Berlin ist ein bisschen wie Uganda

Am Mittwoch besuchte Boris Palmer, der letzte Grüne mit Restverstand, die Hauptstadt der Bundesrepublik. Er hatte sie einige Wochen zuvor mit scharfer Kritik angegangen und gesagt: «Wenn ich in Berlin ankomme, denke ich immer: Vorsicht, Sie verlassen den funktionierenden Teil Deutschlands!»

Was er damit meinte dürfte klar sein – Kriminalität, Drogen, Clanherrschaft, schlechte Polizeiführung, Verschuldung und den fieberhaften Wahn, in dem die Regierenden dieser Stadt das Geld des Bundes zum Fenster rauswerfen. Getreu dem Motto von Bürgermeister Müller, den genau wie Saswan Chebli die Armut der Bundesbürger ankotzt: man solle doch mit dem Taxi fahren, wenn man Angst hat nachts durch Berlin zu laufen.



Nun besichtigte Palmer mit Ankündigung den Görlitzer Park, um sich einen Eindruck von dem täglichen Treiben der bunten Bereicherer aus Angola, Nigeria und Tunesien anzuschauen, die dort nicht nur Blutzoll nehmen, sondern eben auch für die Clans Drogen verkaufen. Wer bei Verstand ist, der meidet diese Ecke zu allen Tageszeiten. Aber als Herr Palmer beim Görli eintraf, gab es keine Junkies, Penner, Verbrecher und Nafris mehr zu sehen. Der ganze Park war nahezu steril, regelrecht menschenleer. Was war passiert?

CDU-Fraktionschef Burkard Dregger, der wohl Ambitionen hat eines Tages auch über Uganda oder Angola zu herrschen, hatte vorgesorgt und den Görli für die Ankunft der UN-Inspektoren bzw. Boris Palmer präpariert. Zehn Polizisten waren vorher aus ihrem eigentlichen Aufgabenreich herausgelöst worden, um ein paar Minuten vor der Ankunft des Grünen für Ordnung zu sorgen und den Park zu säubern. Alle seltsamen Gestalten, die sonst immer da sind, wurden kurzzeitig verjagt und alles soweit präsentabel gemacht. Das Vorgehen erinnert mich sehr an das Verhalten von afrikanischen Staatschefs, die vor der Ankunft wichtiger Repräsentanten aus dem Ausland mal eben den Hauptplatz vor dem Präsidentenpalast von allen Bettlern und Leprakranken leerfegen lassen. Über die frisch ermordeten Dissidenten schüttet man schnell Salz und Sand, ehe man die Grube eilig abdeckt. Und die Gefangenen, die von den UN-Inspekteuren betrachtet werden dürfen, sind auf einmal wieder wohlgenährt und könnten gar nicht glücklicher sein, als in diesen frisch gereinigten Betonzellen zu stecken. Sehen Sie werte Gäste? Alles in Ordnung in Shitholesitan! Keine Menschen, keine Probleme!

Der nächste logische Schritt wäre eigentlich, wenn das Abdecken der Pickel mit der Creme nicht mehr funktioniert, den Boris Palmer zu entfernen. Vielleicht denkt man sich ja in Berlin, dass wenn es keine Kritiker mehr gibt, es logischerweise auch nichts mehr zu kritisieren geben kann – ergo wäre dann ja alles in Ordnung. Wäre ich Boris Palmer, wäre ich jetzt ein wenig besorgt.

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