Bürgermeister, sagen was man will. Aber er hat zumindest genug Anstand und Sinn für Realität um zu erkennen, dass es sich hier um Aufrufe zur Gewalt gegen Andersdenkende handelt. Würde sich ein AfD oder Junge Alternative Politiker oder Mitglied mit solch eindeutiger Symbolik ablichten lassen, stünde morgen in der Früh die Polizei vor seiner Haustür. Und das wäre dann auch rechtens.

Während Herr Bürgermeister Müller, an dem ich sonst kein gutes Haar lasse, seine JUSOS kritisiert, sagen die Jungen Sozialisten (oder waren es Sozialdemokraten?), dass sie sich nicht für ihre Plakate entschuldigen und das alles so passt. Das schätze ich an den Linken in der Regel. Sie ducken sich in der Politik selten weg, knicken nicht sofort ein und heulen nicht herum, wenn sie ein wenig Feuer von den Medien bekommen. Anders als die Konservativen. Aber trotzdem:



 

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Kevin Kühnert, Kampfhühnchen der JUSOS, möchte ja nicht nur den Kommunismus mit seinen Enteignungen zurück, sondern auch die Bundeswehr langfristig abschaffen. Da ich ihn selbst schon einmal aus nächster Nähe gesehen hab, stelle ich mir schon die Frage, wie denn diese gewalttätige Revolution, die er sich scheinbar wünscht, ablaufen soll, wenn alle JUSOS, Grünen und Linken gefühlt so aussehen wie er? Ein schweres Knochengerüstchen, auf dem die Menschenhaut lustlos herabhängt. Diese Art Körperform, die ein Kamerad von mir mal als «skinny fat» beschrieb – also eine Person, die einen dicken Bauch, aber dünne Beine und Arme hat, ist dort bei den JUSOS wohl weit verbreitet.  Hinzu kommt, dass Kühnert wohl mindestens einen oder zwei Köpfe kleiner als ich ist. In der Regel, man betrachte nur die Fahndungsfotos der Hamburger-G20 Randalierer, sehen die Linken nicht so aus, als würden sie aus dem Epos von Conan dem Barbar entstammen. Die JUSOS selbst, wie man auf deren Plakaten und auf deren Facebook-Auftritten, den Demos und so weiter sehen kann, scheinen es auch nicht sonderlich mit Kampfsport, körperlicher Ertüchtigung, Wehrsportübungen oder militärischer Ausbildung zu haben.

Blicke ich mich nur in meinem unmittelbaren Umfeld um, was mittlerweile mehrheitlich aus Rechten (nicht konservativ, rechts) besteht, sehe ich fast ausnahmslos Männer, die zwischen 20 und 45 sind, noch voll im Saft stehen und fast alle nicht nur militärische Ausbildung, sondern teilweise auch Kampferfahrung haben – im Inland oder Ausland. Viele sind Soldaten, teilweise Berufssoldaten mit 10 und mehr Einsätzen. Andere sind Sicherheitsmitarbeiter, Türsteher, Bauarbeiter, Fußball-Hooligans, Kampfsportler (Kickboxer, Krav Maga, Systema) und so weiter. Fast alle sind breit gebaut oder muskulös und drahtig. Die Wählen auch fast alle die AfD (wenn nicht gar noch rechtere Parteien) und mögen keine Linken, hassen sie sogar.

Es erscheint mir nicht klug diese Menschengruppe durch solche Plakate zu provozieren und herauszufordern. Vor allem dann nicht, wenn nur die Polizei als Friedenswächter dafür sorgt, dass diese Gesellschaft nicht völlig entgleist. Ich erinnere mich an die AfD-Veranstaltungen in Berlin, die regelmäßig von einem Ring aus Polizisten abgesichert werden, während irgendwelche linken Protestler sowohl den Polizisten als auch den AfDlern Beleidigungen an den Kopf werfen. Vor allem eine junge Frau am Megaphon warf den «Bullen» immer wieder vor, dass sie die AfD beschützen und auf deren Seite stehen würde.

Dabei hat die junge Dame einfach nicht kapiert, dass die Beamten sowohl die Linken als auch die Rechten voreinander schützen. Wenn die Staatsmacht nicht wäre, wenngleich sie auch viele Fehler hat, dann hätten wir Weimarer Zustände. Und ich möchte daran erinnern, dass es schon beim letzten Mal nicht gut für die Linken ausgegangen ist, als sie die offene Konfrontation auf der Straße mit den Rechten gesucht haben. In der Weimarer Republik, wenn solche Rhetorik fruchtet und die Linken immer wieder den Drachen pieksen, haben die Rechten am Ende mit ihnen immer den Boden gewischt. Eine Tatsache, über die viele Linke auch heute noch viele Tränen vergießen und ihrem Opferkult huldigen. Ehrlicherweise kann das kein echter Demokrat wollen. Aber es gibt solche, da sollten die JUSOS wirklich vorsichtig sein, die nur darauf warten, dass alle Hemmungen hier fallen, die Polizei sich völlig raushält und man nach Lust und Laune eskalieren darf. Daher sei diese Warnung ausgesprochen: «Spielt nicht mit dem Feuer.»

Wahre Demokraten müssen ihren politischen Gegner nicht mögen. Aber wer Gewalt anwendet, um seine Ziele durchzusetzen, muss sich nicht wundern, wenn sein Gegenüber auch zum Schwert greift. Und ihr kennt ja den alten biblischen Spruch: «Wer das Schwert zieht, wird durch das Schwert umkommen.»

PS: Antifaschist “Clement” starb durch den ersten Schlag seines Gegenübers – einem rechten Skinhead.

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