Mein rechter, rechter Platz ist frei

Die alte Union kehrt nicht wieder. Das Parteiensystem der alten Bundesrepublik Deutschland befindet sich in Auflösung, die CDU und CSU im Wandel. Wo sie damals noch gebieterisch herrschen und mit jenseits der 40 Prozent das bürgerliche Lager von sozialchristlich, über konservativ bis rechtsliberal abdecken konnte, muss sie heute die Augen nach links richten. In Brandenburg spekuliert sie auf eine Koalition mit den Linken und auf Bundesebene liebäugelt sie mit den Grünen. Ähnlich wie in Belgien könnte sich auf Dauer, sicherlich für die nächsten Jahrzehnte, ein dysfuntionales System aus Verlierern etablieren. Eine Koalition der Verlierer, bestehend aus Parteien, die alleine für sich kaum 20 Prozent der Stimmen oder noch weniger auf sich vereinen, könnten sich in der Zukunft zu extra großen Koalitionen zusammensetzen. Jamaika oder wie in Berlin R2G. Damit wäre die AfD selbst dann verhindert, wenn sie 20 oder 25 Prozent der Stimmen kriegt. Das schert die restlichen Parteien nicht, solange sie sich auf den Mimimimalkonsens, nämlich die Blockade der AfD, einigen können.

2019 und jetzt folgende Jahre werden die weitere Erosion des alten Parteiensystems sehen. Neben der AfD haben sich auch die Freien Wähler als eine Kraft im Süden und etablieren können. Da die Union den rechten Platz innerhalb ihres Spektrums langsam aber sicher aufgibt, wird dort Raum frei, der auch besetzt werden wird. CDU und CSU werden weiterleben, weil sie sich im linken Becken holen, was die SPD in ihrem Niedergang fallen lässt. Merkels Erbe ist die Neuausrichtung der Union, deren wertkonservative Altmitglieder demographisch sowieso auf dem absteigenden Ast sind und keine Rolle mehr spielen. Die Niederlage der Werteunion hat dies deutlich gezeigt und bei den Verblendeten hoffentlich für Erkenntnis gesorgt. Mit der CDU von Adenauer ist es vorbei.



Rechts der Mitte werden weitere Plätze frei werden. Nicht nur die AfD, sondern auch Absplitterungen der CDU rund um die Werteunion könnten davon profitieren. Sofern letztere Gruppe dazu den Mut hat.

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Bild: pixabay

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