Berlin 24/7 im Januar – Schwarze IS-Banner in Karlshorst

Ein kleines Tagebuch für Berlin, wo ich erzählerisch und rückblickend zusammenfasse, was mir so im Alltag hier passiert, wenn es  subjektive Relevanz für das Politische und Gesellschaftliche hat. Da diese leicht autobiographischen Texte von den Klickzahlen immer recht gut angekommen sind, habe ich mich entschlossen das zur Regelmäßigkeit zu machen und extra dafür Notizen zu führen. Mehr Unterhaltung, als fundierter Sachartikel.

 



Die Strecke der S3 in Berlin ist mir gut bekannt. Als Köpenicker pendel ich fast täglich zwischen Stadtkern und dem Südosten von Berlin, sodass der Bahnhof Karlshorst an mir etwa zwei mal pro Tag vorbeizieht. Auch die Ecke Rummelsburg bei Karlshorst wird von mir häufig begangen. Ich sehe inmitten der Menschenmassen mehr als nur anonyme Körper, die zielstrebig zum Bahnhof gehen und dann in den grauen Wohntürmen verschwinden. Demographische Tendenzen lassen sich sehr wohl erkennen, wenn man nur willens ist einmal die Augen tatsächlich zu öffnen.

Vor einigen Monaten fiel mir eine Flagge Syriens auf, die neben einer kleineren Fahne der Freien Syrischen Armee in einer Wohnung nahe bei Spindlersfeld in Köpenick hing. Die Gruppen arabischer Männer und die zunehmend sichtbareren Frauen mit Kopftuch samt Kinderwagen, die sich jetzt von Adlershof langsam Richtung Altstadt bewegen, sind nur ein paar Indizien für die sich verändernde Demographie. Der Familiennachzug hat begonnen. Eigentlich war ich kaum überrascht, dass Ende Dezember 2018 in Karlshorst an einer beschädigten Bahn-Oberleitung eine IS-Flagge gefunden wurde, samt islamistischer Propaganda in Form von Schriftstücken, die dort verteilt wurden. Die Berliner Zeitung berichtete.

Einerseits wäre ich also nicht verwundert, wenn wirklich unter der wachsenden Anzahl von Muslimen in der Gegend bei Rummelsburg und Karlshorst auch solche sind, die dort ihre Zuneigung zum IS bekennen würden. Salafistische Bärte sind hier am Betriebsbahnhof kein seltener Anblick mehr und Tschetschenen gibt es hier ebenfalls in ausreichender Zahl, um mir Sorgen zu bereiten. An anderer Stelle habe ich einmal darüber berichtet: hier.

Andererseits passt der Tathergang und die Art der Markierung des Bahnhofes nicht so recht ins Bild. Die meisten IS-Fans sind in der Regel stolz auf ihre Gesinnung und posieren doch häufig sogar mit Selfies vor den IS-Bannern. Selbst hier in Europa ist das häufiger so passiert. Beispielsweise in Hamburg oder in England schon so geschehen.

Es ist im Bereich des Möglichen, dass es sich hier um eine Aktion unter falscher Flagge handelt (in mehrfacher Hinsicht also!). Eine «False Flag-Aktion» aus anderer politischer Richtung, um den Verdacht und auf Muslime zu lenken. Zumindest ein Auto mit STEINAR-Sticker und ein paar Glatzen gibt es schließlich hier in der Gegend ebenso.

Aber vielleicht waren es doch Islamisten, die sich einfach noch nicht trauten Gesicht zu zeigen, aber den Kuffar der Stadt Berlin im Osten zeigen wollten, dass ihre (die der IS-Anhänger) Zeit kommen wird.

Vor einigen Tagen wippte ein junger Mann mit dunklem Bart rythmisch zum Singsang seiner eigenen Stimme in der S3, während er eine Gebetskette streichelte. Ich bin mir ziemlich sicher, dass er kein Katholik war.

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