Die Freiheit nicht mitzumachen – Gastbeitrag

Gastbeitrag von Josch, 35 Jahre alt und (noch) Bundesbürger.

Die Deutschen hatten in Fragen der Freiheit nie eine echte Chance. Über Jahrhunderte wurden sie von Fürsten, Königen und Kaisern regiert. Im 20. Jahrhundert entstanden gleich zwei brutale Diktaturen auf deutschem Boden. Das hinterlässt Spuren, die nicht so leicht vergessen sind. Nach dem Zweiten Weltkrieg existierte die FDP als Sammelbecken der liberalen Fragmenten, die bei der ansonsten eher autoritär ausgerichteten CDU und der SPD nicht unterkamen, weil diese nicht mit Liberalität, aber mit Konsensdemokratie und Blockidentität begeistern konnten. Wenn man mal ein paar Jahre oder Monoate in den USA oder der Schweiz zugebracht hat, erkennt man die Mentalitätsunterschiede zwischen Deutschen und anderen Nationen, die wesentlich freiheitlicher denken, sofort.

Die Deutschen wollen geführt werden, sehnen sich nach den großen Ideen und folgen den mächtigen Ideologien. Sie wünschen sich eine Kanzlerin wie Angela Merkel, die via Ordre de Mufti regiert und nur noch den Anschein einer liberalen Demokratie wahrt, während sie sich in den Schicksalsfragen der Nation über Parlament und Oppositionen hinwegsetzt. UN-Migrationspakt, Grenzöffnung, EURO-Politik und so weiter. Als baldiger Wahlschweizer kann ich sagen, dass eine Menge Bürger in den Kantonen mit Unverständnis und Irritation auf Deutschland blicken, wo die Bürger einen gigantischen Anteil ihres Lohnes an einen immer gierigeren Staat abgeben, ein Beschulungs- und Belehrungsfernsehen mit Zwangsabgaben finanzieren und ansonsten in den wirklich wichtigen Fragen des Landes nie befragt werden, noch über Parteien echte Mitbestimmung haben. Denn wer die CDU in den letzten zehn Jahren wählte, der bekam immer das Gegenteil von dem, was die CDU versprach. Trotzdem fühlen sich die Deutschen wohl in ihrer Unmündigkeit und Unfreiheit. Häufig maßen sich sogar an als moralisches Gewissen der Welt aufzutreten, als würde jemand auf der Erde einen feuchten Kehricht darauf geben, was die ehemaligen Täter von Ausschwitz zu Fragen der Moral zu sagen haben. Das ist nicht meine Denke, sondern die subjektiv wahrgenommene Meinung vieler, die ständig Belehrungspropaganda aus Berlin vernehmen, wenn es wieder um Islam, Migranten oder Klimawandel geht.

Ich für meinen Teil behalte mir als noch freier Bürger der Bundesrepublik vor zu sagen, dass ich nicht mitmachen will und mich verabschieden werde. Den Kampf für das Vaterland kann man auch aus dem schweizerischen oder amerikanischen Exil führen, ohne um mehr als die Hälfte des Einkommens beraubt und die demokratischen Mitbestimmungsrechte betrogen zu werden. Denn was für einen Sinn hat ein Staat, der Geld, Leistung und Loyalität fordert, aber weder Sicherheit noch Mitspracherecht gibt?

Deshalb nehme ich mir die Freiheit bei diesem Wahnsinn nicht mitzumachen. Letztendlich kriegt jedes Volk die Regierung, die es verdient.

 

 

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