Zwei verschiedene Geschichten des Kolonialismus

Wesentlich mehr Afrikanern ist in jüngerer Vergangenheit durch europäische und westliche Medizin, Nahrungslieferungen und Entwicklungsgeld geholfen worden, als jemals durch Kolonialismus zu Schaden kamen. Wenn es eine Erbschuld gibt, und es gibt sie nicht, dann hätten die Nachfahren von Kongo Müller und Co. längst ihren Anteil daran gehabt, diese abzutragen. Europas Nachkommenschaft trägt keine unmittelbare Schuld am Kolonialismus, sondern ist vielmehr jetzt Opfer eben dieser Form der Ansiedlung unter umgekehrten Vorzeichen geworden. Während die Besiedlung und Unterwerfung sowie Afrikas anderer Kontinente in der Geschichtsschreibung dieser Tage fast ausschließlich negativ gesehen wird, sollen sich die Europäer in Europa und Nordamerika auf den Influx fremder Völkermassen freuen, die nicht nur Raum, sondern auch Rohstoffe in Form von harter Währung, Arbeitsplätzen, Wohnungen und Sozialleistungen in Anspruch nehmen. Der Kolonialismus der Weißen war eine Aktion aus politischer Stärke heraus, ein Gewaltmarsch auf fremde Kontinente, um diese zu besiedeln. Der weiße Kolonialismus gilt daher als böse und nicht entschuldbar, während die Massenmigration von Millionen Afrikanern und Orientalen, die im Grunde auch von einem Kontinent profitieren wollen, als Aufstand der Schwachen gezeichnet wird. Die Wirkung dürfte dennoch ähnlich sein. Europa wird durch den Zuzug vieler neuer Völker zumindest stellenweise kolonisiert. Nur erzählt man den Europäern, dass es im Gegensatz zu ihrem eigenen Kolonialismus diesmal keinerlei Grund zur Besorgnis gibt. Diese Form der Verdrängung sei sogar gut, positiv und bereichernd.



Dabei lässt man in keinem europäischen Land Gelegenheiten aus, um die Kolonialgeschichte zur Legitimation der neuen Kolonialbewegung zu nutzen. Der rot-rot-grüne Senat benennt um, will Mahnmale für deutsche Verbrechen in den kleinen Kolonien und widmet ganze Straßen im afrikanischen Viertel irgendwelchen afrikanischen Persönlichkeiten.

Über allem schwebt wie Mehltau der Verdacht der Schuld. Dabei kann Schuld immer nur individuell und persönlich sein. Sie ist nicht kollektiv und aus ihr lässt sich auch kein Anspruch auf irgendetwas ableiten. Aber die moderne Deutungshohheit der Linksgrünen wähnt sich im Glauben richtig zu liegen, wenn sie die Kolonialisierung Europas als nachträgliche Sühne für die Sünden einiger weniger Europäer wünscht. Dabei wird gar kein Unrecht getilgt, sondern nur ein Unrecht auf das nächste gehäuft.

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