“Ein einziger euro-afrikanischer Wirtschaftsraum mit 1,5 Milliarden Konsumenten”

Guy Verhofstadt ist so eine Art belgischer Martin Schulz. Nur, dass er es tatsächlich zum Premierminister von Belgien gebracht hat. Das liegt jedoch in der Vergangenheit und Verhofstadt hat sich neuen Ufern zugewandt. Abgesehen davon, dass er regelmäßig sein wohlgeformtes Gesicht in die Kamera hält, avanciert er ansonsten zum großen Freund von George Soros und Verteidiger eines europäischen Zentralismus. Neuerdings sprach er vor der Alliance of Liberals and Democrats for Europe, Pacific, Africa and Caribbean, kurz ALDEPAC, wo er kurz die Ziele von ihm und seinen Gesinnungsgenossen umreißen durfte.

Kurz: Es geht um einen gemeinsamen euro-afrikanischen Wirtschaftsraum nach Vorbild der EU. Und ohne zu fragen oder tiefer hinter die Kulissen zu schauen, kann man sich bereits denken wie dieser Raum aussehen soll. Auf lange Sicht, ja in die Zukunft gedacht, würde es sich wohl um eine Verschmelzung der afrikanischen und europäischen Unionen handeln. Vermutlich steht dahinter die Idee, dass auch die Grenzen zwischen Afrika und Europa fallen, um den Warenverkehr für die 1,5 bzw. bald 3 Milliarden Menschen (die meisten davon Afrikaner) zu öffnen. Von Kapstadt über den Senegal bis nach Stockholm würden dann die Grenzen der Nationen endgültig verschwinden, sodass sich Personen und Güter frei von Süd nach Nord bewegen können. Arbeitsvisa und Bevölkerungsveränderungen, wie zum Beispiel die Wanderung von Massen an billigen Arbeitskräften von Ghana bis nach Deutschland oder Frankreich, wird womöglich dann erleichtert werden.



Ein Eurafrika, wie es in Michel Houellebecqs Roman «Unterwerfung» vom neuen islamischen Präsidenten Frankreichs, Ben Abbes, geträumt wird, stünde uns dann ins Haus. Die Verschmelzung der abendländischen Zivilisationen mit denen des Orients und den Vorzügen liberischer «Cannibal Warlords».  Womöglich stellt sich Verhofstadt ja vor, dass die von ihm und anderen angedachte gemeinsame Sozialversicherung für alle EU-Bürger auch für die Bewohner des afrikanischen Länder gelten soll. Denken wir seinen Vorschlag im Sinne des globalistischen Ideologie bis zum Ende, steht die Verwirklichung eines euro-afrikanischen Superstaates als Fernziel im Raum.

Ich persönlich halte es nicht für undenkbar, dass sich einige Eurokraten einen solchen Traum von einem gigantischen Euro-afrikanischen Staatenbund warm halten und an seiner Verwirklichung arbeiten. Wer weiß – vielleicht werden wir ja in einigen Jahren schon von dem erfolgreichen Abschluss der Verhandlungen zur Visaerleichterung für arbeitswillige Migranten aus Afrika hören, die als Sendboten dieser Zukunftsvision dann nach Europa reisen werden.

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