Far Cry The New Dawn – Die positiven Seiten einer Apokalypse

Gastbeitrag von “Grim Kitten”:

Achtung Spoiler!



Wie Kenner des letzten Far Cry’s Spiels wissen, geht am Ende der Story-Kampagne der lang ersehnte feuchte Traum der meisten Linken in Erfüllung: Ein nuklearer Weltkrieg unter der Präsidentschaft von Donald Trump.

«Jaah wir hatten Recht!», haben sie sicher vor Freude geschrien, bevor sie zu Asche verbrannten. Und mit einem Schlag gibt es keine Genderdebatten mehr, keine Multikulti Denkanstöße, keine linksradikalen Studentenaufstände, wenn konservative Intellektuelle an Universitäten einen Vortrag halten wollen, keine Transgendertoiletten und so weiter und so fort…

17 Jahre sind seit dem „Kollaps“ vergangen, die Menschheit erholt sich langsam und den Überlebenden gelingt es tatsächlich eine neue Zivilisation aufzubauen. Doch dann kamen die Highwaymen, eine Schwestergesellschaft der Toecutter’s Gang und den Death Stalkers. Sie begannen damit den den Überlebenden das Leben schwer zu machen, so dass diese sich in ihrer Verzweiflung gezwungen sahen eine Söldnergruppe anzuwerben, in der ihr (Spieler) Mitglied seid.

Diese wird jedoch auf ihren Weg zu ihrem Auftraggeber, der rein zufällig in Hope County lebt, von jenen besagten Highwaymen überfallen.
Nur schafft ihr es zu entkommen und müsst tatenlos Zeuge werden, wie die Anführer der Highwaymen, die Zwillinge Mickey und Lou, gnadenlos eure Kameraden abschlachten. Auf Rache sinnend, nehmt ihr Kontakt mit euren Auftraggebern auf, bei denen es sich um Überlebende des Widerstandes aus dem letzten Teil handelten. Gemeinsam wollt ihr die Highwaymen vertreiben und eure ermordeten Kameraden rächen. Man muss es denn Entwickler von Far Cry wirklich hoch anrechnen das sie nicht, wie viele andere Spieleentwickler, auf den politisch korrekten Zug aufspringen und den kantigen Charme ihrer Spiele beibehalten.

So z.B. bei der Gegnerauswahl, wo es sich zwar um die typische post-apokalyptische Anarcho-Bikergang handelt, die sich jedoch wie die Antifa kleidet und sich genau deren Lebensmotto zu eigen gemacht hat:

«Leben auf Kosten anderer Menschen» (und ihr Hauptquartier erinnert auch sehr stark an die Kommune 1 oder die Rote Flora.)

Welches Szenario finden wir eigentlich in New Dawn?

Auf der einen Seite haben wir die Überlebenden von Hope County, die im Grunde die gutbürgerliche konservative Mittelschicht verkörpern und nur in Frieden leben möchten.
Auf der anderen Seite die typischen Antifa-Schlägertruppen. Das Szenario bleibt simpel und leicht verständlich.

Auf den ersten Blick sieht Far Cry New Dawn aus wie eine knallig, aufgemotzte Neonlicht-Regenbogenversion von Far Cry 5! Kein Wunder, wenn die Entwickler im Grunde genommen nur die Karte aus dem letzten Spiel genommen und auf dieser alles neu geschrieben haben. Aber dabei haben sie es geschafft dem Spiel seinen ganz eigenen Charme zu geben.

Bei Far Cry 5 fehlte noch der Aufbauteil. Das Gefühl wirklich einen Widerstand gegen Joseph Seed, der im neuen Far Cry noch eine wichtige Rolle zu spielen hat,  zu errichten. Dort war es noch so, dass sich irgendwie alles von selbst bildet und der Spieler ist nur der Hansel, der von A nach B geschickt wird.  Anders im neuen Spiel: Wenn man einen feindlichen Stützpunkt einnimmt, dann hat man die Wahl ihn entweder zu plündern oder ihn zu dauerhaft zu übernehmen.
Es macht jedoch mehr Spaß ihn zu plündern und dann wieder dem Feind zu überlassen, der ihn daraufhin stärker befestigt und erneut zur Eroberung präsentiert.

Hier sieht man, dass die Entwickler sich die Beschwerden und Änderungsvorschlägen der Fans wirklich zu Herzen genommen haben. Hätten sie all das schon in Far Cry 5 noch zusätzlich eingebaut, wäre das Spiel perfekt gewesen. Für Fans der Serie durchaus zu empfehlen – trotz der kleinen Mängel.

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